Zwei Jahre nach islamistischem Anschlag auf Berliner Weihnachtsmarkt

Immer noch wird um Entschädigungen gerungen

Am 19.12. heißt es den Opfern des Terroranschlags von Anis Amri zu gedenken. Der tunesische Islamist raste vor zwei Jahren mit einem gestohlenen LKW in den Berliner Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche. Immer noch sind nicht alle von der Bundesregierung entschädigt.

Foto: Andreas Trojak/ Wikimedia Commons/ CC BY 2.0
Veröffentlicht: | von

Heute vor zwei Jahren ereignete sich der Terroranschlag auf dem Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz. Am 19. Dezember 2016 entführte der Tunesier Anis Amri den LKW eines polnischen Speditionsunternehmers und raste damit in die Menschenmenge auf dem Markt an der Gedächtniskirche. Zwölf Menschen kamen ums Leben, mehr als 70 wurden verletzt.

Der Pole Lukasz U. war das erste Opfer Amris. Dieser wurde erschossen, um für den Anschlag den LKW entwenden zu können. Der Spediteur, Cousin des Opfers, erhebt nun schwere Vorwürfe gegen die deutschen Behörden. Der Verlust seines Angehörigen Lukasz U. sei nicht mit Geld abzugelten, sagte Ariel Zurawski, er könne aber sehr genau den finanziellen Schaden beziffern, der ihm entstanden sei.

Der für den Anschlag entführte LKW musste anschließend verschrottet werden. Für Zurawski entstand ein Schaden von mehr als 90.000 Euro. »Das ist für mich ein Haufen Geld«, klagte der Spediteur. Ihn hätten danach große Existenzängste gequält. Nun habe seine Firma mit Sitz in einem Ort südlich von Stettin den Verlust des LKW einigermaßen verwunden und sei finanziell über den Berg.

Er könne es dennoch nicht verstehen, warum Deutschland den ihm entstandenen Schaden nicht ersetze. »Ich will mich doch nicht bereichern«, betonte Zurawski. Für ein wohlhabendes Land wie Deutschland müsste eine Entschädigung der Opfer eigentlich Ehrensache sein. Erhalten habe er lediglich 10.000 Euro Schmerzensgeld.

Den eigenen Kampf für eine Entschädigung habe Zurawski vorerst aufgegeben. Es sei aussichtslos, das habe ihm selbst sein Anwalt gesagt. »Solange in Deutschland die Ermittlungen nicht abgeschlossen sind, habe ich keine Chance, etwas zu erreichen«, sagt er resigniert. »Das ist ein Kampf wie David gegen Goliath«.

»Ich trage doch keine Schuld an dem Anschlag«, sagt er. Er fühle sich ungerecht behandelt, nur, weil er Pole sei. Die Regierung in Warschau habe ihn dann etwas unterstützt. Sie übernahm nicht nur die Überführungskosten des toten Cousins, bei dem Begräbnis war sogar Staatspräsident Andrzej Duda anwesend, während von deutscher Seite kein Vertreter kam. Warschau bewilligte der Familie des Opfers eine Spezialrente.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: karlheinz gampe

Die islamischen Täter, die CDU Merkelakademiker und SPD Goldstücke werden belohnt und die Opfer der roten CDU+SPD Politik im Namen der roten CDU Migrantenkanzlerin verhöhnt.

Gravatar: Wolfram

Wie peinlich ist das denn ???

Im Vergleich dazu: Wie schnell und unbürokratisch doch die Diäten der Volksvertreter erhöht werden können ???

Dass sich diese dekadente, egoistische, nur lippen-bekennend Anteil nehmende Polit-Sippe nicht abgrundtief schämt !!!

Bei der Trauerfeier waren übrigens alle Angehörigen außen vor. - Das nenne ich doch einmal "politische Pietät" !!!

Einfach nur peinlich !!!

Gravatar: Müller

Da sieht man mal wieder, dass sogar im etwas rückständigen Polen Schmerzensgeldansprüche wesentlich höher bewertet werden als in diesem schä.... Lande.

Gravatar: Schnully

Egal wer gerade regiert , die Betonkopfbeamten im Staat bleiben bis zu ihrer Pension . Leiden müssen die Bürger unter diesen Bürokratiebeamten die durch ein Punktesystem Ihre Position im Amt verbessern können . Egal was die Politik verspricht ,der Parteibuch Beamtentrott bleibt der gleiche .

Gravatar: xxx

Für Opfer von moslemischen Anschlägen ist kein Geld da. Die Attentäter brauchen schließlich Hartz IV.

Wäre nur ein Moslem bei einem "rechten Anschlag" leicht verletzt worden, wären die Politiker mit geöffneten Geldbeuteln, unendlichem Mitleid und sofort mit der deutschen Staatsbürgerschaft rübergekommen.

Aber für inländische Sklavenarbeiter bleibt nur der Gang vor ein Gericht, dass im Merkel-Sinn entscheidet.
Also am Besten sind die Opfer selbst Schuld, was gehen die auch auf einen Weihnachtsmarkt, ein christliches Fest feiern, was die Moslems doch ggf. stören könnte...
Da haben Regierung und Gerichte eine 0-Mitleids-Einstellung..

Gravatar: Betrachter

Wenn es bei Entschädigungen wirklich nach dem " Verursacherprinzip " ginge, dann müsste die Kanzlerin die " Mutter aller Sozialflüchtlinge " für die Entschädigungen an die Opfer und Hinterbliebenen aufkommen.
Aber da verschanzt Sie sich erbärmlich feige in Ihrer Trutzburg ( Kanzleramt ) und lässt alle Betroffenen im Regen stehen.
Wer so " abstoßend " sein Desinteresse " zum Ausdruck bringt, hat weder Anstand noch Charakter.
Wie lange müssen wir " Deutschen " uns diese " Person " noch gefallen lassen ?

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