Strompreise im Zeichen des Klimaschutzes heftig angestiegen

Immer mehr Deutsche können ihren Strom nicht zahlen

Seit dem Jahr 2000 haben sich in Deutschland die Strompreise mehr als verdoppelt. Das ist auch eine Folge der sogenannten Energiewende mit ihren Abgaben und Umlagen. Vergangenes Jahr hatten hierzulande fast fünf Millionen Menschen Probleme, ihre Stromrechnung zu bezahlen.

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In Deutschland können sich immer mehr Menschen den Strom in ihrer Wohnung nicht mehr leisten. Im vergangenen Jahr wurden seitens der Versorgungsbetriebe 4,8 Millionen säumigen Zahlern eine Stromsperre angedroht. Als Konsequenz aus unbezahlten Rechnungen stellte man im gleichen Zeitraum fast 344.000 Haushalten den Strom zeitweise ab. Das markiert neue Rekordwerte.

Hintergrund ist dabei, dass die Strompreise in Deutschland seit Einleitung der sogenannten Energiewende und damit zu leistende Abgaben deutlicher denn je anstiegen. Dreiviertel der Energieversorger hatten zu Beginn dieses Jahres abermals ihre Preise um durchschnittlich fünf Prozent angehoben. Die nächsten Erhöhungen stehen bereits im Raum. Im Durchschnitt kostet eine Kilowattstunde Strom derzeit 29,42 Cent.

Zur Begründung führen viele Energieversorger den deutlich höheren Kostendruck durch gestiegene Beschaffungskosten an. Der Anteil am Strompreis aus Steuern, Abgaben und Umlagen (darunter die Ökostrom-Förderung) liege derzeit bei 54 Prozent. Hinzu kommen die Netzentgelte, die rund ein Viertel des Strompreises ausmachen. Allein rund 20 Prozent des Strompreises sind durch die Versorger selbst beeinflussbar.

Valerian Vogel vom Versorger Verifox erklärte dazu: »Atom- und Kohleausstieg, Elektromobilität, Netzausbau und immer mehr erneuerbare Energien: Angesichts der großen Herausforderungen, vor denen das deutsche Stromsystem steht, müssen Verbraucher sich auch mittel- bis langfristig auf weiter steigende Strompreise einstellen.«

Seit dem Jahr 2000 haben sich die Strompreise in Deutschland für private Haushalte mehr als verdoppelt. Mit verantwortlich sind auch erhöhte Preise im Großhandel. Nach Zahlen der Bundesnetzagentur lag der Großhandelspreis für Strom im Durchschnitt des vergangenen Jahres um rund 30 Prozent über dem Durchschnittspreis für 2017.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Tom der Erste

Hallo Herr Ronald Schroeder ( 03.04.2019 - 20:56 ) , sehr schön beschrieben - zum großen Ärger der Profiteure wie Klein, Müller und Diehl . Diese Herrschafen reagieren auch nicht, wenn sie auf Kinderausbeutung und Umweltzerstörung aufmerksam gemacht werden ( https://vera-lengsfeld.de/tag/kinderarbeit-im-bergbau/ ) . Zu den Strompreisen und Ursachen hier noch ein Link ( http://www.lvz.de/Nachrichten/Wirtschaft/Strom-ist-so-teuer-wie-nie-auch-wegen-des-Klimaschutzes ) .

Gravatar: Werner Mueller

Manfred Hessel schreibt am 03.04.2019 - 20:50
„The Real Facts, Sie reden wieder mal ganz gewaltig am Thema vorbei. Es geht hier nämlich nicht um die Strompreise an der Börse oder um zwielichtige Umlagen und ähnliche Gaunereien sondern um den Preis, den der Bürger letztendlich bezahlen muß.“

Nun ist das aber so Herr Manfred Hessel,
dass die EEG-Umlage je kWh bereits im 2. Jahre in Folge leicht gesunken ist.

Der Strompreis sich aber erhöht hat ist nun die Verringerung der EEG-Umlage für die Strompreiserhöhung verantwortlich ?

Gravatar: Werner Mueller

„Seit dem Jahr 2000 haben sich in Deutschland die Strompreise mehr als verdoppelt.“

Es haben sich aber so gut wie alle Preise in den letzten 19 Jahren ca. verdoppelt, da macht Strom keinen Ausnahme.

#

„Dreiviertel der Energieversorger hatten zu Beginn dieses Jahres abermals ihre Preise um durchschnittlich fünf Prozent angehoben.“

Deshalb eine PV-Anlage auf das Dach an die Fassade an das Balkongeländer usw.
Wenn selbst die Preissteigerungen für Strom höher sind als die Zinsen die mal zahlen muss wenn man das Geld für die PV von der Bank nimmt ist doch klar was die Bürger und Betreibe machen.

#

„In Deutschland können sich immer mehr Menschen den Strom in ihrer Wohnung nicht mehr leisten.“

Da muss man eben auch bereits im Vorfeld gegen Maßnahmen ergreifen.
z.B. eine LED-Lampe mit 9Watt kostet ja nur noch 1 €
https://www.pollin.de/p/led-lampe-v-tac-vt-2099-7260-e27-eek-a-9-w-806-lm-2700-k-535411

Ersetze ich eine 60 Watt „Glühbirne“ durch eine 9 Watt LED habe ich nach 1000 Stunden 15 € mehr auf dem Konto.
Nun hat man ja nicht nur eine „Glühbirne“ im Haus oder in der Wohnung.

oder

z.B. hat ich meine PV mit einem Stromverbrauch von ca. 150 Watt (ohne Bildschirmstrom) ersetzt durch einen Stromsparenden Laptop mit ca. 2 Watt Stromverbrauch.

Der PC braucht innerhalb von 24 Stunden ca. 3,3 kWh = 1 € am Tag
Der Laptop verbraucht innerhalb von 24 Stunden nur 0,2 kWh = ca. 0,06 € am Tag.

Da hat sich die Neuanschaffung (499€) von einem stromsparenden Laptop bei mir bereits nach ca. 2,5 Jahren nur durch die Stromeinsparung gerechnet, besser gesagt hat der Laptop dann genau 0 € an zusätzlichen Kosten verursacht.

oder

usw.
usw.
usw.

Gravatar: Heinz Becker

@ Hans-Peter Klein

Herr Klein, ich bevorzuge eigentlich eher gemäßigte Worte, aber Ihr BULLSHIT ist nicht mehr zu ertragen (auch nicht bei TE und wo Sie sich sonst noch rumtreiben). Trotzdem freue ich mich, dass alle Ihre Kommentare hier freigeschaltet werden, damit jeder sehen kann, wie verblendet (und verblödet?) ein erwachsener Deutscher nach weiß Gott wie vielen Jahren grüner Gehirnwäsche sein kann. Die Freitag-"Schulschwänzenden" kann man eh völlig vergessen, denen haben Facebook, Google, WhatsApp & Co das Gehirn völlig weggeballert. Warum selber denken, denn Vorurteile sind deshalb so unglaublich praktisch, weil man das eigene Denken spart.

Ihnen dürfte der Verein NAEB bekannt sein, Sie (und alle anderen Interessierten) können hier vorbeischauen: www.naeb.info

SELBSTVERSTÄNDLICH ist die irrsinnige deutsche Energiepolitik der ALLEINIGE Treiber der Stromkostenexplosion, und das Ende ist noch lange nicht erreicht. Hierbei dachte ich eigentlich spontan an einen Aprilscherz, aber ich fürchte, es wird so kommen:

https://www.mmnews.de/vermischtes/121678-regierung-will-stromnetz-ohne-grundlast

Herr Klein, außer der Polemik aus dem "Troll-Handbuch" haben Sie leider keine Argumente vorzuweisen. Ein schlechter Mensch sind Sie, so meine ich, nicht, ich befürchte eher, Sie glauben wirklich den ganzen bullshit, den Sie hier von sich geben. Daher tun Sie mir wirklich sogar leid. Sauer bin ich, dass Leute wie Sie so viele Menschen - indirekt - in das Verderben ziehen.

Mit persönlich ist der Strompreis völlig wurscht, bis ich mir meinen "Luxus" nicht mehr leisten kann, liegt das Land längst - selbst gewählt - am Boden. Daher kann es mir völlig egal sein.

Gravatar: Hans  Diehl

Manfred Hessel sagt:
Es geht hier nämlich nicht um die Strompreise an der Börse oder um zwielichtige Umlagen und ähnliche Gaunereien sondern um den Preis, den der Bürger letztendlich bezahlen muß. Wer also den Pfennig dreimal umdrehen muß interessiert sich ganz sicher nicht für die Strombörse in Leipzig. Und da hat Misepeter voll ins Schwarze getroffen !

@ Manfred Hessel.
Die Strombörse in Leipzig ist aber Ausgangspunkt der seit 2010 geltenden EEG Neuordnung viel zu hohen EEG Umlage.Und wer den Pfenig 3 mal umdrehen muss sollte wissen wie die Umlage entsteht.

Schauen Sie mal das folgende Beispiel mit fiktiven Zahlen.

1) ohne EEG-Strom: Es werden an der Börse 100 kWh zu je 0,25€/kWh gehandelt. Das macht ein Gesamtpreis von 25,00€
2) mit EEG-Strom: Es werden 15 kWh nach EEG für durchschnittlich 0,30€/kWh zugeteilt und vergütet an der Börse werden die restlichen 85kWh für nur noch 0,20€/kWh. gekauft.
Der EEG-Strom ( Vergütung für EE Erzeuger ) kostet 4,50€, der an der Börse 17,00€, macht zusammen 21,50€, also 3,50€ weniger als ohne EEG-Strom! Obwohl der doch teurer ist…
Fazit: Mehrkosten ( EEG Umlage ) waren vor 2010 kompensiert.

Dieses fiktive Beispiel nun umgelegt auf das System ab 2010 sieht wie folgt aus.
Ab 2010 gilt als Umlage die rein Nummerische Differenz zwischen den 0,30 Euro/Kwh ( EE Vergütungen ) und den 0 ,20 Euro/Kwh. ( Börsenpreisen )
Somit wird ab 2010 der Preis für 100Kwh.. „nicht mehr“.. von 25 Euro auf 21,50 Euro ( MOE ) gesenkt, sondern wegen der „Nummerischen“ Differenz Börsenpreis ( 0,20 ) zur Vergütung ( 0,30 ) kosten die 100Kwh nun 35 Euro, also 13,50 Euro mehr.
Die 13,50 Euro mehr, aber nur für die Verbraucher, z.B die allein erziehende Mutter, oder den Hartz IV Empfänger. Die zahlen diese „Nummerische“ Differenz nämlich seit 2010 als EEG Umlage.
Die Versorger profitieren von dem Merit Order Effekt immer noch, in Form der niedrigen Börsenpreise, die die EE an der Börse verursachen. Nur nicht mehr zum kompensieren ihrer Mehrkosten ( Umlage ), sondern zum „optimieren“ ihrer Erträge.
Siehe hier:
https://www.greenpeace-energy.de/fileadmin/news_import/Studie_Ertragsoptimierung_von_Kraftwerken_durch_EEG-Regelungen.pdf

An dem Beispiel können Sie erkennen, dass nach dem alten System die Umlage kaum eine Belastung wäre.

Gravatar: Ronald Schroeder

Wie schrieb doch der grüne Ur-Papst Franz Alt 1994 noch naiv (und es vermutlich selbst besser wissend): Die Sonne schickt uns keine Rechnung – die Energiewende ist möglich. Tatsächlich ist die Energiewende eine sozial ungerechte und außerordentlich effiziente Art der Wohlstandsumverteilung von unten nach oben. Jeder Geringverdiener muß die brutal gestiegenen Energiepreise zahlen und sichert damit staatlich subventionierte Maximalrenditen für besserverdienende Gutmenschen, die als politisch korrekte Geldgeber in hektargroße Photovoltaikanlagen und Windparks investieren. Kritik an ihnen ist nicht zulässig; ist ihr Ziel schließlich die Weltrettung. Auf Geringverdiener kann man bei der CO²-Minderung nicht noch Rücksicht nehmen - so äußert sich als Humanismus getarnte Menschenverachtung.

Gravatar: Manfred Hessel

The Real Facts, Sie reden wieder mal ganz gewaltig am Thema vorbei. Es geht hier nämlich nicht um die Strompreise an der Börse oder um zwielichtige Umlagen und ähnliche Gaunereien sondern um den Preis, den der Bürger letztendlich bezahlen muß. Wer also den Pfennig dreimal umdrehen muß interessiert sich ganz sicher nicht für die Strombörse in Leipzig. Und da hat Misepeter voll ins Schwarze getroffen !

Gravatar: Rietz

Kapiert das hier keiner ???
Wir bezahlen Strom, der niemals erzeugt wurde !!!
An die Windmüller !!!
Gesetzlich so festgelegt !
Das ist gesetzlich legitimierter Bertrug , Abzocke !!!
Die Regierung zwingt uns etwas zu bezahlen, dass nicht hergestellt wurde !
Ich weiß wovon ich spreche, denn ich arbeite in einer Netzleitstelle eines der großen Energieversorger von Deutschland, wo wir täglich Windparks ABSCHALTEN MÜSSEN !!!
Wir alle bezahlen für nicht hergestellten Strom !!!!!!!
Wacht endlich auf, denn die Politverbrecher wollen dieses Geschäftsmodell weiter ausbauen, also bezahlen wir dann für nochmehr nicht hergestellten Strom !!!
DER STROM WIRD DANN NOCH TEURER .......

Gravatar: Hajo

Politiker die für die Energiepolitik, die Umweltpolitik, das Verkehrswesen, die Steuerpolitik und die Migrationspolitik die falschen Weichen gestellt haben sollte man einfach nicht mehr wählen, denn bis zum Beweis des Gegenteils sollte man einfach mal andere an`s Ruder lassen, denn schlimmer kann es nun wirklich nicht mehr kommen und deshalb bekommt jeder das was er verdient oder nicht verdient und die Letzteren sind die Gekniffenen, was wählen sie auch diese Pappkameraden, die an die ganze Welt denken, aber nicht an ihre eigenen Bürger und wer nun immer noch nicht begreift, was hier abläuft, dem ist auch nicht mehr zu helfen, dann muß er halt mehr zahlen.

Gravatar: Hartwig

@ Hans-Peter Klein 03.04.2019 - 13:01

Nein, nein. Sie haben das gesamte System der Energiewende NICHT verstanden.

Börsenpreise? Hahahahahahahahahahahah. Ihre Methode ist noch nicht einmal raffiniert.

Die Börsenpreise sind keine Rosinen, mein Kind.

Sie müssen alle Teile in deren Gesamtheit betrachten wollen. Das tun Sie eben nicht.

Also, die anderen kompetenten Kommentatoren und Fachleute haben Sie natürlich überführt. Die können Ihre falschen Details zerpflücken.

Schämen Sie sich eigentlich überhaupt nicht?

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