Sorge vor Kriminalität und Terror verstärken Selbstbewaffnung

Immer mehr Deutsche beantragen Kleinen Waffenschein

Immer mehr beantragen in Deutschland einen Kleinen Waffenschein, um Schreckschuss-, Reizstoff- und Signalwaffen tragen zu können. Binnen eines Jahres gab es einen Zuwachs um zehn Prozent. Gleichzeitig wurden 18 Prozent mehr verschwundene echte Schusswaffen registriert.

Foto: Youtube (Screenshot)
Veröffentlicht:
von

Die Bundesbürger rüsten im Zuge wachsender Verunsicherung durch Kriminelle verstärkt auf. Die Zahl der sogenannten kleinen Waffenscheine ist weiter stark gewachsen. Nach Angaben der Bundesregierung stieg deren Zahl im Zeitraum von Ende Januar 2018 bis Ende Januar 2019 von 565.000 auf knapp 620.000, was einem Zuwachs um knapp zehn Prozent bedeutet.

Der Verband Deutscher Büchsenmacher (VDB) will darin kein Anlass zur Sorge sehen. »Wir brauchen keine Angst vor denjenigen mit einem kleinen Waffenschein haben, sondern eher vor denjenigen, die keinen besitzen und sich nicht, wie seit 2003 vorgeschrieben, der behördlichen Kontrolle unterziehen«, sagte VDB-Geschäftsführer Ingo Meinhard.

Als Voraussetzung für die Erteilung eines kleinen Waffenscheins gilt, dass der Bewerber volljährig ist sowie persönlich geeignet und zuverlässig erscheint. Er muss ein Führungszeugnis vorlegen und eine Sachkunde nachweisen. Mit dem Dokument können freiverkäufliche Signal-, Reizstoff- und Schreckschusswaffen erworben werden.

Die Gesamtzahl aller im Nationalen Waffenregister gespeicherten Waffen und Waffenteile liegt mit 5,4 Millionen etwa gleichbleibend hoch. Hingegen hat die Zahl verschwundener privater Schusswaffen in Deutschland einen neuen Rekord erreicht.

Ende Januar 2019 waren laut Nationalem Waffenregister insgesamt 28.901 Schusswaffen nicht mehr auffindbar, womit die Zahl der verschwundenen Waffen um knapp 18 Prozent innerhalb von zwölf Monaten anstieg. Drei Jahre zuvor waren noch rund 11.000 weniger Waffen verschwunden gewesen.

Die Zahlen gehen aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage im Bundestag hervor. Demnach sind die meisten dieser Waffen (22.978) als verloren gemeldet, etwa ein Viertel (5.923) als gestohlen.
Die Bundesregierung wollte eigentlich die Zahl illegal zirkulierender Waffen verringern. Der Bundesrat stimmte 2017 einer von der Bundesregierung geplanten einjährigen Amnestie für illegalen Waffenbesitz. Wer verboten erworbene Waffen und Munition bei den Behörden abgibt, soll nicht bestraft werden.

Jetzt warnt die Gewerkschaft der Polizei (GdP), dass jede verschwundene Waffe ein Risiko berge, bei einer Straftat eingesetzt zu werden. »Es wäre sicherlich naiv zu glauben, die entsprechenden Waffenbesitzer wären schusselig und hätten vergessen, wo sie ihre Waffen gelassen hätten«, erklärte GdP-Chef Oliver Malchow.

Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte
unterstützen Sie mit einer Spende unsere
unabhängige Berichterstattung.

Abonnieren Sie jetzt hier unseren Newsletter: Newsletter

Kommentare zum Artikel

Bitte beachten Sie beim Verfassen eines Kommentars die Regeln höflicher Kommunikation.

Gravatar: Manfred Hessel

Und was soll ich mit diesem Spielzeug anfangen ? Ich persönlich mag lieber Waffen, die diese Bezeichnung auch
verdienen.

Außerdem wäre ich aktenkundig wenn ich einen Knallfrosch anmelde und die Obrigkeit hat mich lebenslänglich auf dem Kieker , sehe ich etwa so bescheuert aus ?

Gravatar: Walter

Wenn diese Zahlen so stimmen, dann wird es doch höchste Zeit, dass man auch an die eigene Sicherheit denkt und vorsorgt.

Gravatar: ZaunGast

In einen Land, das so sicher ist wie seit 30 Jahren nicht mehr und stetig die Kriminalitätsrate sinkt, ist das nicht zu Glauben. Wovor haben die Menschen Angst, dass diese Waffenscheine, ob gross oder klein, beantragen ?
Vermutlich steht Nord Korea kurz vor den Einmarsch in Deutschland
Das tiefe Deutschland ist gerade dafür bekannt, Rechte zu respektieren, oder Minderheiten, oder Bildung, oder das Duschen ... ich könnte weitermachen.

Gravatar: Alfred

Wird die Waffe nur im Haus aufbewahrt, so benötigt man keinen Waffenschein. Achtung, nur bei Notwehr einsetzen, sonst werden Schadensersatzforderungen möglich.
Mit Waffenschein werden sie aktenkundig. Siehe oben M. Hessel. Bei weiterem Links-Ruck könnte man mit Repressalien rechnen...

Gravatar: Werner

Ungeheuerlich, für einen Kinderrevolver braucht man in diesem Land einen Waffenschein. Hier sieht man wie unmündig die Bevölkerung von diesem Polit-Gesindel gehalten wird. Die Deutschen wurden total entwaffnet und wehrlos gemacht.

Gravatar: die Vernunft

Letztlich wird einem die Waffe nichts nützen, wenn fremdländische Horden in unsere Häuser eindringen. Doch auch die jetzigen Politiker schaffen sich mit ihrer Neubesiedlungspolitik selber ab, denn der diktatorische Kanzler der Bundesrepublik Recep Tayyip Erdoğan duldet keine SPD-grün Gestrige in seiner Regierung! Unter ihm wird die islamische Bundesrepublik wieder eine eigenständige Politik machen. Der Wohlstand dieses Landes aber stirbt mit dem deutschen Volk!

http://www.pi-news.net/2018/06/umvolkung-die-wahren-gruende/

https://www.focus.de/politik/videos/yeni-soez-macht-absurde-kampfansage-europa-in-drei-tagen-erobern-erdogan-nahe-zeitung-aeussert-bedrohliche-phantasie_id_7425863.html

https://philosophia-perennis.com/2017/03/15/tuerkische-exklaven-in-deutschland/

Gravatar: Thomas Waibel

Wenn der Staat den Bürger vor dem Kriminellen nicht schützen kann oder will, dann ist es das Recht oder sogar die Pflicht des Bürgers sich im Rahmen des Notwehrrechts selbst zu verteidigen.

Wenn die Grünen, etliche Reporter vom ARD und mehr als ein protestantischer Pastor meinen, das sei "Selbstjustiz", können sie ruhig tatenlos zusehen, wie "Flüchtlinge" ihre Töchter vergewaltigen und anschließend für die Täter Verständnis zeigen, weil diese arme Menschen "kriegstraumatisiert" sind, obwohl sie nie in einem Krieg waren.

Gravatar: Rita Kubier

Wen wundert es denn noch, dass sich immer mehr Bürger dieses Landes zu ihrer Sicherheit eine Waffe - und sei es eine noch so kleine und möglicherweise im Ernstfall der Selbstverteidigung völlig unwirksame Waffe - zulegen, bereits zugelegt haben oder zulegen wollen? Das ist doch ein eindeutiges Zeichen, dass sich die Menschen in unserem, ihrem eigenen, Land immer weniger sicherfühlen. Und warum DAS so ist, liegt unverkennbar auf der Hand. Denn immer mehr Menschen werden tagtäglich und überall Opfer von tätlichen Angriffen durch unsere so immens schützenswerten und schutzbedürftigen "Flüchtlinge", Migranten und anderweitig unkontrolliert und ohne Weiteres in Deutschland sich aufhalten dürfende Eingereiste.
Da können uns Politiker, Regierende und Medien erzählen und suggerieren, was sie wollen. Da können sie uns anhand von verfälschten und manipulierten Statistiken Glauben machen wollen, dass Deutschland noch nie so sicher gewesen sei, wie derzeit. Das ist eine bewusste Lüge! Die Realitäten sprechen eine andere Sprache. Denn wenn das nicht so wäre, hätten die Bürger ganz sicher nicht das Bedürfnis, sich mit "Waffen" sicherer fühlen zu wollen.

Gravatar: Britta

Und die Verbrecher haben die scharfen Waffen.
Oder auch Messer. Meistens haben sie hier, bei uns im
schönen Deutschland Messer.

Schreiben Sie einen Kommentar


(erforderlich)

Zum Anfang