Eine widerliche und dumme Aktion

Im Theater in Karlsruhe wurde Pipi-Pappe verteilt

Wir sollen tolerant sein gegenüber anderen sexuellen Orientierungen und insbesondere gegenüber der sogenannten LGBTI-Gemeinde. Wie das im konkreten Fall aussieht, konnten Theaterbesucher in Karlsruhe erfahren. An sie wurden Postkarten zur Aufklärung und Pipi-Pappe zum Ausprobieren verteilt.

Pipi-Pappe, Foto freie welt
Veröffentlicht: | Kategorien: Nachrichten, Nachrichten - Lebenswelt, Nachrichten - Politik, Startseite - Empfohlen | Schlagworte: asexuell, Demokratieleben!, LA VIE – Queeres Jugendzentrum in Karlsruhe, lesbisch, LGBTI-Gemeinde, Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familien, Frauen und Senioren in Baden-Württemberg, Theater, Pipi-Pape, schwul
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Auf einem der Kärtchen heißt es beispielsweise: »Hallo, ich bin Clara und ich bin lesbisch!« Warum teilt sie uns das mit? Weiter geht es im Text. Nachdem Clara derartig mit der Schlafzimmertür ins Haus gefallen ist, werden einige scheinheilige Fragen an sie gerichtet. Ein imaginärer Hallo-Clara-Partner fragt als erstes: »Wer ist der Mann und wer die Frau in der Beziehung?«

Diese Frage kriegt auch ein uns unbekannter Timo gestellt, der sich mit »Hallo, ich bin Timo und ich bin schwul!« vorgedrängelt hatte. Beide antworten mit derselben Gegenfrage: »Fragst du zwei Essstäbchen, welches die Gabel ist?«

Die Frage kann man getrost mit »Nein, natürlich nicht« beantworten, denn wer fragt schon zwei Essstäbchen und erwartet von denen eine Antwort? Dabei wird gleich die nächste Frage aufgeworfen: Für wie blöd halten die einen und wie blöd sind sie selber? Die Frage mag jetzt ebenso so plump, patzig und rotzig klingen, wie das Fragespielchen von Timo und die Clara. Doch sie lässt sich begründen.

Der Vergleich mit den Essstäbchen ist untauglich. Gefragt wurde nach einem Verhältnis zwischen Menschen, nicht nach einem Verhältnis zwischen Gegenständen, die sowieso kein vergleichbares Verhältnis zueinander haben können. Essstäbchen eignen sich außerdem nicht als Beispiel für Gleichheit. Essstäbchen sind nicht gleich. Es sieht nur auf den ersten Blick so aus. Essstäbchen werden unterschiedlich gebraucht, sie haben eine unterschiedliche Funktion: ein Stäbchen wird fest gehalten und eines ist beweglich. Eines der Stäbchen ist sozusagen das Standbein und das andere das Spielbein.

An Clara wird noch eine weitere Frage gerichtet. Eine Frage, die den allermeisten von uns – denn wir kennen Clara gar nicht und interessieren uns auch nicht für sie – genauso wenig auf den Nägeln wie die Frage nach ihren bevorzugten Esswerkzeugen. Clara hatte ja gesagt, dass sie lesbisch ist. Die nächste scheinheilige Frage lautet nun: »Woher weißt du das, wenn du noch nicht mit einem Mann geschlafen hast?«

Wieder hat Clara eine schnippische Gegenfrage auf Lager, die sie womöglich für geistreich hält. Sie kontert: »Woher weißt du, dass du hetero bist, wenn du noch nie mit jemandem deines Geschlechts geschlafen hast?«

Die passende Antwort könnte ihr Tom geben, der sich auf einer anderen Postkarte vorstellt: »Hallo, ich bin Tom und ich bin asexuell!« Auch Tom wird befragt: »Woher willst du wissen, dass du es nicht magst, wenn du es noch nicht ausprobiert hast?« Tom antwortet: »Ich muss doch auch nicht mit einem Kaktus geschlafen haben, um zu wissen, dass es stachelig ist.«

Warum können Clara und Tom ihre Probleme nicht unter sich ausmachen? Es passt doch zusammen. Sie stellen sich selber dumme Fragen und gegen dumme Antworten. Sie könnten genauso gut mit ihrer Aktion unter sich bleiben. Die Aktivisten müssten nur die Postkarten der jeweils anderen lesen: Clara die von Jonathan, der bisexuell ist oder die von Laura, die pansexuell ist oder die von Alex, der/die/das transsexuell ist.

Warum treten sie damit an die Öffentlichkeit? Auf den Postkarten heißt es zur Rechtfertigung:

»Da viele Menschen im Alltag selten mit dieser Thematik konfrontiert werden und die Repräsentationen in den Medien häufig nicht der Realität entspricht, möchten wir auf die Fragen, die uns persönlich am häufigsten gestellt werden, Antworten geben. Wir möchten damit zum Nachdenken anregen und ins Gespräch kommen.«

Es ist Heuchelei! Ein Gespräch ist gar nicht gewollt. Wer sollten denn die Gesprächspartner sein? Wenn es private Gespräche zwischen einzelnen über intime Fragen geht, was geht es alle anderen an? Warum macht man zu dem Thema Postkarten? Wie hoch ist die Auflage? Wen außer den beteiligten Partnern soll das interessieren?

Es interessiert niemanden. Eben das nehmen sie nicht hin, sie lassen einen nicht in Ruhe und behelligen Fremde mit ihren Geschmacklosigkeiten. Sie richten sich nicht danach, was einen Fremden interessieren könnte, sie beklagen, dass sie zu wenig mit der Thematik »konfrontiert« werden.

Ihre Aktion bestand darin, dass im Theater in Karlsruhe ahnungslose Besucher, die sich von einem Theaterbesuch ganz andere Anregungen erhofft hatten, mit diesen Karten bedrängt wurden. Die Aktivisten gingen mit ihnen auf Konfrontation. Sie beleidigten ihre Intelligenz, ihr Geschmacksempfinden und verletzten Schamgrenzen.

Es wurden Pipi-Pappen verteilt. Das sind faltbare Papprinnen (siehe Bild), die es Frauen ermöglicht im Stehen zu pinkeln, wenn sie keine hygienischen Standards haben und sich überzeugen lassen, dass nicht abwaschbare Pappe das geeignete Material ist, um diese spezielle Körperflüssigkeit abzuleiten.

Es ist widerlich und dumm. Und teuer. Bezahlt wird diese »Aktion der Jugendlichen des LA VIE – Queeres Jugendzentrum in Karlsruhe« von Demokratieleben! Und dem Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familien, Frauen und Senioren in Baden-Württemberg.

So lag das besondere Vergnügen der Theaterbesucher von Karlsruhe in einem besonders großen Missvergnügen: Sie mussten sich konfrontieren lassen, von einer Aktion, die grottendumm und ekelhaft war, aber mit der Autorität staatlicher Förderung auftreten konnte. Die Besucher mussten sich nicht nur den Theaterabend verderben lassen, sie mussten auch hinnehmen, dass sie über Steuergelder selber dafür bezahlt hatten.

Die Ekel-Initiative kommt schließlich von der Regierung, die sie gewählt haben. Die Politiker haben offen gesagt, was sie wollen: Sie wollten gegen Homophobie und Transphobie kämpfen. Dieser Kampf besteht genau aus solche Aktionen.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Hannes

Da hat einer der Entscheider nen Kumpel,...

Der Kumpel hat ne Druckerei und die braucht Aufträge...

Jetzt bedruckt der Kumpel hald Postkarten und Urinierhilfen.

Gravatar: Barbara

Meine fast 100jährige Freundin sagte mir vor Jahren: Was willst Du denn von Menschen erwarten, die nicht mal selbst wissen, ob sie Männlein oder Weiblein sind!
Ich habe einige homosexuelle Kollegen/Kolleginnen in der Vergangenheit gehabt und ich konnte bis auf eine Ausnahme gut mit ihnen zusammen arbeiten. Doch diese immer zur Schau gestellte Tundigkeit geht den Meisten auf die Nerven. Wir Heteros rennen doch auch nicht tagtäglich durch die Stadt und erklären jedem, dass wir "normal" lieben. Ja, normal, dafür sollte man mal unsere Fortpflanzungsorgane genauer betrachten oder stimmt es nicht, dass dort alles so gestaltet ist, dass da zusammenpaßt was zusammenpassen soll.

Gravatar: Knjas

Auswüchse einer als Demokratie verkleideten Diktatur von Minderheiten.
Parallelen zum Kommunismus sind nicht rein zufällig. Auch deren Protagonisten waren mehrheitlich kranke Hirne.

Gravatar: D.Eppendorfer

In Karlsruhe residiert doch auch das allerheiligste Bundesverfassungsgericht, das immer häufiger mit Absurdistanurteilen brilliert.

Pippipappe ist da nur ein mentaler Kollateralschaden.

Gretchenfrage: Warum sollten einfache Knalltüten klüger sein als seine höchsten Justiz-Repräsentanten?

Gravatar: karlheinz gampe

Das Krankhafte greift in der Politik unter roter CDU SED Merkelägide und unter den sogenannten roten Kulturschaffenden in Medien und Gesellschaft immer weiter um sich. Weg mit roter CDU und ihrer roten SPD Bündnispartei, die welche das Volk verraten.

Gravatar: Matthias Rahrbach

Pipi-Pappen? Wieder einmal ein Beispiel dafür, dass das ganze Thema nur noch eine einzige Realsatire ist.

Diesbezüglich habe ich hier

www.verlag-natur-und-gesellschaft.de

noch mehr auf Lager. Kann man kaum noch glauben alles.

Gravatar: Ede Wachsam

Nun ich würde zu Timo sagen, was ist schon meine Meinung dazu wert? Hier können Sie die Meinung des Schöpfers, also Ihrem und Meinem dazu lesen. Dieser Meinung schließe ich mich an, denn wer bin ich, dass ich Gott widerspreche sollte?

3.Mose 18,22
3.Mose 20,13

Ja und zu Clara und Timo sage ich das Gleiche, denn im NT redet Gott auch zu beiden, was Er davon hält.

Römer 1, 25-28

Na ja und die Pipirinne ist einfach nur geschmacklos und keines Kommentares wert.

Gravatar: Armin Helm

Bei mir erreichen sie damit das krasse Gegenteil. Ich fühle mich von diesen überflüssigen und unmaßgeblichen Minderheiten nur belästigt. "Toleranz" zu erzwingen ist zudem immer eine Vergewaltigung. Und außerdem haben wir es bei dem Kampf gegen die natürliche Ablehnung des Widernatürlichen nicht mit einer psychischen Erkrankung, einer Angststörung zu tun. Diese Phobie-Vorwürfe alleine sind Grund genug jede dieser Aktionen, die schließlich nur das Ziel der Familienzerstörung haben, restlos wegen ihrer Verdorbenheit zu verwerfen. Deshalb: Von allem, was die psychotische "LGBTI"-Gemeinde will, immer das Gegenteil ins Werk setzen.

Gravatar: FrankT

Diese fehlgeleiteten Kranken sollten mal darüber nachdenken, falls die das können, wie sie wohl entstanden sind. Das ist NORMAL! Alles andere gibt es leider auch, sollte aber nie als selbstverständlich und normal betrachtet werden.

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