Sollten die Berichte stimmen, dass geht es beim NDR zu wie beim ND - dem 'Neuen Deutschland', dem Presseorgan der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands, vorgestern kurz SED, gestern PDS, heute Die Linke.
Wie ein interner Bericht zeigt, haben sich mehrere Mitarbeiter des Norddeutschen Rundfunks, NDR, beschwert, dass ihre Texte politisch frisiert worden sind. Insgesamt neun Journalisten wandten sich in den vergangenen zwei Jahren an den Redaktionsausschuss des NDR.
Die Vorwürfe: Die »Berichterstattung werde teilweise verhindert und kritische Informationen heruntergespielt« – »Autoren würden abgezogen«, falls ihre Arbeit nicht genehm war. – »Beiträge in den Abnahmen massiv verändert.« Die Redakteure hatten den Eindruck, es gäbe einen »politischen Filter«, Führungskräfte agierten wie »Pressesprecher der Ministerien«, kritische Themen würde als irrelevant gestrichen.
Angesprochen auf die Vorwürfe, die dem Auftrag des Senders fundamental widersprechen, behauptete der Sender zunächst, der Vorgang sei bekannt, aber aus Sicht des Redaktionsausschusses »aufgearbeitet und abgeschlossen«. Die kritischen Schilderungen hätten sich als »nicht zutreffend erwiesen« erwiesen.
Falsch, wie sich auf Nachfrage herausstellt. Sofort ruderte der NDR zurück und ließ über eine Sprecherin plötzlich erklären: »In der Tat haben wir Anlass zur Korrektur unserer Antworten, was ich sehr bedauere«. Es gäbe keinen Konsens in der ›Causa Grote‹.
Causa Grote? - Im April 2020 war der Ex-Innenminister Hans-Joachim Grote, CDU, plötzlich von seinem Amt zurückgetreten. Angeblich hatte er in einem Gespräch mit dem damaligen und heutigen Ministerpräsident Ministerpräsident Daniel Günther, mehrfach gelogen. Es ging um mögliche Kontakte Grotes in die Halbwelt. Bis heute steht Grotes Wort gegen das von Ministerpräsident Günther.
Ein interessanter Falls, dachte sich ein Journalist beim NDR! Doch sein Beitrag wurde nach allen Regeln der Zensur frisiert. So verschwanden sämtliche Vorwürfe Grotes gegen Ministerpräsident Günther, CDU, der Shooting-Star der Union, der, wegen seiner politischen Nähe zu den Grünen, als Merkel-Nachfolger gehandelt wird.
Als der Redakteur ein weitere Interview mit Grote führen will, verweigert die Redaktion des NDR die Zustimmung mit dem Hinweis, es gäbe keine Belege für einen Verdacht gegen Ministerpräsident Günther und neue Erkenntnisse wären durch das Interview auch nicht zu erwarten. Eine interessante Aussage zu einem Interview, das nicht noch stattfand. Hier soll wohl eher das Interview verhindert werden.
Jetzt wendet sich der Redakteur an den Redaktionsausschuss – der seine Vorwürfe bestätigt. »Das Interview mit Herrn Grote hätte geführt werden müssen«, betont der Ausschuss. Die von den Verantwortlichen für die Zensur »angeführten Gründe für eine Absage überzeugen nicht.« Ein Backpfeife, die sich gewaschen hat.
Wie sich zeigt, hat der Redaktionsausschuss ein Wespennest gestochen. Weitere Fälle mit Vorwürfen einer politischen Einflussnahme kommen ans Licht. Die Mitarbeiter »berichten uns«, so der Ausschuss, »dass sie den Eindruck hätten, es gäbe einen Filter in der Redaktion. Berichterstattung werde teilweise verhindert und kritische Informationen heruntergespielt. Autoren würden abgezogen und Beiträge in den Abnahmen massiv verändert.« – Ein Sturzbach von Vorwürfen, wie sie ein radikaler Kritiker der Zwangssender nicht besser sagen könnte.
Der Intendant des Joachim Knuth tut nun so, als haben er und sein Sender mit den Machenschaften von RBB-Schlesinger nichts zu tun. Der NDR sei sauber. Und das stimmt auch: Fette Bonis und Vetternwirtschaft wie beim RBB hat es, zumindest nach bisherigem Stand, nicht gegeben.
Die Frage ist nur: Ist eine politische Einflussnahme im Interesse des Ministerpräsidenten, also auch der Regierung nicht im Grunde ein Vergehen, das viel schwerer wiegt, als die Massagesessel der Patricia von Boni und Clan? Und die Antwort sollte eindeutig sein: Ja! Zensur und politische Einflussnahme sind weitaus schlimmer.



Kommentare zum Artikel
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... „Die Frage ist nur: Ist eine politische Einflussnahme im Interesse des Ministerpräsidenten, also auch der Regierung nicht im Grunde ein Vergehen, das viel schwerer wiegt, als die Massagesessel der Patricia von Boni und Clan? Und die Antwort sollte eindeutig sein: Ja! Zensur und politische Einflussnahme sind weitaus schlimmer.“
Ja mei: „Generell lässt sich sagen, dass die italienische Mafia in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Nordrhein-Westfalen ihre wichtigsten Stützpunkte hat.“
https://www.sueddeutsche.de/panorama/mafia-deutschland-ndrangheta-1.4241056
Wobei das Kanzleramt, der Bundestag und die Regierungen der Länder samt iher Parlamante nur praktische Außenstellen - und die ÖR deren wichtige Werkzeuge sind???
Wer sich nicht nur über das Regierungsfernsehen informiert, der stellt sofort fest und zwar bei fast jeder Sendung, wie da gelogen und verbogen wird.
Bei mir war das Resultat, daß ich mir diesen Schleim nichtmehr anschaue.
Aber was will man erwarten in diesem Land, wo Schöndenkerei zur Staatsdoktrin erhoben wurde.
"Wide wide witt, ich mach mir meine Welt, so wie sie mir gefällt..."
Trellerte da eine ziemlich unbegabte Dame sogar am Rednerpult im Bundestag..
Da fehlt doch noch etwas, nämlich der M D R. Wie es politisch dort zugeht sollte man doch bitteschön auch veröffentlichen. Frau Wille, die große Herrscherin, verfügt neben ihrem Luxusbüro über einen Ruheraum und ein Luxusbadezimmer, alles vom Feinsten (allerdings von ihrem Vorgänger übernommen, der es vorzog sich später zu erschiessen).
Und dann noch über ein Luxusgehalt, was mancher nicht mal träumen kann.
Nur der NDR?
Das ist doch so bei allen Sendern!
Genau wie bei den Printmedien.......
Unter freiem Journalismus versteht man Berichterstattung und nicht Meinungsäußerung und der gute Journalist zeichnet sich dabei aus, wenn er bis ins Detail recherchiert um einen Sachverhalt in allen Einzelheiten offenzulegen, damit sich der Leser über den Vorgang ein Urteil bilden kann, auch mit Korrekturen, wenn erforderlich.
Werden also die Medien zum Erfüllungsgehilfen der Politik oder des Kapitals, meinetwegen auch anderer Gruppen, dann haben sie nach allgemeinem Verständnis ihren Auftrag verfehlt, denn Unterhaltung ist das eine, aber die detaillierte Aufarbeitung der Vorgänge sind weit schwieriger und das allerschlimmste ist noch die Tatsache, wenn sie sich aus der Konservendose bedienen.
Dann kommt etwas raus, was im Prinzip kein Mensch will und einen widerwärtigen Einheitsbrei darstellt, indem die Berichterstattung in allen Zeitungen im Wortlaut nahezu gleich gestellt ist und keine Einzelrecherche mehr darstellt, sondern ein Massenfraß ist, der auf den Unwillen oder die Unfähigkeit der einzelnen Redaktionsstuben hinweist.
Wenn man viel unterwegs war und dann die Zeitungen in den einzelnen Hotels morgens und abends gelesen hat, im In -und Ausland, manchmal sogar an einem Tag, dann überkam einen doch früher schon das Grausen und nur wenige Blätter können den Anspruch erheben, eigenständige Redaktionen zu haben, wo man umfassend informiert wird und auch eine eigene Handschrift noch erkennbar ist, das sind aber leider nur noch wenige und entspricht dem linken Zeitgeist, der ja nur kanalisieren will.
Die verfahren doch alle nach dem Motto, mal sehen was Reuters & Co. berichten und das übernehmen sie eins zu eins und gerade in problematischen Fällen wäre es dringend notwendig eigene Forschungen zu betreiben, denn es kann doch unmöglich sein, daß jeder gleich denkt und dabei spielt auch die Zugehörigkeit keine Rolle, es sei denn, sie werden gezwungen eine Linie einzuhalten, wobei man dann jedem nur empfehlen kann sich sofort zu verabschieden, weil diese Seelenpein doch kein normaler Mensch aushalten kann und nur der Schwache und Wankelmütige bleibt, wie überall, wenn es um Entscheidungen geht und man sich dabei verbiegen muß, was einer inneren Lebensauffassung widerspricht, die einer Gerechter oder Rebell im freien Sinne nicht so ohne weiteres hinnimmt.