UKIP-Partei innerlich gespalten

Großbritannien: Nigel Farage verlässt UKIP

Nigel Farage, der »Vater des Brexit«, verlässt seine Partei. UKIP ist zurzeit innerlich gespalten und zerstritten. Grund ist eine Änderung der Themenausrichtung. Viele neue Mitglieder wollen das Thema Islam und Migration stärker auf der Agenda sehen.

Foto: Gage Skidmore / Flickr / CC BY-SA 2.0
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Nigel Farage gilt vielen Briten als »Vater des Brexit«. Er hatte die UKIP-Partei groß gemacht und die Stimmung im Lande zugunsten des Brexit gekippt. Seitdem der Brexit per Referendum beschlossene Sache ist, fiel die UKIP-Partei wieder in der Wählergunst. Auch der Rückzug von Farage aus der führenden Parteiposition trug dazu bei.

Andere Themen sind nun in den Vordergrund gerückt, besonders seitdem Gerard Batten Kopf der Partei geworden ist. Die zunehmende Immigration und Islamisierung des Landes sorgt viele Bürger. Kürzlich ist der bekannte englische Aktivist Tommy Robinson Mitglied der Partei geworden. Der populäre Streiter hat viele Sympathien gewonnen, doch die Richtung der Partei geändert. Unter Farage war die Partei hauptsächlich wirtschafts-liberal. Das einzige, was die Partei im Gegensatz zu den anderen »revolutionär« machte, war der leidenschaftliche Einsatz für den Brexit.

Farage hat nun für sich die Konsequenzen gezogen und ist aus der Partei ausgetreten [siehe Bericht »BBC«]. Das ist für die Partei insofern zu verkraften, weil sich Farage sowieso aus der Tagespolitik zurückgezogen hatte. Doch sollte es mit dem Brexit doch noch einmal brenzlig werden, wird Farage wohl wieder gebraucht werden.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Marc Hofmann

Farage kann sich doch jetzt beruhigt aus der Politik zurückziehen...warum....ganz einfach!

Es liegt daran, das UKIP das Thema Immigratione und Islamisierung zum Thema macht...und genau deswegen ist man doch aus der EU ausgetreten....England will wieder die Hoheit über seine Grenze zurück...der Brexit ist der Ausdruck der Engländer ihre Selbstständigkeit und Eigenverantwortung wieder in die eigene Hände zu bekommen. Migration und Islam...das ist dann das erste was man "bekämpfen" ...eindämmen muss. Und das kann man aber erst nach dem Brexit angehen...wenn man wieder eigener Herr im Haus = England = Politik ist und nicht mehr von der EU vorgeschrieben bekommt was man zu tun und zu lassen hat.

Gravatar: H.M.

Der Kampf für den Brexit war hart, ich gönne ihm die Ruhe.

Mögen nun andere kommen und dafür sorgen, dass England englisch bleibt und nicht völlig islamisch oder multikulturell wird.

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