Beim Thema »Ehe für alle« hat Google eindeutig Stellung bezogen

Google – Neutrale Suchmaschine? Von wegen!

Wenn schon die Presse wie eine Meinungsmaschine die Bürger niederwalzt, dann sollte doch wenigstens die Suchmaschine im Internet neutral sein. Denkste! Google ergreift Partei. Immer und immer wieder.

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Propaganda ist allumfassend. Das wissen auch die Mächtigen aus der Internet- und Entertainment-Industrie, die sich kürzlich im Sun Valley im US-Bundesstaat Idaho getroffen haben. Seitdem zieht YouTube beispielsweise die Zensur an.


YouTube gehört wie Google zum Mutterkonzern Alphabet. Dass Google als Suchmaschine alles andere als neutral ist, beweist sie immer wieder. Bestimmte Suchergebnisse werden nach unten, andere nach oben verschoben, wiederum andere verschwinden im Nirwana. Das hängt nicht nur an den programmierten Suchalgorithmen.


Wer heutigentags zum Thema »Ehe für alle« nach Einträgen sucht, wird zunächst mit unkritischen oder positiven Meldungen konfrontiert. Kritik muss man suchen. Oder man muss das Wort »Kritik« mit in die Suchzeile eingeben.


Nicht nur das. Das regenbogenfarbene Symbol an der Seite demonstriert kristallklar: Google hat sich positioniert. Gut zu wissen. Da weiß man, woran man ist.


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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Candide

Google ist ein Geschäftsmodell. Mit entsprechenden finanziellen Mitteln kann man durchaus beeinflussen, was wo auftaucht. Da die interessierten Kreise Geld wie Heu haben, um ihre Allmachtsphantasien auszuleben, nutzen sie natürlich jedes Instrument um zu manipulieren, desinformieren und zu spalten.
Noch schlimmer ist youtube: die Video-Botschaften gehen ungefiltert durchs Auge ins Hirn. Natürlich ist es einfacher, die Kamera draufzuhalten und dann den Film ins Netz zu stellen. Manch einer, und manche Vereinigungen haben dafür ein Experten-Team, macht sich aber doch die Mühe die Filmaufnahmen vor der Veröffentlichung zu bearbeiten. "Ein Bild sagt mehr als tausend Worte" heißt es, aber was uns mittlerweile optisch serviert wird, sollte man mit Vorsicht genießen.

Gravatar: Stephan Achner

Suchmaschinen im Internet sind nie neutral, weil Suchmaschinen (auch) gegründet wurden, um Meinungen zu manipulieren, ohne dass man dies gleich erkennen kann. Jede Suchmaschine betreibt ihre eigene Meinungsmanipulation und Google war und ist immer ganz vorne dabei.

Und YouTube macht das ganz genauso. Man muss nur mal in Youtube beispielsweise "Donald Trump" eingeben. Dann erscheinen zuerst reihenweise Beiträge von MSNBC und von CNN, also alles Fernsehsender, die von Anfang an Trump erbittert bekämpft haben und es auch weiter tun, obwohl diesen Sendern die Zuschauer in den USA in Scharen weglaufen. Daran erkennt man, dass diese Sender kein Interesse daran haben, möglichst viele Zuschauer zu erreichen, sondern sich selbst als politische Opposition gegen die Trump-Administration verstehen, auch wenn sie dabei erheblichen wirtschaftlichen Schaden nehmen. Offensichtlich haben die Strippenzieher im Hintergrund - noch - genug Geld, um diese wirtschaftlichen Verluste auszugleichen.

Gravatar: kassandro

Insgesamt muss man Google attestieren, dass es deutlich weniger lückenhaft als unsere Lückenpresse ist. Wenn man nach "Ehe für alle freie Welt" sucht, wird eine ganze Menge angezeigt, was Gutmenschen nicht gefällt. Da muss der Kleine Heiko noch daran arbeiten, dass so etwas in Zukunft nicht mehr passiert. Bei der Ehe für alle ist es eben so, dass die Befürworter mit den Main Stream Medien eine Menge Zeugs produzieren, das ein vernüftiger Algorithmus wegen der vielen Zitate und Klicks nach vorne schieben muss. Die Reichweite der Freien Welt kann da einfach (noch) nicht mithalten.

Gravatar: ThyceomX

Aus diesem Grund benutze ich seit ca. 2 Jahren die Suchmaschine "DucDucGo", die meine Privatsphäre achtet und mich nicht mit so einem Mist zu indoktrinieren versucht.

Gravatar: Monte Verita

Probiert es mal mit der grössten Suchmaschine der Welt
yandex.com

Gravatar: Dirk S

Zitat:"Das wissen auch die Mächtigen aus der Internet- und Entertainment-Industrie, die sich kürzlich im Sun Valley im US-Bundesstaat Idaho getroffen haben."

Na ja, angeblich, nach den neuesten Verschwörungstheorien, soll Mark Zuckerberg seine Präsidentschaftskandidatur in 3 Jahren vorbereiten. Gut möglich, dass er dazu seine Kumpel um Hilfe anhaut. Er ist schließlich ein absoluter Netzwerker. Und das nötige Kleingeld für den Wahlkampf hätter er auch (und die Möglichkeit, den Facebook-Wahlkampf zu kontrollieren).

Zitat:"Seitdem zieht YouTube beispielsweise die Zensur an."

Zufall oder Absicht? Ich fürchte, dass wird von uns keiner beantworten können. Komisch wäre der Zufall allerdings schon...

Zitat:"Dass Google als Suchmaschine alles andere als neutral ist, beweist sie immer wieder."

Das kann man so nicht sagen. Googles Problem ist, ganz platt gesagt, dass irgendwann der Rankingalgorithmus im Prinzip bekannt ist und dann die Seiten mit entweder viel Geld oder vielen Helfern (oder beides) so angepasst werden, dass sie weit oben in der Trefferliste erscheinen. Dass muss nicht auf Google zurückgehen, dass kann durch gezielte Ausnutzung des Algorithmus geschehen. Das war schon vor vielen Jahren ein Problem. Das nennt sich seit dem SEO und ist ein Millionenmarkt.

Zitat:"Bestimmte Suchergebnisse werden nach unten, andere nach oben verschoben, wiederum andere verschwinden im Nirwana."

Das passiert immer, wenn Google seinen Algorithmus ändert.

Zitat:"Das hängt nicht nur an den programmierten Suchalgorithmen."

Ähm, das ist schwer zu beweisen. Alle paar Jahre, wenn durch Try-and-Error der Rankingalgorithmus von Google geknackt wurde, gibt es diesen Effekt. Google steuert dagegen, indem sie öfters mal den Algorithmus ändern, sie würden sagen "verbessern". Das hat zuletzt recht lange geklappt, da hatte Google einen Vorsprung. Der könnte jetzt aufgebraucht sein und Google quasi "gehackt" worden sein.

Zitat:"Wer heutigentags zum Thema »Ehe für alle« nach Einträgen sucht, wird zunächst mit unkritischen oder positiven Meldungen konfrontiert."

Na ja, wenn man sich die Ergebnisse so ansieht, dann sind da zuerst einmal die zu erwartenden Verdächtigen zu sehen, also die Presse, die Parteien und Wikipedia. Die werden eben vom Algorithmus als relevanter eingestuft, als viele Kritikerseiten. Also Leute, ordentlich SEO und Manpower einbringen und schon wird die Trefferliste ganz anders aussehen.

Zitat:"Kritik muss man suchen. Oder man muss das Wort »Kritik« mit in die Suchzeile eingeben."

Was ja nun nicht so das Hindernis ist, wenn man Kritik daran sucht...

Zitat:"Das regenbogenfarbene Symbol an der Seite demonstriert kristallklar: Google hat sich positioniert."

Das finde ich allerdings auch irritierend. Wobei diese Grafik bei vielen Suchbegriffen betreffend Homosexualität erscheint. Scheinbar ist das der Grund: http://www.blu.fm/aktuell/google-ehrt-den-erfinder-der-regenbogenfahne/ .
Wäre praktisch, wenn Google da so was wie "in Erinnerung an Gilbert Baker" einbauen würde, damit man das als Nichtkenner der Szene leichter zuordnen kann.

Zitat:"Gut zu wissen. Da weiß man, woran man ist."

Na ja, auch wenn Google sich von "Don't be evil" inzwischen weiter entfernt hat als die Mondumlaufbahn und es mehr als genug Kritikpunkte an Google gibt, so hätte man doch einiges in dem Artikel mit ein paar Suchanfragen (bei Google :-) ) leicht herausfinden können. Mit dem Suchbegriff "google regenbogenfahne" hätte man z.B. für den letzten Abschnitt die Erklärung und einen niedrigeren Blutdruck gehabt.

Blutdrucksenkende Grüße,

Dirk S

Gravatar: josh

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