Staatlich geförderte Denunziation

Gender-Projekt erhält eine Million Euro fürs Anschwärzen

Universitäten stehen für freie Forschung und Lehre. Für viele Studenten und einer Zahl von Professoren muss dieser hehre Anspruch wie blanker Hohn klingen. Denn nur wer sich stromlinienförmig in den Linksdrift der politischen Macht einpaßt, kann auf ein ruhiges Leben hoffen. Alle anderen müssen mit Übergriffen rechnen. Statt ein mahnendes Wort zu sprechen, gießt die Bundesregierung mit ihrer tendenziösen Förderpolitik auch noch Öl ins Feuer.

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Die Bundesregierung hat sich entschieden, an ein Gender-Projekt der Universität Marburg Fördermittel in Höhe von knapp einer Million auszuschütten. Schon die Eckdaten des Forschungsvorhabens lassen nichts Gutes ahnen. Das dezidiert feministische Projekt mit dem für diese Kreisen typisch sperrigen Titel »KRisE der GeschlechterVERhältnisSE? Anti-Feminismus als Krisenphänomen mit gesellschaftsspaltendem Potenzial« (abgekürzt REVERSE) will sich nämlich gerade nicht dem eigenen Forschungsfeld widmen wie in den meisten anderen akademischen Disziplinen üblich, sondern sich ausschließlich mit der Kritik an den Gender Studies beschäftigen. Geleitet wird das Projekt von der Gender-Professorin Annette Henninger, die nebenbei als »Vertrauensdozentin« der ultralinken Hans-Böckler-Stiftung und Rosa-Luxemburg-Stiftung fungiert, kurz, eine Vorzeige-Feministin, die sich ihr halbes Leben lang mit nichts anderem als Frauenpolitik beschäftigt hat.


Ihre theoretischen Kampffelder vermuten die rotlackierten Feministinnen dann auch überall dort, wo sie normalerweise geistig wie physisch nicht vertreten sind: Im bürgerlichen Milieu, bei den Gegnern der queeren Sexkunde und der Ehe für alle, bei Müttern, bei unbestechlichen Naturwissenschaftlern. Es geht um Personen. Anders ausgedrückt: es geht den am Projekt beteiligten Gender-Feministinnen nicht um die Beschäftigung und anschließender Entschärfung sachbezogener Kritik und verwandter Argumentationen, sondern um diejenigen, die dies formulieren. Es geht um das Persönliche. Es geht nicht darum, was gesagt wird, sondern wer es sagt. Es geht nicht darum, wie valide ein Argument ist, sondern darum, aus welcher Richtung es kommt. Es geht darum, so lange mit Schmutz um sich werfen, bis der beschmutzte Gegner aufgibt. Ein oft erbrobtes, erfolgversprechendes Mittel der Gender-»Forscherinnen«, um ihre mit C-Professuren, Drittmitteln und Jobgarantie besetzten Pfründe gegen entlarvende Kritik zu immunisieren.


In einer kleinen Anfrage der AfD-Fraktion schwingt diese Befürchtung mit. Es ist bei dem Projekt der »Unwille erkennbar, sich mit der Kritik an der Genderforschung inhaltlich auseinanderzusetzen«. Das ließ bereits die Vorstellung des Projekts durch die Autorin Marion Näser-Lather erkennen. Statt gegnerische Argumente sachlich zu entschärfen, bringt Läser-Nather die Persönlichkeiten der Gender-Kritiker, unter anderen die Soziologin Heike Diefenbach und den Biologen Ulrich Kutschera, in die Schusslinie, die Läser-Nather über deren Verbindung zu rechtskonservativen Medien zu diskreditieren sucht, allein weil deren »politische Ausrichtung der Autorin nicht genehm sind«. Projekte, die auf der offenen Diffamierung akademischer Kollegen und deren Forschungsfelder beruhen, bedrohen den für wissenschaftliche Erkenntnisse notwendigen freien Austausch von Meinungen, sie beeinträchtigen das universitäre Diskurs-Klima und behindern damit den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Warum ist ein solches anti-wissenschaftliches Projekt der Bundesregierung ganze 975.000 Euro wert?


Die Antwort der Bundesregierung ist freilich so ausweichend wie nichtssagend. Man gibt sich ahnungslos. Nach Ansicht des Regierung leiste das Projekt einen Beitrag zu der vom Bildungsministerium ausgeschriebenen Forschungsbekanntmachung »Zusammenhalt stärken in Zeiten von Krisen und Umbrüchen«. Und überhaupt, Feminismus interessiere in diesem Zusammenhang nicht so sehr, weil es kein Rechtsbegriff sei und für die Regierung daher keiner Definition bedarf. Mangelnde Praxisnähe, ein nicht erkennbarer Nutzen der Forschung für die Gesamtheit der Wissenschaft und stoische Ignoranz, wenn nicht gar ein Rückfall hinter vielfach belegten Erkenntnissen besonders aus den Naturwissenschaften, kurz eine mit irrwitzigen öffentlichen Mitteln geförderte, zudem mit Beißreflexen behaftete »Wissenschaft«, die nichts als heiße Luft produziert, sind für die Regierung keine Argumente. Gender-Studies genießen Narrenfreiheit in unserem Land.


Gastbeitrag der Initiative Familien-Schutz


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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: karlheinz gampe

Das ist gar keine Wissenschaft, denn der Genderwahn ist ein widernatürliches Kunstprodukt. Es dient nur dazu im Sinne eines rotgrünen Fischers die Gelder der Steuerzahler zu verschwenden, so wie einst der rotgrüne Fischer forderte. So hat die rotschwarze CDU Von der Leyen 4 Fregatten für 3 Mrd gekauft. Sie hat aber gar keine Besatzungen für die Schiffe . So daß die Schiffe vielleicht in 10 Jahren zum Einsatz kommen könnten und solange irgendwo dahin dümpeln. Unsere Politiker sind Irre und Kriminelle wie die Beispiele zeigen !


Fischer Zitat:
«Deutschland ist ein Problem, weil die Deutschen fleißiger, disziplinierter und begabter als der Rest Europas (und der Welt) sind. Das wird immer wieder zu "Ungleich­gewichten" führen. Dem kann aber gegen­gesteuert werden, indem so viel Geld wie nur möglich aus Deutschland heraus­geleitet wird. Es ist vollkommen egal wofür, es kann auch radikal verschwendet werden - Hauptsache, die Deutschen haben es nicht. Schon ist die Welt gerettet.» -

Gravatar: Rita Kubier

So funktionieren Sozialismus und Kommunismus. Stalinismus, Bolschewismus und Maoismus waren dafür beispielgebend. Alles kommunistische Diktaturen, die Millionen von (unschuldigen) Menschenleben gefordert haben. Diesen Zeiten gehen wir in Deutschland - Dank Merkel & Co - mit großen Schritten wieder entgegen.

Gravatar: Erdö Rablok

Alle Gendereien abschaffen. Genderist*Innen aus dem Staatsdienst entfernen, ohne Rentenanwartschaften und Sozialversicherungen.
Alle Titel auf diesem Gebiet entziehen.

Gravatar: Matthias Rahrbach

"Statt gegnerische Argumente sachlich zu entschärfen, bringt Läser-Nather die Persönlichkeiten der Gender-Kritiker, unter anderen die Soziologin Heike Diefenbach und den Biologen Ulrich Kutschera, in die Schusslinie, die Läser-Nather über deren Verbindung zu rechtskonservativen Medien zu diskreditieren sucht, allein weil deren »politische Ausrichtung der Autorin nicht genehm sind«."

Gegnerische Argumente können die Gendersens gar nicht entschärfen. Auf der sachlichen Ebene sind die genauso bankrott wie jemand, der behauptet, die Erde sei eine Scheibe.

Würde sich so einer einer sachlichen Diskussion stellen mit Menschen, die ihm handfeste Beweise dafür vorlegen, dass die Erde (zumindest näherungsweise) eine Kugel ist, würde er sich bis aufs Hemd blamieren, angesichts von z.B. Filmaufnahmen aus dem Weltall.

Also bleibt so einem "Flat Earth Society"-Menschen nur, seine Kritiker daran zu hindern, sich überhaupt dazu zu äußern. Haben sich bereits welche dazu geäußert, muss er sie diskreditieren, z.B. einfach behaupten, es seien "Nazis", "Rechtsextreme", "Menschenfeinde" usw.

Bei den Gendersens kann man sowas schon länger beobachten, generell bei Feministinnen. Wenn die kritisiert werden, dämonisieren sie teils regelrecht ihre Kritiker.

Die Medien machen dabei volles Rohr mit: Im Öffentlich-rechtlichen Fernsehen kommt Genderpropaganda, genau wie im "Bildungs"-System, und genderkritische Biologen werden auf Facebook zensiert oder dürfen z.B. auf GMX oder Mail.de ihr genderkritisches Buch nicht bewerben - so erging z.B. mir selbst:

www.verlag-natur-und-gesellschaft.de

Eine Verbindung von Genderkritikern zu "rechtskonservativen" Medien? Was will ein Genderkritiker denn machen, wenn er überall sonst, ja selbst im Bildungssystem, das Wort abgeschnitten kriegt bzw. erst gar nicht willkommen ist?

Gravatar: Heinz Becker

" Fördermittel in Höhe von knapp einer Million "

Wow, die "Dame" ist jetzt aber gaaaaaanz wichtig. Seit die Universitäten sich nur noch über "Drittmittel" definieren, ist der Niedergang der Universitäten doch nicht mehr zu stoppen. 1 Million Euro für Kasperle-Forschung. Ach, was hätte man mit dem Geld viel an Sinnvollem tun können.

Offenbar ist es eine Naturgesetzmäßigkeit, dass Hochkulturen von innen heraus durch nichtsnützige Schmarotzer zerstört werden. Und diese Schmarotzer kommen damit auch noch durch - traurig!

Gravatar: Gerd Müller

Ich glaube, wir Ossis sollten wieder eine Mauer um uns bauen, damit wir diese Scheiße nicht weiter mitmachen müssen...

Für diese Gangster sind wir 1989 nicht auf die Straße gegangen, sondern weil wir das was diese ehrlosen Vaterlandsverräter heute wieder einführen, loswerden wollten !!!

Gravatar: Richard Schütte

"Schmeisst den Jungficker raus"

Das war die Begrüssung einer jungen Mama mit ihrem (männlichen) Säugling auf einem Lesbenseminar im Berlin-Kreuzberg der späten 70'er Jahre. Die "Professorin" scheint ihre Lektion immerhin auswendig gelernt zu haben.

Gravatar: germanix

Wen wundert es? DDR 2.0
Unsere Aufgabe wird sein, den jüngeren Wählern zu erklären, wie es in der DDR war und warum sich die DDR in der BRD durchsetzt und warum das unser Niedergang sein wird!
In der DDR wurde "gewählt" - mit 98% die DDR-Diktatur - in der BRD werden mit 87% die Altparteien gewählt - so weit sind wir schon!

"Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten" - nur die Mauer des Schweigens und die Mauer des Netzwerkdurchsetzungsgesetzes ist schon errichtet worden - dank Merkel!

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