Einerseits Bürgerdebatte, andererseits Spezialkräfte mit Sturmgewehren?

Gelbwesten-Proteste: Die gespaltene Zunge des Emmanuel Macron

In seiner Rundfunkansprache gab sich Macron versöhnlich und schlug eine offene Bürgerdebatte vor, bei der die Bürger Vorschläge an die Regierung einreichen können. Andererseits ließ er gegen die Gelbwesten Spezialkräfte mit Sturmgewehren und scharfer Munition aufmarschieren.

Quelle: en.kremlin.ru
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Zuckerbrot und Peitsche? Oder gespaltene Zunge? Oder überzogene Reaktion einer Regierung, die dabei ist, die Kontrolle zu verlieren?

Emmanuel Macron hat im Fernsehen eine offene Bürgerdebatte angeregt. Die gesamte Gesellschaft solle daran beteiligt werden. Die Bürger sollen zudem die Möglichkeit erhalten, Anregungen, Kritik und Vorschläge bei der Regierung einzureichen [siehe Bericht »Merkur«]. Ein Beschwichtigungsmasche?

Andererseits lässt Macron die Muskeln spielen und ließ in Paris Spezialkräfte der Einsatzpolizei CRS mit G36-Sturmgewehren aufmarschieren [siehe Berichte »RT«, »Daily Mail«]. Dies wird von Beobachtern als Zeichen der Verunsicherung der Regierung gedeutet.

Die Probleme sind längst nicht vom Tisch, denn die Gelbwesten haben mehrfach angekündigt, sich nicht mit halben Kompromissen abspeisen zu lassen.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: mah

Es erinnert mich doch sehr an 89.

Als man da oben nicht mehr ein noch aus wußte, suchte man angeblich den "Dialog". Geglaubt hat's kaum einer.

Die Franzosen sollen jetzt also die Möglichkeit zu Vorschlägen und Anregungen erhalten?
Das hatte man ja selbst in der DDR schon. In Grenzen natürlich.
Die Franzosen hatten das bisher nicht????

Jetzt also "gewährt" der Präsident seinem Volk gnädig dieses Recht. Das ist doch der, mit dem sich die GröKaZ so gut versteht.

Gravatar: Gast

Muahaha! Den "Dialog" sucht unser Ödipussy mit den Allüren eines Jupiter. Pruuust! Die von der Regierung anberaumte "nationale Debatte" ist eine Mogelpackung reinsten Wassers. Themen wie die Migration und "Ehe für alle", die in den ausgelegten Beschwerdeheften an vorderster Stelle stehen, sind von vornherein von der Diskussion ausgeschlossen. Ma darf nur reden über Wischiwaschi wie „Energiewende“, Staatsfinanzen, Demokratie und öffentlicher Dienst, was absehbar zu keinerlei Konsequenzen führt. Wenige Tage vor dem Start der Debatte kam durch Indiskretion heraus, dass die mit deren Leitung betraute Ex-Ministerin für ihre Dienste in diesem Jahr ein Gehalt von 176.518 Euro beziehen wird. Eine Steilvorlage für die Gelbwesten!
Macron versteht nur eine Sprache:***************

Gravatar: Marc Hofmann

Macron ist ein falscher Hund....er gibt den Dialog Bereiten....will aber nur seinen Standpunkt/Reformen durchsetzen.

Gravatar: lupo

Wer diesen Sonnenkönig der Finanzmafia glaubt, der glaubt auch die Geschichte mit dem Zitronenfalter.
Wenigstens hat das französische Volk noch Ei... in der Hose die der deutsche Michel schon lange nicht mehr hat.

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