Präsident Harutjunjan erneuert Forderung nach Anerkennung der Unabhängigkeit

Gefechte in Bergkarabach halten unvermindert an

Die Gefechte zwischen den einfallenden islamischen Truppen Aserbaidschans und den christlichen Verteidigern aus Armenien und Arzach in der Region Bergkarabach halten unvermindert an. Der arzachische Präsident Arajik Harutjunjan hat erneut an die UN appelliert, die Republik Arzach als eigeständigen Staat anzuerkennen.

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Jedes Volk hat das Recht, frei über seinen politischen Status, seine Staats- und Regierungsform und seine wirtschaftliche, soziale und kulturelle Entwicklung zu entscheiden. Dies ist eines der Grundrechte des Völkerrechts und wird durch Artikel 1 Ziffer 2 der UN-Charta anerkannt. Es gilt als universell.

Dieses universelle Recht wollen die christlichen Bewohner der Republik Arzach für sich in Anspruch nehmen. Seit ihrer Unabhängigkeitserklärung am 2. September 1991 hat man mehrfach die Vereinten Nationen angerufen, diese Unabhängigkeit und somit auch den Status der Republik als eigenständigen Staat anzuerkennen. Passiert ist bis dato seitens der UN nichts; aus aktuellem Anlass hat Präsident Arajik Harutjunjan daher seinen Appell erneuert.

Seit der Christianisierung im 4. Jahrhundert leben Christen in dieser Region, die sich über die Jahrhunderte hinweg jedweder islamischen Invasion widersetzt haben. 99 Prozent der Einwohner Arzachs sind aktuell Christen, die der armenischen apostolischen Kirche angehören. Historisch, so wird der Wunsch nach Unabhängigkeit unterfüttert, bestand bereits im 13. Jahrhundert ein eigenständiger Staat der Arzach-Khachen. Zu jener Zeit gab es weder ein unabhängiges Armenien noch ein unabhängiges Aserbaidschan.

Für Harutjunjan und die Bevölkerung in der Republik Arzach ist es nicht nachvollziehbar, warum die UN sich bei der Anerkennung der Unabhängigkeit fast 30 Jahre Zeit lässt. Die staatliche Eigenständigkeit des Kosovo wurde nur zwei Jahre nach deren Unabhängigkeitserklärung anerkannt.

Währenddessen gehen die Gefechte zwischen den einfallen aserbaidschanischen Truppen und den verbündeten Verteidigern aus Armenien und Arzach sowohl im Norden wie auch im Süden der Republik unvermindert weiter. Die Invasoren mussten auch gestern wieder schwere Verluste hinnehmen und sich aus bisher okkupierten Gebieten zurückziehen.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Peter Lüdin

Das grosse Ganze um das es hier aus der Perspektive der Türkei geht, Einfluss der Iraner und somit der Hizbollah, die überall als Stellvertreter vor der Türkei auftauchen, zu verhindern. Der Türkei geht es sekundär um Bergkarabach. Da aber Bergkarabach und Armenien direkt an Iran angrenzen und Iran auch in diesem Gebiet Einfluss nehmen möchte, Ist der primäre Feind der Türkei , der Iran. Die Türkei will den Einfluss der Hizbollah auf allen Ebenen zerschlagen. Nichts ist so, wie es im Moment aussieht.

Gravatar: Klaus Lange

"Die Atheisten sind die größten Feinde der erhabenen Christenheit."

Das mag schon sein. Allerdings sollte man auch nicht vergessen, daß die christlichen Armenier im Mai 1918 dem Deutschen Reich den Krieg erklärten. Da war von "erhabener Christenheit" auch nichts zu spüren.
Da ich mich zuerst als Deutscher fühle, ist mir deswegen der gegenwärtige Konflikt um die "christliche" Enklave Berg-Karabach völlig egal. Das "Christentum" wird nur heraus gekramt, weil es darum geht den Deutschen wieder mal Geld aus den Rippen zu leiern.

Gravatar: Hartwig

@Bjorn

Die UN ist der größte Feind der erhabenen Christenheit.

Die EKD ist der größte Feind der erhabenen Christenheit.

Die Hälfte der Katholischen Kirche ist der größte Feind der erhabenen Christenheit.

Die Atheisten sind die größten Feinde der erhabenen Christenheit.

Hier hilft nur demütige, aufrichtige Kommunikation und die höfliche aber bestimmte Bitte vor GOTT.

Denn, die UN ist der letzte Dreck.
Die EKD völlig unterwandert.
Die KK noch halb funktionsfähig.
Und die meisten Atheisten kann man vergessen. Die sind feige und schauen weg oder haben Spaß.

Gravatar: Bjorn

"Dies ist eines der Grundrechte des Völkerrechts und wird durch Artikel 1 Ziffer 2 der UN-Charta anerkannt."

Dieses "Grundrecht" gab es schon in Vor-UN Zeiten und galt nach 1918 ausdrücklich nicht für Deutsche. Warum sollten jetzt ausgerechnet die Armenier in den Genuss dieses "Grundrechts" kommen?

Herr Putin sitzt übrigens indirekt im UN-Sicherheitsrat und er hat bis jetzt keine Anstrengungen gemacht den Konflikt zu stoppen?

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