Gewagte These des Deutschlandchefs von Blackrock

Friedrich Merz sieht ungewöhnliche Zusammenhänge im Fall Lübcke

Friedrich Merz ist Aufsichtsratschef von Blackrock in Deutschland. Merz hatte die Vision, er sei ein guter Chef der CDU, scheiterte aber. Jetzt visioniert er eine Mitverantwortung der AfD im Mordfall Lübcke.

Foto: Harald Dettenborn/Wikimedia/CC BY SA 3.0 DE
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Der Umgangston in der bundesdeutschen Politik war nicht immer Friede, Freude, Eierkuchen. Die verbalen Gefechte zwischen Herbert Wehner und Franz-Josef Strauß gehören wohl zu den legendärsten Wortscharmützeln in der deutschen Geschichte. Allerdings begrenzten sich diese Auseinandersetzungen zu jener Zeit noch auf den Plenarsaal. Heute, im Zeitalter der modernen Medien, sind diesen Gefechten keine Grenzen gesetzt. Sie machen nicht einmal vor der Privatsphäre im engsten familiären Umfeld der Politiker Halt. Und zwar auf allen Ebenen.

Die Verschärfung des Tons hat aber nicht erst 2013 eingesetzt; schon viele Jahre zuvor, als nämlich die Grünen die verkrustete Parteienlandschaft hierzulande aufbrachen, wurde das Repertoire der politischen Schimpfkanonaden um einige Wortkreationen erweitert: Zeckenzüchter, Bahnhofspenner, langhaarige Bombenleger - das waren nur einige der Titulierungen, die sich die Grünen anhören »durften«.

In der jüngeren Vergangenheit machten vor allem Politiker der SPD reichlich von abwertenden Worten und Gesten in Richtung der politischen Kontrahenten Gebrauch. Erinnert sei an Gabriel, der gegen ihn Protestierende rundweg als »Pack« bezeichnete und seine Worte mit der Geste des ausgestreckten Mittelfingers nach Vorbild Effenbergs untermalte. Nahles wollte ihren Gegnern »in die Fresse« geben und Stegner rief in einem Tweet auf, »Positionen und Personal« der AfD zu attackieren.

Wenn Merz jetzt also eine »fatale Verrohung der Sprache« konstatiert, hat er damit nicht einmal völlig unrecht. Auch seiner weiteren Ausführung bei Maischberger – »dort, wo Sprache verroht, verrohen die Umgangsformen, und wo die Umgangsformen verrohen, geschehen politische Anschläge« - kann man schwerlich widersprechen.

Aber daraus einen Zusammenhang zwischen der AfD und dem Mord an dem Kasseler CDU-Politiker Lübcke zu konstruieren, ist mehr als nur gewagt. Es klingt wieder nach einer typischen Merz-Vision; wie die, CDU-Chef werden zu können. Das Ergebnis jener Vision ist hinlänglich bekannt: er hat sich massiv geirrt.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: lupo

Der transatlantische ************ der Finanzoligarchie und Demagoge vor dem Herrn, wer solchen Populisten glauben schenkt und wählt, der wählt das moderne Sklaventurm und Verelendung des Volkes sowie Krieg gegen jene Völker die sich dem Diktat von Black Rock nicht unterordnen.

Gravatar: Alfred

Merz und AKK versuchen jetzt ihren Erfolg auf der Grünen Schiene.
Sollen sie sich doch gleich bei den Grünen einloggen. Wer CDU, SPD, Linke oder Grüne wählt, wählt die SED.
Besser ist es gleich Blau zu wählen, um sich von dem kommunistischen Sumpf zu befreien.

Gravatar: Gästin

Applause für den Blackrock-Spitzbuben!

Nachdem er im Rattenloch CDU von der saarländischen Schönheitskönigin mit Hilfe eines polnischen Berufslosen vom Generalsposten hinwegantichambriert wurde, auf der Kotspur hin zu grünen Aftern ziemlich peinlich ausrutschte, nun dieser Schuß ins Knie. Seine getreuen Knappen von der Werte- und Wirtschaftsunion werden begeistert sein.
Ihm müßte langsam mal einer sagen, daß man durch dauerndes Kokettieren mit seinem Tourette-Syndrom keinen Blumenpott gewinnen kann.
Gratuliere! Von der Wunderwaffe gegen die AfD ist nach diesem Schiß nun wirklich nichts mehr an Substanz übrig. Borderliner nimmt man irgendwann einfach nicht mehr ernst. Bitte geh sterben, Friederich. Und nimm die Halbmond-Partei mit.

Gravatar: francomacorisano

Friedrich Merz hat früher auch intelligentere Reden gehalten! Ich erinnere mich noch gut an seine Forderung nach einer "Deutschen Leitkultur".

Versucht er sich jetzt bei den verbliebenen Merkel-Fans einzuschleimen, damit er die erfolglose saarländische Brillenschlange im zweiten Anlauf doch noch beerben könnte...???

Gravatar: H.M.

Ich bedauere es ausdrücklich und aufrichtig, dass Herr Walter Lübke ermordet wurde. Das wenige was ich von ihm wusste, machte ihn mir wenig sympathisch: Wem die Einwanderungspolitik nicht passe, der könne ja Deutschland verlassen.

Das rechtfertigt aber keinen Mord. Ebenso verwerflich ist es, diesen Mord politisch zu instrumentalisieren.

Gott schütze unser deutsches Volk und Vaterland!

Gravatar: Ein unbequemer Geist

Friedrich März verrennt sich und setzt auf das falsche Pferd!
Zu offensichtlich und durchschaubar ist die politiscche Instrumentalisierung des Mordfalls Lübckes.
Und gerade das macht mir große Sorgen, ob sich bei diesem Mordfall ganz andere Abgründe unseres Linksstaates auftun.
Eigentlich müssten Herrn März die vielen Ungereimtheiten bei diesem Mordfall als Jurist ebenfalls sofort ins Auge fallen.
Schon bevor die Ermittlungen erst richtig angefangen haben, stand das Ergebnis für die im freien Fall befindlichen ehemaligen Volksparteien und der anderen Kartellparteien längst fest.
Tatsächlich gibt es bisher keinerlei Geständnis und nur auf tönernen Füßen stehende Indizien und ein verzweifeltes Verlangen u.a. der CDU/CSU, hieraus eine rechtsextremistische Verschwörung zu basteln, um damit medial die AfD und die gesamte lästige patriotische Bewegung mundtot und kriminalisieren zu können.

Die nächsten herben Niederlagen bei den nächsten Landtagswahlen in Ostdeutschland im Herbst sind absehbar und beflügeln diese kopflosen, höchst verzweifelten Diffamierungsversuche ganzer gesellschaftlicher Gruppen, einschließlich der AfD.

Herr März hat bei diesem Ansinnen ganz sicher nicht deutsche Interessen im Sinn, was wiederum noch ganz andere, höchst unangenehme Fragen aufwirft.
Es ist nur allzu bezeichnend, dass er sich bei diesem politisch missbrauchten Mordfall so weit aus der Deckung wagt, wäre doch aus parteitaktischen Gründen eher eine Zurückhaltung doch sehr viel näherliegend.

Ich halte diese schamlose politische Ausnutzung des Mordfall Lübckes für einen schweren politischen Fehler. Wenn auch dieser zweite Verdächtige sich nicht als der wahre Täter herausstellt, dann wird diese polititsche Anti-AfD-Kampagne zu einem gefährlichen Bumerang für die Kartellparteien.
Die Bürger im Osten Deutschlands sind nicht so blöd, diese Tricksereien eines im Zerfall begriffenen Systems nicht zu durchschauen.
Sue wollen keine DDR 2.0! Sie wollen überhaupt kein totalitäres politisches System mehr, sondern eine Demokratie, die ihre Bürgerinteressen endlich wahrnimmt und umsetzt.
Da bleibt eben nur eine AfD übrig.
Die CDU könnte hiervonmauch partizipieren, wenn sie sich endlich erkennbar von dem linken Flügel innerhalb der CDU trennen und ihm Ade sagen würde.
Doch dazu muss die AfD noch sehr viel stärker werden, damit sich der noch sehr schwache konservative Flügel innerhalb der CDU durchsetzen und dem System Merkel ein Ende bereiten kann.

Der gegenwärtige Zustand Deutschlands beruht auf fremden Intereressen und Herr März scheint hinter dieser Politik Merkels mehr zu stehen als die Wahrnehmung ureigenster Deutscher Interessen.
Er wird daher immer unglaubwürdiger, wenn er der AfD und den patriotischen Bewegungen in Deutschland eine Mitschuld bei diesem Verbrechen unterstellen möchte.
Wenn März in dieser Kategorie denkt, dann muss erst recht die CDU/CSU verantwortlich füŕ all die begangenen Verbrechen und Tötungen gemacht werden, die durch die Offenhaltung der Landesgrenze durch Migranten in Deutschland verübt werden könnten.
Der Massenmord auf dem Berliner Breitscheidplatz gehört ebenfalls hierzu.

Denn genau dieser Zusamenhang würde bekanntlich von der AfD und von den Patrioten stets kritisiert und eine unglaubliche Empathielosigkeit bei der Bundesregierung und den anderen Linksparteien festgestellt.

Und genau diese berechtigte Kritik, u.a. an der CDU, wirft nun März (CDU) der AfD vor.

Zunächst einmal ist jeder Täter für seine Taten selbst verantwortlich und niemand sonst. Es gibt staatsrechtlich gesehen keine Kollektivschuld in Deutschland, sondern aus gutem Grund nur eine Individualschuld.
Nur in totalitären Staatsformen wurde von der Sippenhaft und Kollektivschuld verbrecherisch Gebrauch gemacht.

Mit diesen Gedanken spielt ein Herr März von der CDU und liegt damit auf Augenhöhe mit Herrn Tauber und Herrn Maas.
Und diese unglaublichen Vorurteile werden von diesen Herren geschürt noch bevor es es irgendein Geständnis gibt und die Ermittlungsarbeiten in keiner Weise abgeschlossen sind.
Die Gesinnung eines Menschen gibt noch lange keinen zwingenden Grund für sein Tatmotiv. Das Tatmotiv kann dennoch ganz andere Beweggründe haben. Dieses gilt u.a. bei einem Auftragsmord oder bei einer Beziehungstat.
Das Schauen nach der Gesinnung kann für die Aufklärung eines Verbrechens sogar hinderlich sein. Wir wissen auf der anderen Seite, dass Lübcke auf Kriegsfuß mit den mafiösen Strukturen in und um Kassel stand.
Da Lübckes Einfluss nur von regionaler Bedeutung war, könnte gerade hierin das Tatmotiv zu suchen sein.

Weiterhin sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass eine DNA-Spur an dem Opfer zwar ein Indiz u.U. sein kann, vorausgesetzt, es lässt sich lückenlos die zeitliche und örtliche Anwesenheit des Täters am Tatort nachweisen.
Ansonsten kann auch die DNA, aus was für Gründen auch immer, nachträglich an dem Opfer angebracht sein.
Besonders dann könnte das der Fall sein, wenn irgendein Geheimdienst hierbei seine dreckigen Finger mit im Spiel gehabt hat.

Es hat genügend Fälle gegeben, die aufgrund der Feststellungen von DNA-Indizien zu falschen Urteilen geführt haben, weil wesentliche Dinge hierbei von Richtern bei der Urteilsfindung nicht berücksichtigt wurden.

Außerdem stellt sich bei diesem Mordfall die Frage, ob es eine Einzeltat oder die Tat mehrer Personen gewesen ist.

Gravatar: Freidenkende

Wenn Merz Kanzler wird, dann gute Nacht Deutschland!

Gravatar: Hermine

https://www.bild.de/regional/frankfurt/frankfurt-aktuell/nach-dem-mord-an-walter-luebcke-1200-menschen-demonstrieren-in-kassel-62802970.bild.

Jeder Mord ist schrecklich und zu verurteilen.
Aber es wird wie so oft mit zweierlei Maas gemessen.
Dort demonstrierten Menschen gegen den Mord an
einem von Ausländer gemordeten Jungen. Die wurden als
Nazis und Rechte verunglimpft.
Hier nun demonstrieren Menschen gegen den Mord
an einem Politiker. Was sind DIE?

Es stellt sich die auch Frage, ist ein Politiker mehr wert
als ein junger Mann?

Gravatar: Lutz Schnelle

Dahinter steckt politisches Kalkül und Ignoranz der turnusmäßig Betroffenen.
Die einfachste Methode dämonisierender Propaganda ist die Aufspaltung in Gut und Böse. Wer sich zum Bösen bekennt und sich ausgerechnet für diejenigen öffnet, die unterwandert sind und als Ewiggestrige gebrandmarkt haben, der findet keinen Zuspruch in der Mitte. Die Mitte ist verärgert, aber nicht rebellisch.

Die angeheuerten Faschisten für die geheime Gladio-Organisation wollten mit Terror sozialistische Systeme umstürzen, um den Kapitalismus zu installieren. Hinter Gladio steckten keine sektiererischen Ideologen, sondern die USA.

Im Urwald gibt es keine Faschisten.

Gravatar: Hartwig

@ Thomas Waibel 22.06.2019 - 00:43

Sehr große Zustimmung.

Die sind nackig und mit dem schlechten Latein am Ende. :)

Außer Blendkunst ist da nix. Hahahahahaha. Und das bei einem Typen, der im Aufsichtsrat einer der größten Heuchschrecken sitzen soll? Hahahahahah. Was für eine lügende Niete, dieser Merz. Hahahahaha. [Verzeihung, aber ich kann nicht anders. Ich freue mich diebisch.]

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