Papst-Freund Kardinal Hummes: Bischöfe müssen Nachsynodales Schreiben umsetzen

Franziskus übt präventiv Druck auf Bischöfe aus

Jeder Widerstand ist ausgeschlossen: Präventiv schreibt Synodenleiter Kardinal Claudio Hummes an die Bischöfe der Welt, sie hätten das Nachsynodale Schreiben anzunehmen und seine Umsetzung vorzubereiten.

Foto: Pixabay
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Während die Welt noch über das Buch von Kardinal Sarah und Papst em. Benedikt XVI. diskutiert, die ein flammendes Plädoyer für den Priesterzölibat ablieferten, geht die Aufweichung der katholischen Lehre in die nächste Etappe, begonnen mit einem apodiktischen Schreiben von einem Hauptorganisator der Amazonassynode des letzten Herbstes.

Die Synode hatte sich als Vorwand herausgestellt, der Papst Farnziskus ermöglichte, zentrale Lehren der Kirche zu unterwandern. Die »Herausforderungen« des Amazonasgebiets zum Vorwand nehmend, sollen beispielsweise verheiratete Priester eingeführt werden. Viele Kommentatoren erklärten, es sei zu erwarten, dass ähnliche Ausnahmeregelungen auch in anderen Ländern – wie beispielsweise Deutschland – umgesetzt werden würden, unter dem Vorwand des Priestermangels.

Um von Vorneherein jeden Widerstand gegen das Schreiben auszuschließen, schrieb Kardinal Hummes nun einen Brief an die Bischöfe der Welt, den Aldo Maria Valli auf seinem Blog veröffentlicht hat. Im Brief erklärt Hummes, wie die Nachsynodale Schreiben sich derzeit in der Revisionsphase befindet und dann an die Bischöfe ausgesandt werden soll, um »neue Wege« einzuschlagen. Hummes legte den Bischöfen Gehorsam nah, sie sollten sich auf die Seite des Papstes stellen, um »mit ihm den Text vorzustellen« und in ihren Diözesen umzusetzen.

Der italienische Journalist und Vatikanspezialist Valli drückte auf seinem Blog die Vermutung aus, das Papstschreiben werde wegen seines Inhaltes auf Widerstand und Unverständnis stoßen, was Hummes zu seinem Ankündigungsschreiben drängen würde. Hummes nötigt darin die Bischöfe zum vorbehaltslosen Gehorsam gegenüber Franziskus und der kommenden Veröffentlichung. Pointiert schriebt Valli: »Sozusagen: lieber Bischof, Sie wissen, dass sie keine Wahl haben, wenn ihnen das Schreiben nicht gefällt, befinden sie sich nicht in Einheit mit dem Papst.«

Welcher bittere Inhalt wird also im Papstschreiben kommen? Die Antwort wird sich in den nächsten Wochen herausstellen, sobald das Nachsynodale Schreiben vom Vatikan veröffentlicht wird.

(jb)

 

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: egon samu

Die "Kirche" ist keine Demokratie. Die "Kirche" ist ein Geschäfts- und Machtmodell, das zentralistisch-diktatorisch organisiert und geführt wird.
Und braucht brave, naive Schäfchen, die das Ganze finanzieren....
Gott, Bibel, Jesus, Erlösung, Liebe, Vergebung kommen nicht vor, da für die Macht extrem hinderlich...

Gravatar: egon samu

katholische Priester sollen heiraten?
Aber ja doch!
Gleich bis zu 4 Ehefrauen und dann nennt sich das Ganze "Islam"....
Genosse Franzi will es so.

Gravatar: Walter

Dieser Franziskus ist kein christlicher Papst, sondern ein weltlicher Diktator. Eben das - was die Jesuiten schon immer waren.

Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

„Papst-Freund Kardinal Hummes: Bischöfe müssen Nachsynodales Schreiben umsetzen
Franziskus übt präventiv Druck auf Bischöfe aus“ ...

Klar!?

Schließlich Europa „letzte absolute Monarchie“ https://www.zeit.de/2012/25/Vatikan/seite-2
die Unfehlbarkeit(?) ihres Papstes doch irgendwie unterstreichen!!!

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