Informeller Kommentar des Papstes sorgt für Aufsehen

Franziskus über Kardinal Müller: Er ist wie ein »Kind«

Der Papst kritisierte Kardinal Müller vor einem Journalisten auf dem Flug nach Mozambique: Er habe gute »Intentionen«, aber benehme sich wie »ein Kind.«

Foto: Pixabay
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Kardinal Müller hatte in jüngster Zeit wiederholt Kritik an der Situation der Kirche, der Amazonas-Synode und den Theologien geübt, die das Pontifikat Franziskus dazu missbrauchen, ihre eigenen Ideologien durchzusetzen.

Jetzt antwortet der Papst. Direkt ging er nicht auf den Kardinal ein, aber während der Pressekonferenz auf seinem Flug ins afrikanische Land Mozambique am 4. September, sagte der Papst seine Meinung einem Journalisten der Webseiten katholisch.de und kathpress.at, wie Maike Hickson bei LifeSiteNews berichtete.

»[Kardinal Müller] hat gute Absichten, er ist ein guter Mann. Der Papst mag ihn. Aber er ist wie ein Kind.«

Der Papst machte diesen Kommentar vor einer kleinen Gruppe von Journalisten. Kathpress.at kommentierte: »Der Papst machte diese Kommentare während einer kurzen Begrüßung von Medienstellvertretern, die mit ihm im Flugzeug gereist sind. In diesem Zusammenhang wurde er [der Papst] über die Aussprüche des ehemaligen Präfekten für die Glaubenskongregation befragt, die auf eine kritische Sicht des derzeitigen Pontifikats hinweisen.«

Kath.net bat Kardinal Müller um Kommentar, der prompt antwortete: »Mit Jesus könnte man seinen Stellvertreter fragen: Was nennst du mich gut? ‚Niemand ist gut außer der eine Gott‘ (Lk 18,19) und sich mit dem Schriftwort trösten: ‚Wir heißen Kinder Gottes und wir sind es.‘ (1 Joh 3, 1). Die Gotteskindschaft in Christus ist die höchste Würde, zu der uns der Sohn Gottes erhoben hat. (Röm 8, 17). Auch ich halte den Papst für einen guten Menschen und mag ihn herzlich besonders für alles, was er für die Armen und Verletzten tut. Ob viele oder wenige in seiner Umgebung ‚Kinder‘ sind im Sinne Jesu (Lk 18, 15-17), weiß Gott allein.«

Wiederholt hatte Müller Berater von Franziskus in der Vergangenheit kritisiert, sowie die theologischen Gehalte des Vorbereitungsschreibens für die Amazonas-Synode. Er kommentierte auch, dass jede Kritik – auch jene theologischer Natur – von den Freunden des Papstes sofort als Kritik gegen den Papst selber dargestellt würden, damit sie andere Stimmen ausstechen können. Papst Franziskus scheint diesen Machtspielen Raum zu geben, indem er die theologischen Probleme nicht direkt anspricht, bzw. löst.

(jb)

 

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Karl Napp

Ich war75 Jahre lang überzeugt und gern katholisch. Aber dieser argentinische, kommunistische Blödmann - nein, das halte ich nicht aus, und ich will mich auch nicht vor meinen fleißigen und klugen Freunden und Bekannten blamieren. Bin ausgetreten.

Gravatar: Picard

Bergoglio ist ein Täuscher und der falsche Prophet. Er ist rabiat ,unbeherrscht und regiert wie ein Diktator.Siehe das Buch:Il Papa Dictatore.Man lasse sich von seinem freimaurerischen Schwätzertum und seinen Mantramässigen Sprüchen wie,"Zärtlichkeit,Geschwisterlich" und Demut vorgespielten gebaren nicht täuschen.Wenn er in seiner Dreistigkeit und Unverschämtheit Kardinal Müller als "Kind" tituliert,so offenbart er hiermit nur seine Dummheit und die ist dümmer als Brot.Um es präziser auszudrücken wie dies hier von Albert Einstein :" Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit Radius null-und das nennen sie ihren Standpunkt." Und solch ein Mensch mit Radius null ist eben Bergolglio.Dasselbige gilt ipso fcto auch für seine Kumpels.Das ist nun ml die nackte Wahrheit. Gewisse Päpste ticken manchmal wirklich unter aller Schublade......

Gravatar: Heino de Witt

Die Kirche ist meiner Meinung viel zu weit weg von der Wirklichkeit und müsste total Reformiert werden. Gerade die Katholische Kirche hat in den letzten Jahrzehnten immer mehr daran gearbeitet Misstrauen gegen sich aufzubauen. Alleine schon durch das Zölibat, was dazu führte das Menschen mit unnatürlichen Neigungen sich unter dem Gläubigen Schutzmantel verstecken konnten . Auch die eigene Aufarbeitung der Geschichte ist sehr Unglaubwürdig. Wenn die Katholischen Priester wenigstens zugeben würden das die meisten Von ihnen Homosexuellen Neigungen nicht abgeneigt sind und auf Männer stehen, wäre ja schon viel gewonnen. Die Erkenntnis der eigenen Wahrheit ist der Schlüssel zum Erhalt dieser eher fragwürdig und Überholten Glaubensgemeinschaften.

Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

... „Papst Franziskus scheint diesen Machtspielen Raum zu geben, indem er die theologischen Probleme nicht direkt anspricht, bzw. löst.“

Weil sonst auch ´offiziell` bekannt werden könnte, dass Gott(?) die Bibel ´eigentlich` dazu nutzt, um zum Völkermord aufzurufen???
https://www.theologe.de/altes_testament.htm

Gravatar: Thomas Waibel

Wenn Bergoglio mit der Kritik von Müller nicht einverstanden ist, sollte er diese mit theologischen Argumenten widerlegen.
Da aber der Kommunist Bergoglio keine hat, zieht er vor, Müller persönlich abzuqualifizieren.

Seine Anhänger tun dasselbe, indem sie versuchen, diejenigen, die die Haltung des "Papstes" kritisieren als persönliche Feinde des Franz zu diskreditieren statt sich mit dieser Kritik sachlich auseinander zu setzen.

Gravatar: Thomas Rießler

Dieser Kindergarten ist ja so was von reif für eine Reformation.

Gravatar: Aufbruch

Dann darf sich Kardinal Müller ja auf das Jenseits freuen. Kein Geringerer als Jesus selbst sagte: Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder, werdet ihr nimmermehr in die Reiche des Himmels gelangen".

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