Fünf Konsequenzen des neuen Dokuments

Franziskus' harte Einschränkungen der Alten Messe führen zur Spaltung der Kirche

Totalitäre Regierung der Kirche, Verfolgung von Traditions-Freunden, Spaltung der Kirche, Zerstörung der Tradition, traditionsfeindliche Bischöfe gefördert; einige Überlegungen zur Restriktion der Alten Messe.

Traditionelle Messe in Rom/Bild: Can. Elvir Tabakovic
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In einem Bericht auf National Catholic Register fasst der bekannte Vatikan-Kommentator P. Raymond de Souza die negativen Konsequenzen des neuen Dokuments von Papst Franziskus Traditionis Custodes in fünf Punkten zusammen:

  1. Benedikt vs. Franziskus?

Papst Franziskus hat die von seinen Vorgängern gegebenen Erlaubnisse und Gesetzgebungen ausdrücklich, bewusst und dramatisch widerrufen. Er hat eindeutig Benedikts Argument zurückgewiesen, dass die zwei Formen des Römischen Ritus – außerordentlicher und ordentlicher – nicht zur Spaltung beitragen werden. Gerade wegen der Spaltungen, die er – nach einer Umfrage unter den Bischöfen der Welt – festgestellt hat, urteilt er, dass die Außerordentliche Form beschnitten werden muss.

  1. Rom steigert seine Autorität

Während Summorum Pontificum den Priestern das Recht gab, die Außerordentliche Form zu zelebrieren, ohne die Erlaubnis ihrer Bischöfe zu benötigen, hat Papst Franziskus entschieden, sich in Richtung Zentralisierung zu bewegen. Der Bischof allein muss die Außerordentliche Form in seiner Diözese »exklusiv« regeln, aber Rom wird begrenzen, wie er regeln kann. Freizügigere Regelungen sind untersagt, restriktivere werden gefördert.

In der Tat darf der Bischof allen neu geweihten Priestern nicht die Erlaubnis erteilen, die Außerordentliche Form zu zelebrieren, ohne vorher den Heiligen Stuhl zu konsultieren. Traditionis Custodes stärkt die Autorität des Bischofs über seine Priester, und stärkt die Autorität von Papst Franziskus über die Bischöfe.

Dies ist eine unerwartete liturgische Entwicklung, da Papst Franziskus zuvor die Autorität für liturgische Angelegenheiten, insbesondere Übersetzungen, auf die Bischofskonferenzen übertragen hat, da er zu viel römische Kontrolle beklagte.

  1. Soziologischer Überblick

Traditionis Custodes stellt nicht die »Würde und Erhabenheit des [Missale von St. Pius V.]« in Frage. Die Argumente für seine Beschneidung sind eher soziologisch als theologisch, nämlich auf der Grundlage eines Urteils über die Arten von Menschen, die dazu neigen, die ältere Tradition zu bevorzugen.

Das ist nicht ganz neu; Benedikt XVI. selbst berief sich auf seine eigenen soziologischen Eindrücke über die blühenden Gemeinschaften, die sich zur älteren Form hingezogen fühlen. Das Motu proprio von Papst Franziskus legt den Ortsbischöfen die Last auf, festzustellen, ob ihre Gemeinden der Außerordentlichen Form »die Kirche der Gefahr der Spaltung aussetzen« und »die Kirche ablehnen«.

Wenn sie das tun, dann beabsichtigt Papst Franziskus eindeutig, dass der Bischof sie unterdrückt, und zwar eher früher als später, eher strenger als weniger. Aber wenn die örtliche Gemeinschaft nicht diesem soziologischen Eindruck entspricht, sollte der Ortsbischof ihnen dann erlauben, weiterzumachen, sogar zu gedeihen?

  1. Priester oder Laien?

Papst Franziskus beauftragt die Bischöfe, die Errichtung neuer Personalpfarreien einzustellen, die mehr an den Wunsch und die Wünsche einzelner Priester gebunden sind als an die wirklichen Bedürfnisse des 'heiligen Volkes Gottes'.« Die klare Implikation ist, dass die Außerordentliche Form etwas ist, das von Priestern gewünscht wird und dem die Laien wiederum unterworfen sind - eine Art liturgischer Klerikalismus.

Benedikts Summorum Pontificum verfolgte den gegenteiligen Ansatz, nämlich dass es die Priester sind, die großzügig auf Gruppen von Gläubigen eingehen sollen, die die älteren Formen wünschen.

Was, wenn die Gläubigen die Initiatoren sind und die Priester darauf reagieren? Könnten die neuen Einschränkungen eine andere Form des liturgischen Klerikalismus sein?

  1. Gesellschaft St. Pius X.

Papst Franziskus schreibt, dass die Entscheidungen von Johannes Paul II. und Benedikt, das Missale von 1962 zugänglicher zu machen, »vor allem durch den Wunsch motiviert waren, die Heilung des Schismas mit der Bewegung von [Erzbischof Marcel] Lefebvre zu fördern«, der die Priestergesellschaft St. Pius X. (SSPX) gegründet hat. Die SSPX bleibt in einem irregulären kanonischen Status.

Papst Franziskus war großzügig mit der SSPX und gewährte ihren Priestern die Erlaubnis, Beichten zu hören und Ehen zu schließen. Ihre Messen sind gültig.

Könnten die Einschränkungen der Außerordentlichen Form in Verbindung mit der großzügigeren Behandlung der SSPX durch den Heiligen Vater bedeuten, dass Katholiken, die die ältere Form bevorzugen, dazu neigen, SSPX-Kapellen zu besuchen, da die Außerordentliche Form in ihren Diözesen weniger verfügbar ist? Das könnte eine mögliche unbeabsichtigte Folge sein.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Joachim Datko

Es gibt bei uns in Deutschland kaum Bedarf an alten Formen der r.-k. Messe. Ich gehe davon aus, dass damit Messen in Latein gemeint sind.

Zitat: "In der Tat darf der Bischof allen neu geweihten Priestern nicht die Erlaubnis erteilen, die Außerordentliche Form zu zelebrieren, ohne vorher den Heiligen Stuhl zu konsultieren."

Für den Gemeindedienst gab es z. B. 2020 nur 57 Priesterweihen. Von den Neupriestern wird ein Teil in den nächsten Jahren den Dienst quittieren. Von den verbleibenden Neupriestern hat sicherlich nur ein kleiner Teil überhaupt Interesse an Latein und an einer solchen Messfeier. Die Anzahl der Gottesdienstbesucher ist stark rückläufig. Der Lateinunterricht in der Schule ist auch dem Untergang geweiht. Es wird immer weniger Menschen geben, die Latein verstehen.

Gravatar: Hartwig

@Hajo,
kennen Sie den Inhalt der BIBEL?

1. Es gibt einen Teil der KK, die vom Teufel nicht eingenommen werden kann.

2. Sie bestätigen damit, daß Ihre EKD vom Teufel längst kontrolliert wird. Nirgends ist der Verrat größer als in der EKD.

3. Die BIBEL sagt, daß es so kommen, so geschehen muß.

4. Die alte Messe bleibt unangetastet. Die können dagegen gar nichts tun. Man muß diesem Judas nicht folgen. Ich jedenfalls habe in meiner Nähe die alte Messe weiterhin.

5. Anmaßend ist es wissen zu wollen, wie GOTT denkt und urteilt. Davor warnt die BIBEL sehr oft.

6. Sie sollten lieber für diese Irrenden beten, denn die Strafe wird grausam sein.

Gravatar: werner

Esset und trinket, das ist ist mein Leib, das ist mein Blut.

Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

... „In der Tat darf der Bischof allen neu geweihten Priestern nicht die Erlaubnis erteilen, die Außerordentliche Form zu zelebrieren, ohne vorher den Heiligen Stuhl zu konsultieren. Traditionis Custodes stärkt die Autorität des Bischofs über seine Priester, und stärkt die Autorität von Papst Franziskus über die Bischöfe.“ ...

Am Beispiel gutachterlich festgestelltem ´göttlichen`(?) Diktat´s???
https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/politik/corona-bund-laender-kompetenzen-gutachten-100.html

Weil auch die angeblich ´christliche` Welt nur am deutschen Wesen genesen kann???

Gravatar: Cantacuzene

Als Lutheraner sehe ich das so: Die alte, lateinische Messe besitzt der äußeren Form nach bestimmte, urchristliche Elemente, die Papst Franziskus und dessen allzu verweltlichter Entourage ein Dorn im Auge sind. Ich bin froh, nicht der römisch-katholischen Amtskirche anzugehören. Sie ist bestenfalls ein corpus mixtum, wie Luther sagte.

Gravatar: Hajo

Der Teufel hat sich der Tiara bemächtigt und das wird der Untergang der katholischen Kirche sein, denn der hat den Herrn schon mehrmals erfolglos versucht, was ihm nun bei seinen Stellvertretern gelungen ist, was für eine Schande für eine gottlose Gemeinde, die nun den nächsten und entgültigen Verrat am Herrn begeht und eigentlich hätte er es wissen müssen, weil er der Allmächtige ist und niemand weiß, wie die Antwort lautet, wenn man daran glaubt.

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