Wie mit Zahlen manipuliert wird

Falschmeldung: „Jeder vierte Flüchtling hat einen Job“

Gute Nachrichten rauschten durch den Blätterwald. Jeder vierte Flüchtling, der seit 2015 nach Deutschlang gekommen ist, habe inzwischen einen Job, hieß es. Eine gute Gelegenheit, sich die manipulativen Tricks der Mainstream-Medien etwas genauer anzusehen.

Symbolbild Arbeitsmarkt Pixabay
Veröffentlicht: | Kategorien: Nachrichten, Nachrichten - Politik, Startseite - Empfohlen | Schlagworte: Flüchtlinge, IAB Nürnberg -Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Sozialhilfeempfänger
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Die tagesschau hat es gemeldet, viele haben es übernommen: »25 Prozent der seit 2015 nach Deutschland gekommenen Flüchtlinge haben inzwischen eine Arbeit. Das geht aus einem Medienbericht hervor.« Das ist griffig: 25 Prozent. Das macht einen guten Eindruck.

Was heißt es, dass die Zahlen aus einem »Medienbericht« hervorgehen? Der »Medienbericht« beruht auf einer Studie, auf einer Auswertung von Daten, die sich sciencefiles etwas genauer angesehen hat. Hier und hier.

Die erste Frage, die sich Wissenschaftler stellen, lautet: 25 Prozent von welcher Menge? Etwa von der Gesamtmenge der Flüchtlinge, die seit 2015 nach Deutschland gekommen sind? Wirklich? Hat man die alle berücksichtigt? War das überhaupt möglich? Hat man überhaupt die Zahlen zur Verfügung?

An dieser Stelle entsteht bereits die erste Unschärfe, die uns nicht mehr auffällt, weil wir es so gewohnt sind. Es wurde lediglich eine so genannte repräsentative Umfrage gemacht, und zwar vom IAB Nürnberg, dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, das regelmäßig Zahlen veröffentlicht: Die 25 Prozent beziehen sich auf die Menge der Befragten. Im Jahre 2016 waren das beispielsweise 4.800. Man müsste sich nun genauer ansehen, nach welchen Kriterien diese 4.800 Befragten ausgesucht wurden. Genau das wird nicht getan. Vielmehr wird so getan, als stünde diese Auswahl für alle.

Auf sciencefiles wird es folgendermaßen umformuliert: »Richtigstellung der Pressemeldung:
Nicht jeder vierte Flüchtling, der seit 2015 nach Deutschland gekommenen Flüchtlinge, sondern 25% der im Jahr 2015 nach Deutschland gekommenen Flüchtlinge, die in einer Stichprobe des IAB befragt wurden, haben einen Job.«

Die nächste Frage ist, was es überhaupt für Jobs sind? Gehört jede Form von Tätigkeit dazu, auch eine geringfügige Beschäftigung oder ein vergütetes Praktikum? Bedenken muss man auch, wie viele in Integrationskursen stecken und daher nicht arbeitslos gemeldet sind.

Nach einer Bereinigung der Zahlen, wie sie sciencefiles vornimmt, sind nicht 25 sondern 13 Prozent einer befragten Testgruppe auf dem Arbeitsmarkt untergekommen. In einem Bericht der FAZ, der sich besondere Mühe gibt, die Situation schön zu lügen, wird sogar zugestanden, dass »die Zahl der Sozialhilfeempfänger unter arabischen und afrikanischen Flüchtlingen noch immer sehr hoch“ ist. „Eine knappe Million lebt von den staatlichen Leistungen.«

Es wird auch gefragt, wo die Flüchtlinge arbeiten. »Vor allem in der Gastronomie, aber auch auf dem Bau oder als Sicherheitsleute. Bemerkenswert auch, dass gerade die jungen Männer arbeiten gehen. Also jene, die immer nur als Problemgruppe wahrgenommen werden. 28.000 machen gerade eine Ausbildung.«

Nimmt man allein die beiden gemeldeten Zahlen und setzt sie ins Verhältnis, dann macht es keinen guten Eindruck. In der Frankfurter Allgemeinen heißt es unverdrossen: »Dennoch sind die Zahlen der Arbeitsagentur eine gute Nachricht. Sie zeigen, wie groß der Arbeitswille bei einer Mehrzahl von Flüchtlingen ist, wie sehr sie sich darum bemühen, in Deutschland anzukommen.«

 

 

 

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: die Vernunft

Diese Jobs gibt es wirklich, aber nur in den staatlich kontrollierten Unternehmen Post und Bahn.
Wie sagte es doch die Fraktionsvorsitzende im Deutschen Bundestag, Sarah Wagenknecht, so treffend: „Arbeitsmigration führe hier in Deutschland zu sozialen Verwerfungen, weil sich dadurch der Lohndruck gerade im Niedriglohnsektor verschärfe und noch mehr Menschen um Arbeitsplätze, bezahlbaren Wohnraum und soziale Leistungen konkurrieren.“
Genauso ist es, Deutsche werden gegen Einwanderer ausgetauscht (begonnener Volksaustausch), an Deutschen wird immer massiver gespart, die armen un- und wenig Gebildeten stranden zuerst. Der von der Merkelregierung organisierte islamische Sturm auf Europa kann weiter gehen. Weitere asiatisch- afrikanische Armeen (junge gut vernetzte mehrheitlich militärisch ausgebildete, uns vernichten wollende Männer) maschieren gesetzwidrig in Europa ein!

Gravatar: karlheinz gampe

Mit Zahlen jonglieren und diese dann falsch darstellen, dass kann die Lügenpresse einer verlogenen CDU SED Kanzlerin. Hier hat man sogar wahrscheinlich schon vorher bei der Auswahl der Stichprobe manipuliert.

Gravatar: Thomas Waibel

28.000 (von 1.300.000) machen angeblich eine Ausbildung und 1.000.000 leben von den deutschen Steuerzahlern.

Wirklich eine tolle Erfolgsgeschichte!

Gravatar: Der Unverwüstliche

Die Zahlen stimmen wirklich nicht.

Jeder "Flüchtling" hat einen Job - Deutsche wecken.

Viel hilft viel.

Gravatar: gisela glatz

Die Statistiken in Deutschland werden seit Jahren geschönt. Begonnen hat das Dilemma mit der Statistik für Hartz 4. Diese Millionen von Arbeitslosen und nicht arbeiten Wollenden werden einfach nicht als arbeitslos gerechnet, sondern laufen nebenher in gesonderten Statistiken. Sie kassieren seit mehr als 10 Jahren Hartz 4 und sind lt. Politik nicht arbeitssuchend. Da kann die Politik angeben, daß die Arbeitslosenquote ständig sinkt. Aber das ist totale Augenwischerei und Verscheißerei. So wird es uns jetzt suggeriert, daß jeder 4. Asylant arbeitet. Das stimmt hundertprozentig nicht und ist erstunken und erlogen. Alles, was über Arbeitsmarktpolitik veröffentlicht wird, ist eine Falschmeldung zur Beruhigung der Bürger. Und die Presse läßt sich hierbei mißbrauchen!!! PFUI,PFUI,PFUI!

Gravatar: Tom der Erste

Nicht so hektisch, liebe Leute ! Das Merkelpropagandaministerium hat sich nur verschrieben. Es sollte eigentlich heißen: " 4 bis 25 Flüchtlinge haben einen Job " Nun muß man allerdings auch fragen, was unter Job so alles verstanden wird und wie man sich die Zahlen schön rechnet. Dafür liefern die Arbeitsämter die besten Beispiele - herausgerechnet wird man dort schon wenn man zu einer der üblich-unsinnigen Bildungsmaßnahmen gezwungen wird.

Gehört eigentlich der ambulante Handel mit Drogen und Solinger Spezialwerkzeugen auch dazu ?

Anderseits : Welches Unternehmen ist so blöd und stellt sich eine tickende Zeitbombe in´s Haus ?

Gravatar: Hans

»Dennoch sind die Zahlen der Arbeitsagentur eine gute Nachricht. Sie zeigen, wie groß der Arbeitswille bei einer Mehrzahl von Flüchtlingen ist, wie sehr sie sich darum bemühen, in Deutschland anzukommen.«

So, so, liebe FAZ. 25%, die nicht arbeitslos gemeldet sind, und nur 13 % die tatsächlich in einem regulären Job sind, sind also die "Mehrzahl" der Flüchtlinge!!! So, so!!!

Nach dieser Logik hat bei der Bundestagswahl 2017 auch die Mehrzahl der Deutschen Wahlteilnehmer nämlich knapp 13% die AfD gewählt!!!

Sind ja "nur" 87% der Flüchtlinge übrig, die es innerhalb von 3 Jahren "noch" nicht in eine reguläre Arbeit geschafft haben!!! Ist ja halb so wild, oder!!!??? ;)

Die Mainstream-Medien sind besser als Realsatire es je sein könnte!!! ;) :o

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