Nutzerzahlen steigen trotz Beschränkungen

Facebook profitiert in Corona-Zeiten

Die Zahl der Nutzer des US-Online-Dienstes Facebook steigt doppelt so stark wie üblich. Firmenchef Zuckerberg lobt Beschränkungen.

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Was sich Beobachter bereits gedacht haben, hat der amerikanische Online-Dienst Facebook jetzt auch offiziell bestätigt. Im letzten Quartal ist die Zahl der aktiven Nutzer um 100 Millionen angestiegen. Üblicherweise wächst die Zahl der Nutzer, die auf Facebook aktiv sind, in jedem Quartal um 50 Millionen.

Auch die wirtschaftliche Lage des Unternehmens hat sich nach Einbrüchen im März bereits Anfang April wieder stabilisiert. Die Anzeigeerlöse war wieder auf dem Niveau des Vorjahres. Das teilte das Unternehmen bei der Präsentation seiner Quartalszahlen mit. Zugleich warnte der Finanzchef, dass die Aussichten unklar wären.

Facebook waren zuletzt monatlich 2,6 Milliarden Nutzer aktiv. »Die Nutzung unserer Dienste hat stark zugenommen«, sagte Konzern-Chef Mark Zuckerberg laut Welt. Auf mindestens ein Facebook-Produkt – also etwa auch Instagram oder WhatsApp – griffen zuletzt monatlich rund drei Milliarden Nutzer zu. Täglich waren es 2,36 Milliarden, 1,73 Milliarden davon allein auf Facebook.

Damit schälen sich immer deutlicher einige Gewinner der Corona-Krise heraus. Sowohl Facebook als auch Microsoft verdienen an den Corona-Beschränkungen, durch die Millionen Menschen auf die von den beiden Unternehmen gestellten digitalen Produkte angewiesen sind.

Damit nicht genug, mischt Mark Zuckerberg, ähnlich wie der andere Digital-Tycoon, Bill Gates, auch direkt Kampf gegen Corona mit. Schon zu Beginn der Krise Anfang März kündigte er den Kauf von Maschinen an, durch die mehr Tests in Kalifornien durchgeführt werden können. Neben einem möglichen direkten ökonomischen Interesse, spielt bei diesen Aktivitäten das immer wieder ins Zwielicht geratene Image der beiden Groß-Industriellen keine kleine Rolle.

Beide, sowohl Zuckerberg als auch Gates, haben sich mehrfach vor zu frühen Lockerungen der Corona-Beschränkungen gewarnt. Zuckerberg lässt auf Facebook Postings löschen, die sich seiner Meinung nach zu kritisch über die Beschränkungen äußern.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Hartwig

Ich bin nicht bei Facebook. Das wollte ich nie, weil ich das, was heute geschieht, vorausgesehen habe. Ich habe also, wie viele andere auch, recht behalten.

Im Internet existiert keine Privatsphäre. Facebook spioniert jeden Nutzer erfolgreich aus und gibt diese Infos an Kriminelle weiter. Die STASI ist dagegen ein Witz, allerdings arbeitet sie ein wenig anders, als der verlogene und durchaus kriminelle Zuckerberg.

Unabhängig davon, wie kann man objektiv überprüfen, ob Facebook von Corona profitiert? Die Menschen sind zuhause. Wer bereits bei Facebook ist und keine Skrupel hat, nutzt es mehr. Nach Corona wird es abflachen.

Auf jeden Fall sind Facebook und sein Manager eine echte und unmittelbare Bedrohung für jede Demokratie, die sich ernst nimmt und weiter bestehen will.

Auch arbeitet Zuckerberg mit kriminellen Staaten sehr eng zusammen. Das darf so nicht sein.

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