Kritik an Thunberg & Co.: »Hört auf, den Kindern Angst zu machen«

Ex-Umweltsenator Vahrenholt warnt vor Klima-Hysterie

Als Hamburger Umweltsenator legte Fritz Vahrenholt bereits 1990 ein Klimaschutz-Programm vor, nun beklagt der Chemiker, dass die Klima-Diskussion hysterische Züge angenommen habe, es auch keinen Klima-Notstand gebe. Man treibe unnötig die Menschen in Angst.

Foto: Youtube (Screenshot)
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Der Chemiker Fritz Vahrenholt zählt zu den Pionieren in Sachen Umweltschutz. Nach Abschluss seines Studiums landete er beim Umweltbundesamt, arbeitete ab 1981 im hessischen Umweltministerium, von 1984 bis 1990 als Staatsrat bei der Umweltbehörde Hamburg und war schließlich von 1991 bis 1997 Hamburger Umweltsenator.

Schon in seiner Zeit beim Hamburger Senat beschäftigte das SPD-Mitglied sich mit Fragen des Klimawandels und des Klimaschutzes. So legte Vahrenholt bereits 1990 ein 24-Punkte-Programm »Hamburgs Beitrag zur Verminderung der Klimagefahren« vor. Jetzt warnt der 70-jährige in einem Interview mit dem »Hamburger Abendblatt« vor der aktuelle Hysterie.

»Die Klima-Diskussion ist so hysterisch geworden, dass sie die Politik vor sich hertreibt. Wir haben aber keinen Klimanotstand«, stellt Vahrenholt fest. Würden Greta Thunbergs Forderungen umgesetzt, wären Wohlstand und Entwicklung weltweit massiv gefährdet. Wer heute glauben mache, dass das Leben auf unserem Planeten bereits in wenigen Jahren gefährdet sei, der treibe Menschen in Angst – das sei unverantwortlich.

Daher empfiehlt Vahrenholt mit Verweis auf die immer wieder seit geraumer Zeit unter dem Banner der Fridays for Future« für radikalere Klimaziele protestierenden Schüler: »Hört auf, den Kindern Angst zu machen – die bekommen ja schon Wahnvorstellungen«.

Vahrenholt beklagt, dass in der gesamten Debatte der grünende Effekt des CO2 übersehen oder verschwiegen wird. Durch CO2 werde die Fotosynthese befördert und die Sahel-Zobe grüner. In den letzten Jahren hat die Fotosynthese auf der Erde um 20 Prozent zugenommen, wodurch Blätter und Früchte, aber auch Weizenkörner größer wurden. Ohne CO2 würde pflanzliches Leben buchstäblich ersticken.

Der Zuwachs an CO2 komme seit längerem auch nur noch aus den Entwicklungsländern. Europa und die USA sind fallend, während China inzwischen pro Kopf mehr CO2 ausstoße als die Europäer, so Vahrenholt.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Hans-Peter Klein

Nachsatz / Nachfrage:

Bin ich etwa selbst ein "Klimahysteriker" ?

Alles was ich über das Klima weiß stammt entweder
* theoretisch aus erweitertem Schulbuchwissen im Selbststudium.
* oder praktisch aus meinem kleinen Mini-Versuchslabor Weinberg, Riesling, Steillage, Südlage.

Mein Pendel schlägt klar auf die Seite anerkannter Wissenschaftler, irgendwo zwischen den Professoren G. Ganteför, H. Lesch, S. Rahmstorf, J. Thiede, u.a.
Es will intuitiv einfach nicht auf die Seite der Professoren Kirstein, Lüdecke, Tscheuschner, u.a. ausschlagen.

Das Weinqualität und Klima ebenfalls zusammen hängen, bedarf keiner Erklärung, ebenso wie in der Landwirtschaft, Forstwirtschaft.

Jetzt standen in besagtem Weinberg bereits meine Großmutter ihr Leben lang, mein Vater sein Leben lang und ich erinnere mich, das Öchslegrade zwischen 75 - 80 bis in die Neunziger die Regel waren, ganz große Ausnahmen waren sog. Jahrhundertjahrgänge mit > 90 Öchsle wie 1976.

Als aufmüpfiger Sprössling, mit dem gewissen Revolutionsgen meiner Generation im Blut, konnte ich in den letzten Jahren folgende Ergebnissse erzielen:
2015: 86 Öchsle
2016: 88 Öchsle
2017: 92 Öchsle
2018: 104 Öchsle
2019: 110 Öchsle
D.h. jedes Jahr in Folge erfreulicherweise die höchste Qualitätsstufe Auslese erreicht, wenn man von Beerenauslese und Eiswein mal absieht, früher waren Kabinett und Spätlese die Regel.

Wäre da nicht dieser Zweifel, das sich einerseits das gobale Klima Richtung wärmer entwickelt, lokal jedes Jahr zunehmende Hitzetage > 41 Grad zu beklagen sind, andererseits wir hier in Zentraleuropa u.U. trotzdem zu den sog. Klima-Gewinnlern gehören, dann wären diese Ergebnisse ein Grund ungetrübter Freude und Weingenusses.

Diese Zweifel sind in meinen Augen mehr als berechtigt wenn man außer seinem Verstand auch die Sinne auf sich wirken lässt, sie werden auch nicht dadurch geringer, wenn dies in bestimmten Kreisen als "Klimahysterie" gebrandmarkt wird.

MfG, HPK
P.S.: Auch mir ist klar, das nicht alles mit dem Klima zusammen hängt, allein die Bodenbearbeitung, der Rebschnitt und der Schutz vor Pilz- und Insektenbefall haben sich in den vergangenen 20 Jahren stark verändert.

Gravatar: Hans Meier

Die bestimmende Hauptsache für Wetter und Klima ist natürlich die Sonne, und wer stattdessen in anderen Theorien wie CO2 philosophiert, hat eine sehr finanzstarke Lobby hinter sich welche empört lügend politische Kartell-Privilegien einfordern. https://www.achgut.com/artikel/der_mann_dem_sie_die_sonne_uebelnehmen
Die Branchen der Wind- und Sonnen-Industrie sind völlig auf Planwirtschaft angewiesen, in einem marktwirtschaftlichen Wettbewerb haben sie keine Chancen, also müssen sie erhebliche Summen investieren um Panik und Unwissen zu verbreiten.
https://sciencefiles.org/2019/10/07/extinction-rebellion-teil-eines-aktivistensumpfes-mit-gesellschaftlichem-umsturz-als-ziel/

Gravatar: Hans-Peter Klein

Es gibt zwischen den Extremen
"Leugnern" - / - "Hysterikern"
durchaus noch vernünftigere Zwischenpositionen
wie die
"Skeptiker" - / - "Warner".

Zur Position der "Leugner" zähle ich die Vertreter von
EIKE, Klimamanifest Heiligenroth.
Die sind insofern ehrlich, das sie den Treibhauseffekt an sich leugnen, den Einfluss des CO2 sowieso und den menschengemachten Klimawandel für eine reine Einbildung geistesgestörter Indoktrinationsopfer brandmarken.
Unehrlich sind sie insofern, das sie nicht offen die Wiederkehr zu Atomenergie und der forcierten Verbrennung von Kohle, Öl, Erdgas einfordern, ein Schelm wer böse Lobbyarbeit dahinter andenkt. Sie werden wegen ihrer Rhetorik und ihrer Argumentationsweise nicht zum Kreis anerkannter Klimawissenschaftler gezählt.

"Hysteriker" sind m. E. der politische Arm und die Mehrzahl der Mainstream Medien, bei denen dann mal wahlweise der Eiffelturm, der Kölner Dom oder die New Yorker Freiheitsstatue unter Wasser stehen, auch sie stehen außerhalb der anerkannten Wissenschaftl, es sind Stimmungsmaschinen.

Dann gibt es einmal sich selbst nennende "Skeptiker", die aber eigentlich verkappte "Leugner" sind.

Bei Vahrenholt fällt es mir schwer ihn einzuschätzen, empfehlenswert ist aber der kritische Artikel auf Klimalounge:
Link:
https://scilogs.spektrum.de/klimalounge/wie-fritz-vahrenholt-den-bundestag-fuer-dumm-verkaufen-wollte/

Ein echter "Skeptiker" ist nach m. M. Professor Gerd Ganteför, er verlässt nie die nüchterne, rationale Sprache der anerkannten Wissenschaft, er polemisiert nicht, er hat eine ganzheitliche Sicht der Dinge und er scheut sich nicht anzuecken, weder fachlich naturwissenschaftlich noch politisch und er kann, ähnlich wie Harald Lesch sehr gut allgemeinverständlich formulieren auf hohem inhaltichem Niveau.

"Warner", das sind für mich die echten, die anerkannten Wissenschaftler, die in der Sprache der Wissenschaft echte Überzeugungsarbeit leisten, dazu zähle ich Prof. S. Rahmstorf.

Was andere aus alledem machen, das ist eine ganz andere Sache, da sind wir dann ganz schnell wieder bei den "Hysterikern" oder wahlweise "Leugnern", beides Stimmungsmaschinen für ihr je eigenes Klientel.

MfG, HPK

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