China wird zunehmend als Problem-Standort empfunden

Europäische Firmen sehen Investitionen in China zunehmend kritisch

Chinas Position an der Seite Russlands, die Überwachungen und Restriktionen, die Corona-Politik und Lockdowns, die unterbrochenen Lieferketten: Es gibt immer mehr Gründe für Unternehmer, ihr China-Geschäft neu zu überdenken.

Foto: OlliL/flickr.com/CC BY-SA 2.0
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Wie das »Handelsblatt«, »n-tv« und »NDR« berichteten, überdenken immer mehr Unternehmer und Firmen ihre Investitionen in der Volksrepublik China. Die Haltung Chinas zu Taiwan und die damit verbundene Kriegsgefahr, die Position Chinas an der Seite Russlands, die Restriktionen und Verbote im Lande, Reisebeschränkungen, das Kopieren von Produkten, die Überwachung und die plötzlichen politische Wendungen, aber vor allen die willkürliche Corona-Politik mit ihren Lockdowns gehören zu den vielfältigen Gründen. Die Corona-Krise habe vorgeführt, wie die Handels-, Produktions- und Lieferketten unterbrochen sind.

So haben einer Umfrage der Europäischen Handelskammer zufolge rund 60 Prozent der Unternehmen angegeben, dass ihr Geschäft in China schwieriger geworden sei. So schlecht sei der Wert noch nie gewesen. Und fast ein Viertel der Unternehmen erwägt, ihre für China geplanten Investitionen in andere Länder zu verlagern.

Seit den Corona-Lockdowns ist ohnehin eine weltweite Tendenz zu beobachten, Handels-, Produktions- und Lieferketten wieder geographisch zu verkürzen, mehr vor Ort zu produzieren und weniger von globalen Netzen abhängig zu sein.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Walter

Da werden aber viele Supermärkte und auch Kaufhäuser mit ihren Billigprodukten aus China sehr leer aussehen.

Gravatar: Oliver S.

Das habe ich schon sehr, sehr lange kritisch gesehen.
So langsam werden wir wach.
Jedenfalls was die Beziehung zu diesem China angeht.

Gravatar: asisi1

Für mich sind die Chefs dieser Firmen, die sich jetzt negativ äußern, nur Schwuchteln und Dampfplauderer!
Um billiger zu Produzieren haben sie sich doch freiwillig Richtung China bewegt. Und jetzt jammern. Ich würde sie jetzt im hohen Bogen vor die Tür setzen, da sie mittlerweile die gleiche Welle wie die Grünen und Sozen reiten.
Über selbst gemachte Probleme jammern!

Gravatar: Elke

"Bleibe im Lande und nähre dich redlich."

Das kommt davon, wenn man gierig wird. Es rächt sich.

Gravatar: Artur Undert

Das werden deutsche Unternehmen nach den Rußlandsanktionen nicht überleben, das ist sicher!
Nach Inflation, Hunger, Arbeitslosigkeit und im Winter frieren bricht alles zusammen, das kann kein auch so reicher Staat leisten.
Bin gespannt, wie Ampel das bewältigen will?
Dann müssen wir Hühnerfüße, Schweinefüße und andere
ungewohnte Produkte incl. VW, Mercedes, Audi, BMW und Siemensprodukten selbst verzehren.
Es gibt immer eine Lösung.

Gravatar: Rasio Brelugi

Die "Position Chinas an der Seite Russlands" ist wohl das kleinste Problem - für Leute mit Arsch in der Hose.
China jedenfalls agiert seit Jahrzehnten extrem nationalistisch mit seiner staatlicherseits unterbewerteten Währung. Das hat für die internationalen Konzerne einen Vorteil gebracht (wegen des dadurch entstandenen billigeren Produktionsstandorts). Diesem Vorteil der internationalen Konzerne haben wir unsere Wirtschaft geopfert: Textilindustrie, Elektronik-Industrie, Haushaltswaren-Hersteller - alles kaputt.
Unsere Wirtschaft ist soweit zerstört, dass die Chinesen es schon wagen, unsere marode Wirtschaft mit "Lieferkettenproblemen" weiter zu schädigen.
Politische Korrektur? Das Ziel von Freihandelszonen muss eine (zumindest mittelfristig) ausgeglichene Handelsbilanz aller beteiligten Staaten sein. Insofern China dieses politische Ziel nicht mittragen will, gehört es ausgeschlossen aus solchen Freihandelsabkommen.

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