Wahl zum EU-Parlament am 26. Mai 2019

EU-kritische Parteien in Umfragen immer stärker

Die Wahl zum EU-Parlament am 26. Mai 2019 könnte sich zu einer echten Zerreißprobe des Parlaments an sich entwickeln. Die Stimmanteile der EU-kritschen Parteien werden von Umfrage zu Umfrage immer größer.

Quelle: mycitytrip.com / frei verfügbar
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Noch beherrschen die Blöcke der Europäischen Volkspartei (EVP / dazu gehören aus Deutschland CDU und CSU) respektive der Sozialisten und Demokraten (S&D / die SPD gehört dazu) das politische Parkett im Europäischen Parlament. Die EVP hat derzeit 221 Sitze, die S&D 191 von insgesamt 751 Sitzen. Doch diese alle anderen Parteien und Fraktionen erstickende Konstellation wird ein Ende haben. Die aktuellen Prognosen sehen einen Verlust von 44 Sitzen in den Reihen der EVP und sogar 62 Sitzen in den Reihen der S&D vorher.

Die Wahl im Mai 2019 wird unter dem Eindruck des Brexit und der Neuverteilung der dann vormals britischen Parlamentssitze stehen. 27 dieser 73 Sitze wird auf 14 der leicht unterrepräsentierten EU-Staaten verteilt; die anderen 46 Sitze werden aktuell nicht besetzt und sollen als Reserve für zukünftige Beitrittsländer dienen.

Doch obwohl mit dem Wegfall der Briten die Reihen der EU-kritischen Parteien einen herben Verlust hinnehmen werden (19 der insgesamt 76 britischen Sitze waren von der UKIP gewonnen worden), steigen ihre Umfragewerte insgesamt weiter an. Insgesamt werden die drei Fraktionen der Skeptiker 170 Sitze gewinnen, ein Plus von 15 Sitzen gegenüber dem aktuellen Stand.

Eine gewisse Unsicherheit in den Prognosen bleibt allerdings. Denn aktuell sitzen einige unabhängige Abgeordnete im Parlament oder ihre Parteien haben sich keiner Fraktion angeschlossen. Das gilt unter anderem auch für »Jobbik« aus Ungarn oder »Korwin« aus Polen. Sie eint aber, dass auch sie skeptisch zur bis ablehnend gegen die EU eingestellt sind.

Zu den Besonderheiten des EU-Parlaments gehört, dass, anders als im Bundestag, Parteien auch gerne einmal die Fraktionen wechseln. Ob die jetzige Fraktionenzugehörigkeit bis zur Wahl Bestand haben wird, ist daher, auch unter dem Eindruck des Brexit, nicht garantiert.

Die einzigen definitiven Aussagen, zu denen die Auguren aktuell bereit sind, sind die Verluste bei EVP und S&D.

 

 

 

 

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

... „Die Wahl zum EU-Parlament am 26. Mai 2019 könnte sich zu einer echten Zerreißprobe des Parlaments an sich entwickeln. Die Stimmanteile der EU-kritschen Parteien werden von Umfrage zu Umfrage immer größer.“ ...

Was wohl auch ein Grund dafür ist, das Berlins regierender Bürgermeister – alias Müller Michi(?) – nun vor Gericht steht!!!

Er „soll nach Ansicht der AfD durch einen Tweet das Recht der Partei auf Chancengleichheit im politischen Wettbewerb verletzt haben.“ (Was ich als Nichtmitglied ebenfalls so sehe!)
„Deshalb verklagte die AfD den SPD-Politiker. Das Landesverfassungsgericht verhandelt seit Mittwoch die Klage.“ ... https://www.journalistenwatch.com/2019/01/17/afd-berlins-regierenden/

Welches Urteil in diesem Rechtsstaat(?) dabei wohl zu erwarten ist???

Gravatar: Jürgen kurt Wenzel

Das Wissen über die Hintergründe der EU und deren Gründungsväter ist doch bekannt und in Öffendlichen Reden ausgesprochen !! Aber warum nicht Laut und immer wieder , dieser Nahme Walter Hallstein mit Hitler und Mussolini und als Phönix aus der Asche nach dem Untergang bei der CDU !! - Sollte Deutschland nie wieder auf die Beine kommen ? Von Churchil mit Bomber Harrys bis Morgenthau ! Deutschland 1945 ein Trümmerhaufen , in Blut und Rauch erstickt !!- Bis auf die Bauernopfer waren DIE so ab 1950 wieder da . Von Fritz te Meer bis ALLE mit rauchenden Schloten , Kreide gefressen , rein gewaschen nichts gewusst , der Plan ging auf !!'Nun ist klein Erika aus dem Hause Rot die ,, mächtigste " Frau der Welt , die Briten haben wohl gerade ihre Kriegsschulden an die Ammis bezahlt , sind ihre Kolonien los und nie wider die Herren der Welt !!! -Tja ,wer hat den Krieg denn nun wirklich verloren , was ist denn da neu erwacht?????

Gravatar: Unmensch

Linksextremismus oder Rechtsruck? Auch für die EU gilt diese Entscheidungsfrage.

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