»Neue Mitgliedsländer nicht als Last, sondern als Bereicherung sehen«

EU-Kommissar Hahn drängt auf eine EU-Erweiterung am Westbalkan

Österreichs derzeitiger EU-Kommissar Johannes Hahn will die Erweiterung der Europäischen Union auf dem Westbalkan vorantreiben. Dieser fordert, recht bald Serbien, Kosovo, Albanien, Mazedonien und Montenegro eine EU-Perspektive zu geben.

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Während die Briten als einer der größten EU-Nettozahler auf ihren Austritt aus der Staatengemeinschaft zusteuern, macht der für die Beitrittsverhandlungen zuständige EU-Kommissar Johannes Hahn Druck in Richtung einer Erweiterung der Europäischen Union nach Südosten.

Der ÖVP-Politiker sieht steigende Chancen für eine Beschleunigung des Erweiterungsprozesses auf dem Westbalkan. »In den Mitgliedstaaten ist jetzt mehr Bereitschaft da, sich mit der Erweiterung auseinanderzusetzen«, erklärte Hahn gegenüber der »Wiener Zeitung«.

Es würde anerkannt werden, dass auf dem Balkan Frieden einkehren könne und die EU-Perspektive dafür ausschlaggebend sei. Dabei nannte der EU-Kommissar als Beispiel Mazedonien. Das Land sei mit der Hilfe Europas aus einer schweren Verfassungskrise gehievt worden.

Der frühere österreichische Wissenschaftsminister verwies darauf, dass der Westbalkan auch für die EU ein attraktiver Markt sei. Balkanstaaten wie Serbien, Kosovo, Albanien, Mazedonien und Montenegro befinden sich alle auf unterschiedlichen Etappen auf dem Beitrittsweg in die EU.

Für den Februar plant der EU-Kommissar eine Westbalkan-Strategie vorzulegen, um die Aufnahme der Länder in die Europäische Union voranzubringen. Die Länder würden eine EU-Perspektive brauchen, um nicht abzurutschen. Es müsse in der EU die Überzeugung entstehen, dass ein neues Mitgliedsland keine Belastung sei, sondern eine Bereicherung.

Die wirtschaftliche Perspektive sei wichtig, damit es auch Fortschritte auf dem Sektor der Rechtsstaatlichkeit gebe, sagte Hahn. Ein Problem in der Region stelle nämlich noch immer Korruption dar, auch auf lokaler Ebene und im Alltag. Das sei eine Schwäche des Systems, die ausländische Investoren abschrecke.

Dass Korruption in Bulgarien und Rumänien immer noch ein Problem ist, auch nach unterdessen zehn Jahren EU-Mitgliedschaft, lässt Hahn dann aber unerwähnt.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Unmensch

Ich sehe das positiv. Je mehr Armut wir in der EU selbst haben, desto geringer ist der Importbedarf.

Gravatar: Sabine

Vielleicht will man verhindern, dass sich die Chinesen auch diesen Staaten zuwenden.

Gravatar: Britta

Allen meinen Kommentatoren vor mir kann ich aus
tiefstem Herzen zustimmen.
All diese Südländer hätten schon nicht in die EU gedurft.
Wir müssen für sie alle bezahlen.
Und nun noch das.

Die spinnen.

Gravatar: Ercan Aslan

Och nöö!! Sind wir nicht schon genug bereichert worden?? "Goldstückchen" haben wir auch mittlerweile mehr als genug! Aber nein! Immer steht jemand aus der Politik auf, der uns Scheiße als Schokolade verkaufen will! Das Dumme ist nur, dass der bittere Nachgeschmack bleibt...

Gravatar: karlheinz gampe

Wann hat der Bürger die Schnauze voll von diesen kranken, parasitären linken SED Altparteien, die ihm immer tiefer in Tasche greifen und mit Terror und Kriminalität beglücken ?

Gravatar: KritischeStimme

Die EU-Erweiterungsabteilung hat die EU schon in die groessten Schwierigkeiten gebracht.
Dieser Hahn sollte entlassen werden und die Abteilung aufgeloest.
Freiheit gibt es nur fuer Voelker ausserhalb der EU ???
EU-Erweiterungsabteilung sofort aufloesen. In Belgien befindet sich Puigdemont a/d richtigen Stelle beim EU-Parlament.Wenn Katalonien im Balkan, in Russland, China gelegen waere, haetten EU-Politiker geschriehen fuer Freiheit f Voelker.Jetzt im Falle Kataloniens wo es der EU-Eliten besser passt nicht ueber Freiheit f Voelker zu sprechen ist Freiheit eine hohle Frase geworden. Weshalb musste Kosovo ohne Referendum unabhaengig werden,was Katalonien verweigert wird? Kosovo ist nicht lebensfaehig+wird bis auf unabsehbare Zeit viele MIllionen v Euros kosten f EUsteuerzahler.Der Gipfel ist wirklich J.C.Juncker der sagte er kann nicht vermitteln,sonst koennten 100 EU-Staaten entstehen.Also es gibt Freiheit in Klassen. In Ukraine wird einen Putsch befoerdert zugunsten der EU mit 10.000 Toten, 2.5 mio Fluechtlingen+Halbierung des dortigen Lebensstandards, Parlamentswahlen sind abgeschafft. Im Balkan werden unlebensfaehige Ministaaten unter 1 mio Einwohner zur EU+Unabhaengigkeit gedraengt

Gravatar: Heinz

An Bereicherungen haben wir wohl in den letzten Jahren genug bekommen!
Daran werden wir wohl noch lange Zeit kauen, wenn wir uns dabei nicht verschlucken müssen.
Albanien und Nachbarn in der EU - geht's noch!

Gravatar: Ede Wachsam

Diesem korrupten verlogenen EU Verein muss soviel Sand ins Getriebe gestreut werden wie es gibt und wenn wir die Sahara plündern müssen.

Gravatar: Freigeist

Mal Ruhe bewahren. Es sind derart kleine Länder, dass einige davon der EU nicht schaden können und andererseits der Balkan stabilisiert würde. Bei Kosovo bin ich jedoch sehr dagegen. Kosovo braucht eine besondere Entwicklung vorher. Mal die Bevölkerungs-Zahlen anschauen.

Gravatar: Jürg Rückert

Die EU ist wie eine Würgeschlange, die platzt, weil sie sich überfressen hat.

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