Die unendliche Geschichte des BER könnte, so Jörg Marks, ehemaliger Technick-Chef des BER, vor dem Untersuchungsausschuss durchaus ein Ende haben. Die dortige Baustelle sei zu keiner Zeit auf Fertigstellung ausgerichtet gewesen. Ein solches Projekt könne man gar nicht auf 100 Prozent bringen, so Marks weiter. Man könne den Flughafen durchaus öffnen. Doch dazu müsse man bei der einen oder anderen Vorschrift bei der Abnahme einfach einmal »Fünf grade sein lassen«, wird er in einem Bericht der Berliner Morgenpost zitiert.
Alleine die Verlegung von über 600 Kilometern Kabel sei so Marks eine »neverending story«. Dafür habe es im Grunde gnommen gar keinen Platz geben. Zudem haben sich die Normen und Vorschriften für die Kabelverlegung während der Bauzeit mehrfach geändert. 2016 mussten daher neue Kabel-Tragesysteme eingebaut werden. Wäre der BER zu der Zeit bereits am Netz gewesen, wären die geänderten Vorschriften ohne Belang geblieben.
Doch weil der BER nicht über eine gültige Baugenehmigung verfügte, konnte man auch nicht nach den alten, davor geltenden Normen weitermachen. Für die Beibringung einer gültigen Baugenehmigung ist der Bauherr verantwortlich. Bauherren beim BER sind der Regierende Bürgermeister von Berlin und der Ministerpräsident Brandenburgs; zumindest war das die ursprüngliche Struktur. Nach der Serie von Pleiten, Pech und Pannen aber wurde die Verantwortung auf andere Repräsentanten delegiert. Der einstige Berliner Regierende Bürgermeister Wowereit hat längst das Amt aufgegeben und sich so etwaiger Regressforderungen entzogen. Sein Nachfolger Michael Müller hat im März 2017 die Brocken als Vorsitzender des Aufsichtsrats der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH hingeschmissen, um sein bisschen Restrenomee nicht gänzlich zu ruinieren. Geändert hat das an dem Desaster rund um den BER nicht. Gehandelt wird nach dem Motto »Rette sich, wer kann«.



Kommentare zum Artikel
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Das weiß jeder, der noch gesunden Menschenverstand besitz, schon lange. Da geht es doch primär um das Verschieben von mühsam erarbeitetem Steuerzahlergeld in einige wenige bodenlose Nassauer-Filzokraten-Taschen.
Egal was in Schundschland an millionenteuren Pech, Pleiten und Pannen passiert, die angeblich dafür Verantwortlichen kassieren zu ihren fürstlichen Gehältern oft sogar noch Boni für ihr Versagen.
Wie soll man dieses Abzocker-System nennen - wenn nicht Organisiertes Verbrechen mit Wählersegen?
Das Schlimme ist, die verantwortlichen Politiker laufen immer noch frei herum. Politiker, ein Nebenjob ohne Verantwortung und das Volk lässt das zu.
„Jörg Marks, Ex-Technik-Chef, vor dem Untersuchungsausschuss
»Es geht beim BER nicht um Fertigstellung«
Könnten dies auch wie folgt zu begründensein??? https://www.youtube.com/watch?v=BGmon2jOUL8
Wenn nach dem zweiten Weltkrieg so gearbeitet worden wäre, würde die Deutschen heute noch in denTrümmern hausen.
In China sind im selben Zeitraum über 60 Flughäfen gebaut worden. Auch wenn man vieles nicht vergleichen kann, muss es einem doch wirklich zu denken geben.
Was ist aus diesem Land bloss geworden? Hier stimmt auch wirklich nichts mehr. Wo man hinschaut, nur noch Chaos.
Und ich bin ganz ehrlich. Ich sehe für dieses Irrenhaus, was man früher noch als Deutschland kannte, keine Hoffnung mehr. Und auch wenn ich mich anstrenge. Das berühmte Licht am Ende des Tunnels kann ich nicht erkennen. Wenn es jemand aber sieht, so kann er sicher sein, das dies ein Zug ist, der ihm entgegenkommt