Türkische Regierung verfolgt Militärs, die 2016 am Putsch beteiligt waren

Erdogan setzt Kopfgeld auf geflohene Soldaten aus

Nach dem gescheiterten Putschversuch 2016 waren viele türkische Soldaten ins Ausland geflohen. Die Türkei setzt nun Kopfgeld aus. Besonders im Visier stehen acht Soldaten, die mit einem Hubschrauber nach Griechenland geflohen waren. Insgesamt wurden wegen des Putsches über 50.000 Menschen inhaftiert.

Foto: European Union
Veröffentlicht: | von

Nach dem gescheiterten Putsch gegen das Regime von Recep Tayyip Erdogan wurden über 50.000 Menschen ganz oder zeitweise ins Gefängnis gesteckt. Noch immer sucht die türkische Regierung nach weiteren Putschisten.

Aktuell im Visier stehen acht türkische Soldaten, die 2016 mit dem Hubschrauber nach Griechenland geflohen waren [siehe Berichte »Spiegel-Online«, »FAZ.net«]. Die Türkei verlangt deren Herausgabe. Doch Athen besteht auf das Recht der Soldaten, die Asyl beantragt und erhalten hatten, und auf die Unabhängigkeit der griechischen Justiz.

Erst vor wenigen Tagen hatte sich Recep Tayyip Erdogan hinter Nicolas Maduro von Venezuela gestellt, weil dieser seiner Ansicht nach ebenfalls mit einem Putschversuch zu kämpfen habe. Maduro hatte sich 2016 solidarisch gegenüber Erdogan gezeigt. Nun revanchiert sich Erdogan. Griechenland dagegen hatte sich seit 2016 offen für politische Asylanten aus der Türkei gezeigt.

 

 

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

... „Erdogan setzt Kopfgeld auf geflohene Soldaten
aus“ ...

Setzt dieses Merkel nicht auch ´alles` in Bewegung, wenn ein Bundeswehrsoldat desertiert, der lieber
´sein` Heimat- bzw. Geburtsland unterstützt?
https://www.zeit.de/politik/deutschland/2014-10/bundeswehr-soldat-ukraine-desertiert

Ist es nicht sogar in den VS so, dass Soldaten lieber desertieren, wenn sie erkennen, dass sie ohne Chance auf Sieg gegen das Völkerrecht kämpfen sollen???
https://www.friedenskooperative.de/friedensforum/artikel/us-soldaten-lieber-desertieren-als-zurueck-in

Gravatar: Werner

Ich denke nicht, dass sich die Deutschen in die inneren Angelegenheiten der Türkei einmischen müssen, das geht uns nichts an. Bei diesem Chaos was sich da abspielt, blickt so keiner durch. Die Türkei ist für einen deutschen Normalbürger ein fremdes Land mit einer völlig anderen Kultur, von Religion rede ich gar nicht, weil mich die nicht interessiert. Die antideutsche Merkel begab sich voll in die Hand von Erdogan, das ist sicher und das muss geändert werden.

Gravatar: Canta

Erdogan hat Recht: Die Putschisten und Rechtsbrecher müssen ihrer gerechten Strafe zugeführt werden. Angst vor Strafverfolgung kann kein Asylgrund sein.

Gravatar: Frost

Wenn man nicht mehr weiter weiß, kommt man mit neuem Scheiß.

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