Despoten unterstützen sich gegenseitig

Erdogan hält zu Maduro

Recep Tayyip Erdogan hält Nicolas Maduro die Treue. Kein Wunder, hatte er doch selbst einen Putsch überstehen müssen. Jetzt will er, dass Maduro an der Macht bleibt.

Screenshot Youtube
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Als 2016 in Form eines großen Putsches versucht wurde, den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zu stürzen, hielt Nicolas Maduro Erdogan die Treue und unterstützte ihn.

Jetzt revanchiert sich Erdogan [siehe Bericht »Tagesschau«]. Er zeigt sich zum Schulterschluss mit Maduro bereit und kritisierte die internationale Unterstützung für die venezolanische Opposition.

Erdogan soll sogar Maduro angerufen und ihn aufgefordert haben, standhaft zu bleiben. Die Regierung von Maduro dürfe nicht den westlichen Rücktrittsforderungen nachgeben.

Damit positioniert sich Erdogan auch gegen Washington. Die Beziehungen zwischen den USA und der Türkei haben sich nach den Vorwürfen, der in die USA geflüchtete Oppositionelle Fethullah Gülen stünde hinter dem gescheiterten Putschversuch von 2016, erheblich abgekühlt.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Anton

Erdogan muß es ja wissen, denn er hatte diese Erfahrung,
obwohl die Westliche Wartegesellschaft ihn beschuldigt
hat, alles nur inszeniert zu haben, um die bevorstehenden
Wählen zu manipulieren!
Stehen in Venezuela Wahlen bevor!?

Gravatar: Doris Mahlberg

Ja, so war das schon immer : Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus, und eine Hand wäscht die andere.

Doris Mahlberg

Gravatar: Wolfgang Brugger

Ich bin der Meinung, dass in Bezug auf Maduro und Venezuela mit zweierlei Maß gemessen wird. Maduro ist doch kein Sozialist in der Art unserer linksgrün versyphten Volksverträter. Das Anliegen, die nationale Kontrolle über die natürlichen Ressourcen Venezuelas zu behalten und das Land vor der Ausplünderung durch die Energiekonzerne zu bewahren, ist ein populistisches. Die Konzerne und die ihnen hörigen westlichen Staaten haben bisher noch jedes Land, das die Kontrolle über seine Bodenschätze nicht aufgab, zu destabilisieren versucht, unternahmen im Namen von Demokratie und Menschenrechten Interventionen und zerstörten eine Reihe von Staaten.
Wenn ich die Art, wie über Maduro berichtet wird, auf Frankreich anwende, komme ich zu folgendem Schluss. Gegen Macron demonstrieren auch 100000. Es war von Anfang an klar, dass er mit seinem konzernfinanzierten Wählerbetrug und der Ausschaltung der Parteien durch die Anwerbung von Überläufern Frankreich ins Chaos stürzt. Ein drakonisches Antidemonstrationsgesetz ist bereits auf dem Weg. Trotzdem bezeichnet ihn niemand als Diktator, obwohl im Gegensatz zu Maduro nur gegen ihn aber nicht für ihn demonstriert wird. Neuwahlen wären in Frankreich dringend erforderlich! Vielleicht lässt sich auch jemand finden, der sich selbst zum Präsidenten von Frankreich ernennt, den man dann anerkennen könnte. Über Hunger in Frankreich findet man viele Artikel. Z. B. Schwierigkeiten „am Ende des Monats noch Geld übrig zu haben, zum ausreichend Essen aufzutreiben, häufen sich bei Alleinstehenden (15%), Alleinerziehenden (27%) und Familien mit mehr als zwei Kindern (17%)…“ und Frankreich ist ein hoch entwickelter Industriestaat!
Auch der Vergleich mit anderen lateinamerikanischen Staaten fällt nur so negativ aus, wenn man unterschlägt, dass es in Mexiko 40000 und in Brasilien 60000 Tötungen jährlich gibt. Das spricht weder für akzeptable Lebensverhältnisse noch für eine funktionierende Demokratie sondern für Bürgerkrieg! Zum Vergleich: Die mexikanische Revolution begann 1910 und dauerte über 10 Jahre. „…mittlerweile wurde die Zahl der Opfer rein militärischer Gewalt von der Forschung auf rund 350.000 Tote nach unten korrigiert.“ (Wikipedia)

Gravatar: Ludwig

Was soll man zu diesen 2 Hohlköpfen auch sagen, sie lassen es sich gut gehen auf Kosten der Bürger.
Abschießen wäre billiger.

Gravatar: Andre Lange

Man sollte mal so langsam aber sicher den Amis in die Schranken weisen. Wie lange sollen wir uns noch ausbeuten lassen von den Geldgierigen Haien? Einfach wiederlich!

Gravatar: Klaus Peter Kraa

Die Bemerkung von Anton: "Westliche Wartegemeinschaft" finde ich treffender als den Begriff "Westliche Wertegemeinschaft". Ist es eine Freudsche Fehlleistung aus dem Unterbewusstsein? Denn sie wartet lieber, was geschieht, eiert um die Dinge rum, die in der Welt passieren und macht Vorschläge, die sie wahrsheinlich selbst nicht versteht. Und man muß sich doch fragen: Welche Werte vertritt sie eigentlich. Niemand weiss es, selbst die Repräsentanten dieser Gesellschaft haben keine Antwort.

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