Armut in Deutschland

Eklat um die Flaschensammler in Berlin

Die Flaschensammler gehören zum Stadtbild von Berlin – sie werfen ein Schlaglicht auf die Armut in dem angeblich reichen Deutschland. Nun machte ein Getränkemarkt Schlagzeilen, weil er von den Flaschensammlern einen Gewerbeschein verlangte.

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Veröffentlicht: | Kategorien: Nachrichten, Nachrichten - Lebenswelt, Startseite - Empfohlen | Schlagworte: Armut, Berlin, Flaschensammler, Getränkemarkt, Umsatzsteuernummer, Vandalismus
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»Herzlose Schikane oder besondere Gesetzestreue? Ein Berliner Getränkemarkt will nur noch Flaschensammlern mit Umsatzsteuernummer Gutschriften geben«, titelte der Tagesspiegel und berichtete von einem Sturm im Wasserglas – in der leeren Wasserflasche sozusagen. Es gehört zum Selbstverständnis der empathischen Berliner, dass sie sich im Namen der Armen empören. Das taten sie dann auch.

Der Inhaber des Getränkemarktes entschuldigte sich daraufhin auf facebook»Es tut mir leid, dass es zu diesem Missverständnis gekommen ist«. Der zuständige Geschäftsführer wurde mit sofortiger Wirkung beurlaubt. Weiterhin werden alle Pfandflaschen zurückgenommen, heißt es. Das kleine Drama hatte also eine Fortsetzung, über die der Tagesspiegel dann ebenfalls berichtete.

Es gab auch ein Vorspiel: »Helft endlich den Flaschensammlern«, hatte jemand in einer älteren Nummer des Tagesspiegels gefordert. Seine Idee war die: Die Berliner sollten ihr Leergut nicht mehr in die Mülleimer werfen, sondern gut zugänglich vor den Mülleimern abstellen, damit man den Flaschensammlern das erniedrigende Wühlen im Müll erspart.

Gute Idee? Die FAZ wusste zu berichten, dass man die Idee bereits ausprobiert hatte. Es hatte nicht funktioniert. Zum Beispiel in Köln. Da hat man einen so genannten Pfandring erfunden, ein gelbes Metallgestell, das an Mülleimer oder Laternen montiert wird, in das leere Pfandflaschen gestellt werden konnten. Rund um den Mülleimer sah es ordentlich aus, und der Flaschensammler musste nicht mehr in den Dreck greifen. Eigentlich eine tolle Idee – könnte man meinen.

Aber: Es kam zu Vandalismus, zur Zweckentfremdung des Leerguts als Wurfgeschoss. Außerdem sollen neben Obdachlosen, Hartz-IV-Empfängern und Rentnern plötzlich auch Schüler und Studierende die Pfandflaschen mitgenommen haben. In Frankfurt wurden angeblich sogar Geschäftsleute beobachtet, wie sie nebenbei einen schnellen Cent machten.

In dem Land, in dem wir gut und gerne leben, tobt der Kampf ums Kleingeld. Aber immerhin: Soviel ist nun geklärt: Wer Flaschenpfand erhalten will, muss keine Umsatzsteuernummer nachweisen.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Thomas Waibel

Während "Flüchtlinge" einen Taschengeld von 400 Euro, kostenlose ärztliche Rundumversorgung und andere Leistungen erhalten, müssen viele "Nichtflütchtlinge" im Müll nach Flaschen herumwühlen.

Auffällig ist, daß die "Kirchen" und die Gewerkschaften, die immer vorgeben für soziale Gerechtigkeit zu sein, nicht diese krasse Ungerechtigkeit anprangern.

Offensichtlich sind die "Kirchen" und die Gewerkschaften nur für soziale Gerechtigkeit, wenn es darum geht in Staat und Gesellschaft den Sozialismus durchzusetzen.

Gravatar: Karl

erbärmlich , wie im reichsten europäischen Staat manche ums nackte überleben kämpfen müssen, Flaschensammeln für ne warme Suppe, eigentlich sollten wir denen dankbar sein, tragen sie doch obendrein zum Umweltschutz bei, wenn auch gezwungener massen.
Und nun nen Gewerbeschein dafür?? wie krank ist denn diese Gesellschaft??

Gravatar: Hans von Atzigen

Das kann man längst beobachten.
Das schiesst längst erschreckend ins Kraut.
Da sind teilweise auf breiter Front enorme Probleme,
als Lösungsansatz werden in schönster regelmässigkeit
irgendwelche Pinatz- wirksam Rezepte angeboten und gar nicht sooo selten einfach nur noch Ideologiesülze.
Einen besonderen ,,Scherz,, leistete sich die EU als antwort auf die Arbeitslosigkeit in den überschuldeten Staaten,subventionen für Internetportale.
Das ist in etwa vergleichbar mit dem Unterfangen gegen
einen Grossbrand Spielzeug-Wasserpistolen verteilen.
durchorganisiertes, flaschensammeln gegen Altersarmut, na ja??? geht in die gleiche Richtung.
Da gibt es gaaaanz viele die schnalles es nicht mehr,
das sie sich einfach nur noch selbst lächerlich machen
peinlich oder was???

Gravatar: Ratitorn

Es ist ein trauriges Zeichen, dass in diesem so genannten reichen Land Rentner und andere Flaschen sammeln müssen. Leider interessiert das niemanden von den Politikern ausser die Politiker der AfD. 40 Jahre geschuftet um dann im Müll nach Flaschen zu suchen. Das ist einfach nur krank.

Gravatar: Ulrike Schmidt

Wenn man eine Pfandflasche in einen Abfalleimer der Stadt wirft, wird die Flasche der Stadt übereignet.
Die Flaschensammler sind Diebe, die die Stadt beklauen.

Gravatar: Regina Ott-Hanbach

So lebt es sich eben in der verkommenen Migrantenrepublik. Wenn wundert das? Wir werden von einer psychisch angeschlagenen, dicken, alten Frau diktatorisch verwaltet. Ihre Markenzeichen: Das Zeigen der Freimaurer-Raute und ihre höchst unappetitlchen, abgefressenen Fingernägeln. Was kann man von dieser Person als DEUTSCHER schon erwarten? NICHTS!
Sie kuschelt auf Selfies lieber mit Schwarzafrikanern und Arabern. Pfui Teufel!

Gravatar: John Sheridan

@Ulrike Schmidt

Ist das Real-Satire? Sie wissen aber schon, wer der "Souverän" der Stadt ist, oder?

Gravatar: H.M.

Was für eine Schande, dass in unserem korrupten und willkommensbesoffenen Land Rentner Flaschen sammeln müssen, während die Volksverräter sich ihren fetten Wanst mästen und die Invasoren rundum versorgt werden.

HERR, schenke uns einen starken und neuen Bundeskanzler samt Gefolge, der die Dinge wieder ins Lot bringt!

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