Große Worte, maue Ergebnisse

Die Klimakonferenz ist zu Ende

Schon vor der UN-Klimakonferenz hatte Entwicklungsminister Gerd Müller vollmundig verkündet: »Der Klimaschutz ist die Überlebensfrage der Menschheit.« Hier möchte der Spötter sogleich unterbrechen und fragen: Haben Sie es nicht ne Nummer kleiner? Es wurde dann immer kleiner. Ganz kleinlaut waren schließlich die Ergebnisse.

Symbolbild Pixabay
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Die Zeit schreibt zusammenfassend: »Nach dem Beschluss applaudierten die Klimaverhandler, manche fielen sich in die Arme. Jubel gab es aber keinen.« Es gab auch keinen Grund zum Jubeln.

Die deutschen Grünen sprachen, wie der Tagesspiegel meldet, von einer »herben Enttäuschung«. Die zentrale Frage, was die einzelnen Staaten zur Erreichung des 1,5 Grad-Ziels beitragen, blieb »vollkommen unbeantwortet«, erklärten Fraktionschef Anton Hofreiter und die klimapolitische Sprecherin Lisa Badum. »Mit einem technischen Regelbuch allein spart man noch keine einzige Tonne CO2«, kritisierte auch Parteichefin Annalena Baerbock.

Was auch immer in Katowice beschlossen wurde, » … die globale Erwärmung wird dadurch kaum gebremst«, meint der Generalanzeiger Bonn. Die Schuld gibt er der Politik. Allen voran Donald Trump, der hatte den Ausstieg der USA aus dem Pariser Abkommen schon vorher eingeleitet. China hatte sich auch nicht zur Klimaschutz-Lichtgestalt entwickelt, zu der viele das Land hochloben wollten. Brasilien bekommt nun einen Präsidenten, dem zugetraut wird, ebenfalls das Abkommen zu verlassen.

Doch auch Deutschland bremst. Der Tagesspiegel meint, dass Deutschland bei der Konferenz eine große Chance vertan hätte: »Längst betreibt die Bundesregierung Klimaschutz-Scheinpolitik: Mit dem Kohleausstieg ist man keinen Schritt weiter. Wirtschaftsminister Peter Altmaier trat seiner Kabinettskollegin, Umweltministerin Svenja Schulze, sogar symbolisch vors Klima-Schienbein, als er ihr via deutsches TV zurief: Sie kann in Kattowitz machen, was sie will. Am Ende entscheidet ohnehin die Bundesregierung.«

Auf wetter.de wird geklagt, dass Deutschland die »Klimaziele aufgegeben hätte« und »Nachzügler« geworden wäre. Ann-Kathrin Schneider vom BUND sagte, Deutschland stehe in der »Schmuddelecke«.

Deshalb ist auch die Bundesregierung für ihre »nicht gemachten Hausaufgaben in Sachen Klimaschutz abgestraft worden«, wie der Stern meldet. Deutschland bekam am Rande der Konferenz den Negativpreis »Fossil des Tages« der internationalen Klimabewegung Climate Action Network verliehen – ein Preis, über den man sich »nicht freuen« sollte, wie es in der tagesschau hieß.

Gerd Müller gibt sich dennoch zuversichtlich. Gegenüber der Hannoverschen Allgemeinen erklärte er: »Ich bin sicher, dass wir unseren Rückstand bei der CO2-Einsparung aufholen werden – das ist auch ein Gebot der Verantwortung und der Solidarität.« Er glaubt weiterhin an die Vorreiterrolle Deutschlands und will auch seinen persönlichen Beitrag dazu leisten; denn Klimaschutz fängt im Privaten an: »Zum Beispiel morgens beim Haarewaschen«, erklärte er: »Ich verwende kein Shampoo, das Palmöl aus nicht zertifiziertem Anbau enthält.«

 

 

 

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Frank

Klimaschutz wird politisch immer recht engstirnig und einseitig betrachtet. Da werden mal die Dieselfahrer, dann die Stromerzeuger zu Tode geprügelt oder eine unsinnige Reflexaktion nach der anderen gestartet und nichts, aber auch rein garnichts davon kommt dem Klima zugute.

Fangen wir an:

- Unnütze Kreuzschiffahrten auf Dampfern die Dreck ausstoßen wie 21,5 Millionen PKW.
- Flugreisen für jeden, nur so zum Vergnügen.
- PKW´s welche die Innenstädte überfluten und verstopfen und doch die meiste Zeit über still stehen.
- Verpackung, Umverpackung, Werbeverpackung, Umumumüberverpackung und alles auch noch in grellem Farbdruck.
- Jeder braucht alles damnit die Wirtschaft brummt.
- Eine überschießende Müllproduktion.
- Müll in den Weltmeeren, auf den Straßen, in den Häusern, einfach überall.
- Windradparks für die Bäume gefällt werden und an denen ganze Vogelpopulationen verenden.
- Lange Übertragungswege bei erzeugter Energie.
- Jeder braucht alle 5 Jahre ein neues Auto weil er dann wieder in die Innenstadt fahren darf. Dabei denkt keiner daran das die Herstellung eines Wagens die größte Menge an Klimaschaden erzeugt.
- Ungesunde Lebensweise die zu immer mehr Problemen für die Umwelt führt. Inklusive übermäßigem Verzehr von gekochtem oder gebratenen toten Tieren.

Um die Umwelt mache ich mir weniger Sorgen. Wenn der Planet einmal hustet, dann sind wir weg und er erholt sich in geologisch kurzer Zeit wieder. Zudem beschleunigen wir unsere Abschaffung durch unsere Denk-/ und Lebensweise ja auch selbst.

Dabei wäre jedes der obigen Probleme sehr einfach und schnell zu lösen wenn man wollte!

Mein Gott, die Bundesregierung will etwas für das Klima tun? Na dann soll sie etwas Taschengeld aus der Portokasse nehmen und eine Müllsammelflotte zu den Müllstrudeln auf den Weltmeeren schicken. So bekommt man Immage und tut etwas für´s Klima!

Aufklärung in den Schulen über gesunde Lebensweise und wir können etliche Ackerflächen die zur Futrterproduktion für "Nutzvieh" bereitstehen wieder bewalden.

Carsharing verpflichtend für alle. Sollen die Automobilherstellen Carsharingsysteme für ihre Modelle anbieten. Autos nur für Handwerker und Dienstleister. Automatische Parktürme, im Boden versenkbar würden ganze Innenstädte retten und Parkraum frei machen für Handwerk, Dienstleister, Polizei, Feuerwehr etc.

Eine Rücknahmepflicht für Autos vom Hersteller. Ein Exportverbot für Autos die auch bei uns nicht fahren dürften, eine Rücknahmepflicht für sämtliche Gegenstände des Alltags beim Hersteller. Da würden Billiganbieter im Müll ersticken und gute Qualität würde sich endlich wieder lohnen!

Alle Rücknahmepflichten verbunden mit einer Verpflichtung zu 100% zu recyceln.

Wiederaufforstung nicht mehr genutzter Ackerflächen.

Das sind nur Denkansätze und deshalb:

Eine Umweltbewußte Erziehung und Förderung des Nasturwissenschaftlichen Unterrichtes unabhängig von politischen Indoktrinationen. Wozu hat man das Staatsfernsehen? Früher gab es dort Unterricht, was es heute gibt will ich garnicht wissen.

Umweltsünder so bestrafen das es etwas bringt.

1. Unterricht über die Folgen ihres handelns
2. Gemeinnützige Aktivität bei der sie solche Schäden in Ordnung bringen müssen.

Nicht zuletzt...

Wenn 86 Millionen Menschen daran glauben das es 0,2 Grad wärmer wird dann wird es auch so sein, und seie es nur gefühlt!!! (Das ist es ja leider was den Grünen Wähler beschert. Nicht etwa intelligente Ideen sondern purer Aberglaube.)

Also Schluß mit der Panikmache und endlich mal etwas tun! Anpacken, entscheiden und ausführen. Schluß mit dem gelaber!

Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

„Große Worte, maue Ergebnisse“ ...

Mussten sich die Klimapolitiker nicht auch deshalb von einer 15-jährigen Schülerin anhören:

Ihr seid „nicht reif genug, um die Wahrheit zu sagen“?
https://de.sputniknews.com/politik/20181216323302362-schuelerin-kritisiert-politiker-bei-klimagipfel/

Weil etwa selbst sie erkannte, dass die wahren Ursachen nicht – wie offensichtlich beschlossen - beim Menschen liegen sondern mit großer Sicherheit in der Wanderung der Pole?
https://www.gutefrage.net/frage/hat-der-polsprung-etwas-mit-dem-klimawandel-zu-tun-wenn-ja-was

Wird dies vom Westen etwa bewusst verschwiegen, weil es im Laufe der Erdgeschichte schon mehrfach zu Polsprüngen kam und man nun erkannte, dass der Nordpol in 50 Jahren in Sibirien liegen wird?
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/schnelle-wanderung-magnetischer-nordpol-in-50-jahren-in-sibirien-a-390185.html

Soll dies deshalb etwa als Grund verwendet werden, den Russen letztlich auch für den Klimawandel die Schuld zuzuschieben, und sie dafür nun auch mit dem 3. WK zu bestrafen?

Wurde nicht auch besonders deshalb eine Studie über einen „nichtnuklearen Krieg zwischen der Nato und Russland“ erstellt???
https://deutsch.rt.com/europa/81147-studie-ueber-nicht-nuklearen-krieg/

Ob „Moskau“ sich darauf aber einlassen wird???

Gravatar: Günter Schlag

Das kommt dabei heraus, wenn Politiker über Naturwissenschaft reden und auch noch meinen, naturwissenschaftliche Erkenntnisse ignorieren zu können. Hier ein Fachmann, der die sogenannte Klimaerwärmung gut erklären kann. Dauert 30 Minuten: https://www.youtube.com/watch?v=wCnUUGilH5Y

Gravatar: Werner

Müller CSU, reiht sich in die Riege der Dummschwätzer ein. Er will den deutschen die Vorreiterrolle aufdrängen, Warum? Geht es etwas bescheidener. Große Klappe nichts dahinter, wie bei diesem machtlosen Vorort-Politverein CSU üblich.

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