Die Heuchelei steht zur Wahl

Die Grünen lassen in Hessen den Reinhardswald abholzen

In Hessen wird geholzt. Der als Märchenwald bekannte Reinhardswald wird der Windkraft geopfert. Damit geht auch das Märchen, dass die Grünen Umweltschützer seien, seinem bitteren Ende entgegen: Die Grünen erweisen sich vielmehr als Naturzerstörer. Kurz vor der Wahl wird das Schicksal des Waldes zur Schicksalsfrage der Glaubwürdigkeit der Grünen.

Screenshot, Open Petition Deutschland, STOPP DER ZERSTÖRUNG DES REINHARDSWALDES IN HESSEN DURCH WINDKRAFTPLÄNE VON GRÜNE UND CDU
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»Wir fordern die Hessische Landesregierung und insbesondere die Ministerin für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Priska Hinz auf, die Windkraftanlagen-Pläne in Nordhessen sofort zu stoppen.« So heißt es in einer Petition, so liest man es auch bei windwahn.com. Das kommt für die Grünen zu einem denkbar unglücklichen Zeitpunkt.

Es sieht nicht danach aus, als wollten sie die Pläne stoppen. So kurz vor der Wahl würde das nur unglaubwürdig wirken und als wahltaktisches Manöver verstanden werden. Was sollen sie tun? Was sollen sie sagen? Die Glaubwürdigkeit ist sowieso verspielt. Die Grünen haben sich entwurzelt.

Erinnern wir uns: Gerade erst war der Hambacher Forst in den Schlagzeilen. Die Aufregung war riesengroß. Es herrschte Aufbruchsstimmung unter den Aktivisten wie in den Anfangszeiten des grünen Aufbruchs, als das Waldsterben das große Thema war. Dabei mussten die Waldschützer vergessen, dass die Partei längst in der politischen Verantwortung angekommen ist und die Abholzung selbst beschlossen hatte.

So auch in Hessen. Hier ist es besonders übel. Tichys Einblick verschafft uns einen Einblick in das Demokratieverständnis der Grünen: »Die Pläne für die Zerstörung der Landschaft reichen schon lange zurück«, heißt es. Doch das sollte nicht bekannt werden. »Erstmals im Frühjahr 2013 wurden sie offen ausgelegt, um, wie Michael Conrad, Pressesprecher des Regierungspräsidiums Kassel heuchlerisch dahin säuselt, "Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen, Kommunen und Verwaltungen und andere Institutionen zu beteiligen."«

Heuchlerisch war das Vorgehen in der Tat. Die »Bürgerinnen und Bürger« sollten sich gar nicht beteiligen. Was geschah daraufhin? Nichts! »47.000 Stellungnahmen gingen ein – und flogen wohl direkt in die Papierkörbe. Geändert wurde nichts an dem wahnwitzigen Zerstörungsprogramm Nordhessens«.

Insgesamt sind 1.211 Windräder in Hessen genehmigt worden. Der grüne Wirtschafts- und Energieminister Tarek Al-Wazir verkündete das schon vor einem Jahr. Es geht schließlich nicht um den Naturschutz – es geht um Geld. »Im Bereich der Windkraft geht es nicht zuletzt auch um sehr viel Geld. Je Windrad schlagen rund fünf Millionen Euro Kosten zu Buche. In Hessen befinden sich fast 500 Windindustrieanlagen im Genehmigungsverfahren. Die Verpächter der Grundstücke dürfen mit 30.000 bis 50.000 Euro jährlich je Anlage rechnen.«

In der Zusammenfassung verwendet der Autor bei Tichys Einblick das altmodisch anmutende Wort »dermaleinst«, um ein wenig in den Duktus von Märchen einzutauchen: Es war einmal eine Umweltschutzpartei … Bei Tichys Einblick heißt es: »Das hätten sich die grünen Gründer wohl nie träumen lassen, dass sie sich dermaleinst vor der Geschichte als die wahren Naturzerstörer verantworten müssen.«

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

„Die Heuchelei steht zur Wahl
Die Grünen lassen in Hessen den Reinhardswald abholzen“

Nun; auch ich denke:

... „Das destruktive Moment, das die grünen Nachhaltigkeitskaiser gruppendynamisch in sich tragen, zumal in den heutigen, im Beliebigkeitsmodus daher kommenden Zeiten, wird von der konservativen Konkurrenz in gefährlicher Weise unterschätzt. Wie sonst ließen sich schwarz-grüne Gedankenspiele von konservativer Seite erklären? Nicht jeder einzelne Grüne, aber die grüne Ideologie ist fixiert auf die Zerstörung der Familie und das ist eine der wahren Motivationen für die pädophilen Entgleisungen der Partei oder den teils hassaufgeladenen Kampf für die Homosexualität. Es geht dem durchschnittlichen politischen Grünen in Wahrheit in seiner pervertierten Minderheitenfixiertheit nicht altruistisch um das Glück der Homosexuellen. Die Motivlage ist selten Altruismus bei den Grünen, sondern es handelt sich um eine reine Instrumentalisierung in dem Fall zur Zerstörung des Hassobjektes Familie.“... https://www.wiwo.de/politik/deutschland/bettina-roehl-direkt-der-gruene-hass/8899878-5.html

„Die Grünen – Heuchler und Tierquäler?“ https://www.afdbayern.de/die-gruenen-heuchler-und-tierquaeler/

Nachdem die Grünen nun auch den als Märchenwald bekannten Reinhardswald der Windkraft opfern:

Sollten auch die Hessen deshalb nicht mindestens zweimal überlegen, bevor sie ihre Stimme Heuchlern geben?

Gravatar: reiner

Die Grünen sind nicht grün, sondern dumm. Schaut mal wen der Wald gehört und sucht nach Verbindungen !

Gravatar: tom

Tja wer sich mit den Grünen beschäftigt weiß das schon lange. Allerdings werden diese noch viel mehr Stimmen bekommen, weil der klassische Grün- Wähler in der Stadt wohnt und von der Natur und Ihren Vorgängen so viel Ahnung hat, wie ein Hundehaufen von Informatik.Diesen selbsternannten Experten könntest du auch erzählen das die Bäume schuld sind am klimawandel und sofort würden die anfangen Bäume auszureisen.
Weit ist es gekommen mit diesem Land

Gravatar: erolennah

Ob das die Grünen Wähler auch bei der Landtagswahl am 28.10.2018 bedenken? Diese nutzlos.. Grünen und Grüninnen sind Umweltvernichter ersten Ranges. Strafen wir sie ab bei der Wahl.

Gravatar: Hand Meier

Die Grünen sind Umwelt-Zerstörer https://meta.tagesschau.de/id/131757/ex-gruenen-chefin-peter-wechselt-zu-oekoenergie-verband
Sie profitieren von Merkels Sabotage-Politik, die zum Scheitern führt https://www.welt.de/wirtschaft/article181690102/Bundesrechnungshof-wirft-Regierung-Versagen-bei-Energiewende-vor.html

Die Beeinflussung der Politik durch Lobby-Netzwerke existiert https://www.agora-energiewende.de/ueber-uns/rat-der-agora/
Und was im Bundestag durch eine Auftrags-Tätigkeit für eine Lobby sichtbar wird ist auch kein Geheimnis https://www.youtube.com/watch?v=wnnuosDXFg4

Was unter der offiziellen Tarnung einer angeblich notwendigen Politik tatsächlich für ein schamloser Betrug an der Bevölkerung erfolgt, ist weltweit einzigartig und kennzeichnet Merkelpolitik.

Gravatar: Waldschrat

Nicht nur die im Bericht angeführten Medien vermelden diese rücksichtslose und vollkommen schwachsinnige Vernichtung heimatlichen Urwaldes.
In einem Bericht der HNA (https://www.hna.de/lokales/hofgeismar/reinhardshagen-ort101242/flaechen-fuer-windraeder-im-reinhardswald-sind-gepachtet-8457626.html) wurde bereits im Juli 2017 darauf hingewiesen, dass auf 800 Hektar Vorrangflächen 20 Windturbinen errichtet werden sollen.
Der Reinhardswald ist nicht irgendein beliebiger Wald. 200 Quadratkilometer Wald mit fast unberührter Natur in einer ebenso fast menschenleeren Umgebung mit einem bis zu 800 Jahre alten Baumbestand. Ein Paradies für seltene Tier- und Pflanzenarten, die es in einer solchen Vielzahl und Häufigkeit in kaum einer anderen Region Deutschlands anztreffen ist.
Auch kulturell ist der Reinhardswald von Bedeutung. Er ist der Märchenwald der Gebrüder Grimm, die mitten im Wald liegende Sababurg ist das sagenhafte Dornröschenschloss.
Im Wald selbst finden sich als menschliche Ansiedlungen lediglich Dörfchen und kleinere Gemeinden. Nur am Waldrand gibt es einige malerische Städte: Bad Karlshafen, Hofgeismar, Hann. Münden. Die einzig wirklich größere Stadt ist Kassel am äußersten Südrand des Reinhardswaldes. Doch die ist in Luftlinie so weit von der angedachten Rodungsfläche entfernt, dass sie kaum als Abnehmer der gewonnenen Energie in Frage kommt.
Zudem findet sich im Reinhardswald die von Annette von Droste-Hülshoff beschriebene Judenbuche und auch der FriedWald, der erste offizielle deutsche Bestattungswald, ist hier beheimatet.
Wer sich, wie die CDU-Grüne Landesregierung, aus Geldgier an dem Wald vergreifen will, begeht einen Frevel.
Wer diese Tat als angeblichen Beitrag zur Energiewende zu verteidigen versucht, zieht sich die Hosen mit der Kneifzange an.
Es gibt genügend Wege, regenerative Energie zu gewinnen. Die Abholzung des Reinhardwalds ist der vollkommen falsche Weg.

Gravatar: Aufbruch

Die Grünen sind doch schon lange als Wort- und Sinnverdreher bekannt. Sie sind Meister der roten Dialektik, die sie schon in jungen Jahren bei der RAF und auch in der DDR bei der SED gelernt haben. Hauptaussage dieser Dialektik ist, nur was Zielen und Interessen der Grünen nutzt, ist richtig, alles andere ist des Teufels.

Es ist mir schleierhaft, dass sich so viele Menschen von diesen Pharisäern einwickeln lassen. Aber gerade die Grünen haben ja das heuchlerische Gutmenschentum hierzulande hoffähig gemacht. Sie verstehen sich hervorragend darin, anderen Menschen ein schlechtes Gewissen einzureden und das zu ihren Zwecken zu missbrauchen. Auch in Bayern haben sie es verstanden, die grüne Stadt-Schickeria so auf ihre Seite zu ziehen. Die Leute auf dem Land haben es gerade noch so verhindert, dass sie in Bayern mitregieren können.

Gravatar: Leben

Das ist sehr richtig. Die GRÜNEN waren nie eine Partei für Umwelt und Naturschutz. Sie waren in erster Linie für alles, was dem deutschen Volke schadet. Naturschutz ist auch Heimatschutz. Nie waren grüne Demokraten für ein Erhalt der Heimat, noch waren sie jemals für den Erhalt des deutschen Volkes.

Die märchenhafte Reinhardswald fällt am Ende mit Sicherheit den Demokraten zum Opfer, und ihren Verbindungen zu Konzernen und Großkapital.

Das VOLKSLEHRER-Buch hat ein Kapitel über die Netzwerke. Danach sieht man das Ganze ein wenig mehr entrückt und viel weniger moralisch.

www.heimatforum.de

Gravatar: Hans-Peter Klein

Versuch (3):
(der zweite war kurz < 12:00, der erste << 09:00)

Und wie wär's wenn Sie mal konkret werden, so richtig konkret, also mit Zahlen und so?

Z.B. konkrete Angaben über die Fläche um dies es geht, es hieß ja mal es geht um 800 Hektar, das wäre eine Fläche von ca. 2,8km x 2,8 km, so als Vorstellungshilfe.

Und da sollen, beim letzten mal jedenfalls, 20 Windkraftanlagen hin, das wären also 800/20=40, also 40 Hektar pro Windkraftanlage, das sind dann wieder knapp 0,7km x 0,7km, also 700 m nach da, und 700 m nach da, senkrecht dazu.

Jetzt schau ich mir konkret Ihr Bild von den uralten knorrigen Eichen dieses in der Tat wunderschönen Märchenwaldes oben an, die stehen ja so etwa 20 m auseinander, Farne, ein sorgfältig ausgesuchtes Bild mit hoher suggestiver Aussagekraft, wie aus dem Märchenbuch.

Wenn dann also alle 700m eine Windkraftanlage da steht die etwa 70 m oberhalb der oberen Wipfel daher huscht, die nächste dann in knapp 1,5 km Entfernung,
ja dann ist ja alles klar in Sachen suggestiver Aussagekraft:

"Der als Märchenwald bekannte Reinhardswald wird der Windkraft geopfert.",
mehr davon bitte,
unter "Naturzerstörung" geht es nunmal nicht,
der ganze Reinhardswald soll abgeholzt werden,
all diese schönen, alten Eichen, furchtbar, schnief, seufz.

Dem kann ich, HPK, nur noch eins drauf satteln:

"Der als objektiver Journalismus getarnte Artikel hier auf FW wird der Stimmungsmache auf Stammtisch-Niveau (Suggestion: unser Märchenwald wird zestört) geopfert."

Meine Prognose:
Das Thema Umweltschutz/Energiepolitik wird einen entscheidenden Wendepunkt im Aufwärtstrend der AfD markieren, hier wird sich entscheiden ob sie dem bisherigen seriösen Kurs in der Regierungs-Kritik folgen will oder einen großen Teil der Protest/Wechselwähler wieder verlieren wird durch einen durch nichts zu rechtfertigenden, oberflächlichen Dumpfbackenstil in der gesamten Einstellung und Darstellung des Themas Umwelt-/Energiepolitik.

Konstruktiv wäre z.B. folgender Vorschlag:
Volksentscheid zum Reinhardswald, natürlich nur in Hessen, besser Nord-Hessen, da wo die Region wirklich betroffen ist. Das Ergebnis der Volksbefragung ist unbedingt zu respektieren.

Und das es in Hessen, speziell im Großraum FfM, immer auch ums Thema Geld geht, na wo leben wir denn, seit wann ist virtuelles Spekulationsgeld besser verdientes Geld wie Geld mit sauberer Stromerzeugung?

MfG, HPK
P.S.: Ausdrücklich ausgenommen seien die Debattenbeiträge von Dr. Dirk Spaniel von der AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag, der Mann hat Ahnung, er weiß zumindest wovon er redet und kann mit Zahlen umgehen.

Gravatar: Andreas Berlin

So dumm, wie manche gern möchten, sind die Grünen (leider!!!!) nicht. Sie haben die Besserverdienenden erreicht, die sich nach dem Ausbeuten am Tag am Abend dann das gute Gewissen für ihre grüne, also gerechte und fortschrittliche Haltung, mit teurem Rotwein einölen. Und dazu kommt die junge Generation, die gern Tiere rettet und sowieso für das gute ist. Das zieht offenbar ungemein, wenn ich den Stimmenzugewinn bei den Grünen in der letzten Zeit beobachte. Und mich ärgert, dass die Grünen einen Gerichtsbeschluss zum Stopp der Abholzung im Hambacher Forst erreicht haben, aber die Gegner der Abholzung in Nordhessen nicht. Da kann es doch kaum unterschiedliche Argumente geben??? Das sollten sich alle vor Augen halten, die derzeit noch hochnäsig und abfällig von den Grünen reden. Das wird nicht reichen, um sie zu bekämpfen, denn sie sind eine echte Gefahr!

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