In den USA und Australien ist Hausunterricht dagegen weit verbreitet

Deutschland lässt »Homeschooling« keine Chance

In Deutschland haben die Länder das Bildungsmonopol. Der Staat bestimmt auf Länderebene den Bildungsinhalt in den Schulen. Wer ausweichen will, hat schlechte Karten. Das bekamen auch die Wunderlichs aus Hessen zu spüren. Jetzt bekamen sie sogar noch eine Ohrfeige vom EU-Gerichtshof für Menschenrechte, der den zeitweisen Kindesentzug durch den Staat rechtfertigte.

Foto: Pixabay
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Aktuell für Aufsehen sorgt der Fall der Familie Wunderlich aus Hessen. Die Eltern wollen ihre Kinder nicht zur Schule schicken, sondern selber erziehen und bilden. Das hatte zu einem Rechtsstreit mit den Behörden geführt. Denn in Deutschland gilt Schulpflicht. Das wird sehr ernst genommen.

Weil die Familie Wunderlich sich weigerte, wurden ihr zeitweise die Kinder zwangsweise entzogen. Polizei und Jugendamt waren mit einem Großaufgebot vorgerrückt, um ihnen die Kinder zu nehmen. Drei Wochen waren ihre Kinder in staatlicher Obhut. Die Wunderlichs nahmen daraufhin den Rechtsweg durch die Instanzen. Jetzt hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte entschieden, dass der zeitweise Kindesentzug rechtens war [siehe Berichte »Welt«, »Spiegel-Online«].

Die Wunderlichs sind keineswegs Bildungsgegner. Im Gegenteil. Der Hausunterricht wurde gewissenhaft durchgezogen. Sie waren sogar bereit, ihre Bildungs- und Erziehungstätigkeit von der Schulbehörde überwachen zu lassen. Ihnen ist jedoch ein christlicher Bildungshintergrund wichtig, der in staatlichen Schulen vernachlässigt werde. Doch das reichte dem Jugendamt und den Schulbehörden nicht.

Die wenigen Wochen, die die Kinder der Wunderlichs in der Schule verbringen mussten, taten ihnen nach Selbstauskunft nicht gut. Sie litten unter dem Lärm, der Aggressivität auf dem Schulhof und klagten über die Sinnlosigkeit von so manchem Schulstoff.

Immerhin ist jetzt ein öffentlicher Diskurs angestoßen, ob Schulpflicht wirklich immer und überall die beste Lösung sei [siehe Kolumnen »Zeit-Online«, »Welt«].

Andere Länder haben eine kluge Zwischenlösung gefunden (z.B. in den USA, Australien, Frankreich). Dort gibt es zwar keine Schulpflicht, aber eine Bildungspflicht. Diese besagt, dass Kinder auf ein bestimmtes Bildungsniveau gebracht werden müssen, das sich nachweisen lässt. Aber es bleibt den Eltern unter bestimmten Umständen frei, diesen Weg durch familiären Hausunterricht (»Homeschooling«) oder engagierte Hauslehrer zu bewältigen.

Deutschland gehört weltweit zu den Ländern mit den strengsten Schulfplichtregeln.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Werner

In der BRD teilen sich die Länder und die Bundesregierung das Monopol über alles. In Deutschland ist alles verboten. Es gibt für die Bürger keine Freiheit und keine Rechte. Das einzige Recht was der Deutsche hat, ist die Pflicht.
Aber die Dumm-Deutschen haben das immer noch nicht gemerkt.

Gravatar: karlheinz gampe

In der Kaiserzeit konnten Kinder auch in Deutschland zu Hause ausgebildet werden.

Gravatar: egon samu

Der Fall ist vollkommen klar:
mit Homeschooling würde eine gebildete Elite ohne die tägliche Indoktrination rotgrüner Propaganda und Umerziehung, dafür mit traditionellen konservativen Werten heran wachsen.
Das würde mit Sicherheit das Ende der linksextremen Gesinnungsdiktatur bedeuten.

Gravatar: Unmensch

Die Gleichheit aller Menschen vor dem Staat erfordert, dass sich kein Kind entziehen darf. Damit alle gleich wenige Chancen haben. Das war schon immer so und wird immer so bleiben, in allen linken Regimen.

Gravatar: Frank

Zitat:

"Deutschland gehört weltweit zu den Ländern mit den strengsten Schulfplichtregeln."

Kommentar:

Und den blödesten Kindern...

Tendenz steigend... ähm fallend oder wie jetzt? Statistik geht doch nach oben oder!?

Gravatar: Theo

Wer home schooling will, muss halt aus der PRD (Perversen Republik Deutschland) raus.

Lustig:

Der franz. FIGARO meldet, dass in Deutschland 6 (!) Landgerichte evakuiert werden mussten, wahrscheinlich wegen den neuesten Linksfaschistischen Perversenmördern der AntiFa:

Die Deutschen Peversen-Mainstreammedien melden:

Nichts.

Also das wären rechnerisch bei 6 Landgerichten ca. 4.000-5.000 Rechtsanwälte, Richter, Staatsanwälte und Gerichtspersonal nebst Prozessbeteiligten.

Wow, für mich wäre das eine Meldung wert!!!

Gravatar: Frost

Kinder dürfen nicht helle werden, darum müssen sie in die Schule. Die würden ja daheim für sich selber lernen und sich selbstständige Gedanken machen können. Die Entmündigung beginnt schon mit den Schulbüchern. Vernünftige Eltern würden ihre Kinder auch nicht lehren, dass die Russen immer die Bösen und die Amis stets die Guten sind. Gute Eltern würden zunächst mal die gefälschten Geschichtsbücher berichtigen, in denen der Sieger bestimmt hat was drin steht. Wenn auf der Schule etwas Richtiges gelehrt würde, sähe die Welt besser aus.

Gravatar: Matthias

@Theo, danke für den Hinweis. Es sollen plötzlich sogar sieben Gerichte betroffen sein.

Potsdam. Wiesbaden. Magdeburg. Erfurt. Hamburg. Kiel und Saarbrücken. (Komische Verteilung.) Grund: Bombendrohung.

Die hochintelligente Katarina Barley soll bereits ihre Entrüstung ausgesprochen haben mit einer eindeutigen Verurteilung. Das kann nur das Werk von Marsmännchen sein, die auf der Rückseite des Mondes ihr Lager aufschlagen. Grund: Bedrohung (angeblich) unabhängiger Gerichte und sogar der Demokratie. Warum Barley bzgl. der Demokratie nur noch das Ausland gemeint haben kann, blieb unbeantwortet. Barley ist ja hochintelligent.

Am 31. Dezember in Leipzig schlugen ebenfalls Marsmännchen zu. Merkwürdig nur, das sich eine linke Gruppierung zu Leipzig bekannt haben will. Also die ganz dicken Freunde von Barley, die sie so lieb hat. Die 100.000 EUR-Sachschaden muss ich jetzt alleine bezahlen.

Die Linken lehren Gleichgesinnte, wie man Bombendrohungen durchführt und das Risiko dabei erwischt zu werden minimiert oder gar ganz ausschließt.

Es lebe der Fortschritt.

Homeschooling:
Wenn mir dieses Glück zuteil werden sollte, Kinder zu haben und erziehen zu dürfen, dann werde ich dieses Land verlassen wollen oder in Grenznähe ziehen müssen. Kein Christenfeind legt Hand an meine Kinder, nicht ungestraft. Nicht einmal dieser falsche Franziskus.

Gravatar: Thomas Waibel

Warum das Establishment kein Hausunterricht und kaum Privatschulen zuläßt, sollte klar sein.

Hier besteht die Gefahr für ihn, daß die Kinder und Jugendliche sich der geistigen Vergiftung entziehen und das Erziehungsrecht der Eltern gestärkt wird.

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