Vom Steuerzahler finanzierte Anti-Orban-Propaganda

Deutsche Welle beschuldigt Ungarn »1944-Nostalgie«

Die Deutsche Welle, die vom Kanzleramt finanziert wird, hat eine vom Steuerzahler finanzierte Propaganda-Kampagne gegen die ungarische Regierung gestartet. In einem Beitrag suggeriert der Staatssender, die Orban-Regierung würde »Juden wieder in Züge stecken«.

Foto: en.kremlin.ru
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Die Deutsche Welle, die vom Kanzleramt finanziert wird, hat eine vom Steuerzahler finanzierte Propaganda-Kampagne gegen die ungarische Regierung gestartet. In einem Beitrag suggeriert der Staatssender, die Orban-Regierung würde »Juden wieder in Züge stecken«.


Wie dreist und absurd es ist, wenn deutsche Propagandisten die ungarische Regierung ausgerechnet der Verbrechen der Nazis zichtigt, schreibt der ungarische Regierungssprecher


Zoltan Kovacs


Als der Intendant des deutschen Kanzleramtssenders Deutsche Welle Peter Limbourg vor drei Wochen bekannt gab, dass sein Sender ungarischsprachige Programme starten würde, wussten wir, dass wir uns darauf freuen konnten. Vor allem als Limbourg versprach, uns armen Ungarn endlich »echte Geschichten« zu bringen.


Trotzdem hat es uns ein wenig überrascht, als eine Deutsche-Welle-Mannschaft kürzlich ein Video aus Budapest unter dem Titel »Orbáns Nostalgie« (der Titel wurde seitdem zu »Ungarn: Orban baut Budapest um« geändert) drehte, über die Renovierungsarbeiten im historischen Stadtkern der Hauptstadt, um das Schloss und den Kossuth-Platz.


(Ein paar Tage später strahlte das ZDF übrigens einen Beitrag aus, der ebenfalls eine politisch motivierte, voreingenommene Berichterstattung über »Armut in Ungarn« enthält. Ich habe hier darüber geschrieben.)


In dem Beitrag »Orbáns Nostalgie« bemühen sich die Macher merkwürdigerweise, einen Zusammenhang zwischen den Renovierungsarbeiten, dem angeblichen »extremen Nationalismus« der ungarischen Regierung, und unserer angeblichen Nostalgie für 1944 herzustellen. Die Deutsche Welle versucht, die heutige ungarische Regierung mit der Judenverfolgung im Dritten Reich in Verbindung zu bringen, die laut DW immer noch Angst unter den jüdischen Einwohnern Ungarns schüre.


Ich habe bereits darauf hingewiesen, wie absurd und geradezu grotesk es ist, dass ein deutscher Staatssender die ungarische Regierung für die Wiederherstellung nationaler Stätten kritisiert, die im Zweiten Weltkrieg von den Deutschen zerstört wurden.


Ich habe auch darauf hingewiesen, dass sie niemanden befragt haben, der eine andere Sicht der Dinge liefert, und die Maßnahmen der Orbán-Regierung zur Bekämpfung des Antisemitismus, zur Bestrafung von Hassrede, zur Förderung der Holocaust-Erziehung in Schulen und zur Unterstützung der jüdischen Gemeinde in Ungarn anzugehen, unerwähnt lassen.


Ich war mit meiner Kritik an der skurrilen Berichterstattung der Deutschen Welle nicht allein. Der Verband der Budaer Buranwohner (Budavári Lakosok Szövetsége), eine Organisation von Einheimischen, schrieb einen Brief an die Deutsche Welle, und forderte sie auf, die vielen handwerklichen Fehler des Berichtes zu beheben, vor allem, dass er die historischen Fakten völlig verdreht und die laufenden Renovierungsarbeiten völlig falsch darstellt – in einem Gebiet, das übrigens zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört.


Und was war die offizielle Antwort der Deutschen Welle? Anstatt die vielen sachlichen Fehler im Video zu korrigieren (oder das Video zu entfernen), fügte der deutsche Kanzleramtsender den folgenden redaktionellen Hinweis dem Video auf YouTube hinzu:


»Anm. d. Redaktion 12.03.21: Dieser Beitrag hat einige Zuschauer wegen der historischen Bezugnahme irritiert. Um es klar zu sagen: Nazi-Deutschland ist für die Verschleppung und Ermordung hunderttausender ungarischer Juden verantwortlich. Sollte durch unseren Beitrag ein anderer Eindruck entstehen oder die Berichterstattung als einseitig empfunden werden, bitten wir um Entschuldigung. - Manuela Kasper-Claridge, DW Chefredakteurin«


»Als einseitig empfunden?« »Ein anderer Eindruck entstehen?« Nein, das Video hat genau den Eindruck erweckt, den die Macher beabsichtigt hatten: Erneut in einem Propagandavideo ein schlechtes Licht auf die ungarische Regierung und unser nationales Erbe zu werfen, dem jede sachliche Grundlage fehlt.


Ich kann den Anwohnern von Schloss Buda nur beistimmen, wenn ich der Deutschen Welle sage, dass »die einzig akzeptable Lösung darin besteht, das Video zu entfernen, da es keine Ausreden gibt, die Geschichte zu fälschen und Lügen zu verbreiten.«


Trotzdem steht die Geschichte im Moment weiterhin online. Wenn die Deutsche Welle es online lassen wollen, schulden sie uns zumindest eine bessere Entschuldigung.



Zoltán Kovács ist Staatssekretär für Internationale Kommunikation und Beziehungen im Kabinett des ungarischen Premierministers.


Die "Deutsche Welle" wird 2021 mit über 390 Millionen Euro von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien finanziert, die dem Bundeskanzleramt zugeordnet ist.

 

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Walter

Was haben sich die Ungarn dabei gedacht, wenn sie Merkels Hofberichterstatter - Medien in ihrem Land aktiv werden lassen.
Wer Politik in der EU nicht im Sinne der deutschen Kanzlerin macht, wird medial bearbeitet in dem man die Bevölkerung gegen die Regierung zu manipulieren versucht.
Die Ukraine war dafür doch das beste Beispiel.
Diese Medienmacher schrecken auch nicht davor zurück Wahrheiten zu verdrehen, wie wir es in Deutschland ja gewohnt sind.
Das "Orban" Merkels Busenfreund "Soros" in Ungarn vor die Tür gesetzt hat, welcher mit seinen Vorhaben doch nur Unruhe und Zwietracht gegen die Ungarische Regierung erzeugen wollte, damit war "Orban" bei Merkel in Ungnade gefallen. Und noch schlimmer ist die Tatsache,dass die ungarische Regierung die Massenmigration abgelehnt hat.

Gravatar: Patriot

Liebe Ungarn..lasst Euch nicht beirren! Ihr habt 1989/1990 gezeigt, wer und wo unsere Freunde sind. Es gibt noch Deutsche, die das nicht vergessen. Bleibt standhaft und springt nicht über jedes Stöckchen, das Euch von ehr - und geschichhtslosen Propagandisten vorgehalten wird. Ich jedenfalls arbeite daran, mein weiteres Leben in Ungarn zu verbringen. Und wünsche und hoffe, daß es dazu kommt.

Gravatar: Hans von Atzigen

Jahrhundertelange fremde Einflusspolitik und wechselnde Bündnispolitik hat die Ungarn entsprechend geprägt.
Nachvollziehbar das die einem erneuten Imperialwahn,
aktuell EU, kritischer gegenüberstehen.
Die haben denn auch als erste nach dem zweiten
Weltkrieg den Auftand gegen Fremdbestimmung gewagt
1956 gegen die UDSSR resp. gegen die sozialistischen
,,Bruderstaaten''.
Nix gegen die Österreicher (als vormalige Zentralmacht des Habsburgerreiches Doppelmonarchie.) so zur Erinnerung die haben in der NS Zeit auch kein soooo glückliches Handchen gehabt. Aus der Geschichte sollte man Lernen und nicht Geschichte zur durchsetzung jeweils aktueller Interessen missbrauchen.
Der Griff in die Geschichte wird ganz offensichtlich sehr
oft selektiv,nach aktueller Interessenlage angewendet.
Das schürt lediglich erneute Zwitracht unter den Völkern und Nationen. DAS kann es doch nicht sein.

Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

„Vom Steuerzahler finanzierte Anti-Orban-Propaganda“ ...

Ist das göttlich(?) "narzisstische Problem" - begleitet von irrationalem Handeln
https://www.focus.de/politik/videos/verhalten-der-kanzlerin-ist-irrational-rennommierter-psychiater-maaz-merkels-narzissmus-ist-gefaehrlich-fuer-deutschland_id_5235070.html
- unserer heißgeliebten(?) „Führerin und Diktatorin“
https://www.derwesten.de/politik/angela-merkel-kanzlerin-corona-fuehrerin-und-diktatorin-ueble-wikipedia-id231025968.html
nicht längst bekannt???

Gravatar: karlheinz gampe

Kommunistische Staatssystemmedien relativieren und verfälschen immer Geschichte, das war schon im roten DDR STASI Mörderstaat so, in welchem CDU Merkel Mittäterin war und ist heutzutage in der BRD mit krimineller roter Merkelregierung , dem Unrechtsstaat wieder so.

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