Klimawahn in Deutschland erreicht neue Stufe der Eskalation

Demonstration: Radikale Klimaschutz-Gruppe blockiert Verkehrsknotenpunkte

Mitglieder der radikalen Klimaschutz-Gruppe "Extinction Rebellion" machten ihre Ankündigung wahr und blockierten Berliner Verkehrsknotenpunkte.

Extinction Rebellion / flickr / CC BY-SA 2.0
Veröffentlicht:
von

Bereits auf einer Pressekonferenz am vergangenen Freitag hatten Mitglieder der radikale Klimaschutz-Gruppe "Extinction Rebellion" für heute Blockaden verschiedener Verkehrsknotenpunkte angekündigt. Heute haben Sie ihre Ankündigung umgesetzt und den Großen Stern sowie den Potsdamer Platz blockiert.

In einer Erklärung der Gruppe heißt es laut NZZ, die Blockade sei ein »performativer Akt«, der die »kommerzielle Betonwüste« in einen autofreien Raum verwandeln soll. Auf ihrer Internetseite heißt es ergänzend: »Wir stören den alltäglichen Betriebsablauf, der unsere Lebensgrundlagen zerstört. Wir setzen den Protest so lange fort, bis die Regierungen angemessen reagieren.«

»Extinction Rebellion« gilt als radikaler Zweig der Schülerbewegung »Fridays for Future«. Eine ihrer bekanntesten Aktivistinnen ist die Kapitänin der Sea-Watch 3, Carola Rackete, die sich Ende Juni 2019 mit ihrem Schiff gewaltsam und widerrechtlich Zugang zum Hafen von Lampedusa verschafft hatte, um dort Migranten anzulanden, unter denen, wie BILD brichtet, Aufseher in libyschen Lagern gewesen sein sollen, die an Folterungen beteiligt waren.

Die für heutige Aktion stellt eine neue Eskalationsstufe im Klimawahn dar. Sie zeigt eine kleine Gruppe, die in selbstgerechter Weise widerrechtlich Straßenblockaden durchführen will. Der Verstoß gegen § 316b, Störung öffentlicher Betriebe, ist Programm. Der Aufruf zur Gewaltfreiheit klingt alles andere als überzeugend. Ihr Hinweis auf die »kommerzielle Betonwüste« macht deutlich, worum es der Gruppe eigentlich geht und wohin der Zug ihrer Meinung nach rollen soll: Nicht ums Klima und dessen Rettung, aber um linksradikale Aktionen. Das Ziel ist eine Ökodiktatur, in der die Bürger zu machen haben, was die Führer dieser Gruppen für richtig halten.

Die Stellungnahme lässt Bezüge zu einer anderen Gruppe erkennen, die vor über einem halben Jahrhundert Deutschland terrorisierte: Die Aktivisten um Ulrike Meinhof und Andreas Baader. Hassobjekt war auch damals der Konsum. Konkret: Es wurden Kaufhäuser in Brand gesteckt. Meinhof schrieb über die kriminelle Aktion damals: »Und so desperat es auch immer sein mag, ein Warenhaus anzuzünden, dies, daß die Brandstifter (…) das Gesetz brechen, das die Logik der Akkumulation schützt, nicht aber die Menschen vor dieser Logik und ihren barbarischen Folgen, dieser Gesetzbruch ist das progressive Moment einer Warenhausbrandstiftung.« Natürlich empfahl sie keine Nachahmung. Zu Mord und Totschlag entschied sie sich erst einige Jahre darauf. Aber sie resümierte: »Es ist immer noch besser, ein Warenhaus anzuzünden, als ein Warenhaus zu betreiben.« Das könnten wahrscheinlich auch einige von "Extinction Rebellion" unterzeichnen.

Damals wurde in der deutschen Öffentlichkeit bald darüber gestritten, ob die Aktivisten »Gruppe« oder »Bande« genannt werden sollten. Die Bezeichnung repräsentierte einen politischen und juristischen Standpunkt. »Extinction Rebellion« wird heute noch als »Gruppe« bezeichnet. Das wird sich womöglich bald ändern. Zumal die Aktivisten weitere Blockaden versprechen.

Der Staat verhält sich so, wie sich ein Nachtwächterstaat üblicherweise verhält. Statt die Aktivisten noch auf der Pressekonferenz wegen Anstiftung zu einer Straftat verhaften zu lassen, lässt er sie machen. Bei der Rot-Rot-Grünen Regierung Berlins darf man sogar Sympathien für Aktivisten vermuten.

Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte
unterstützen Sie mit einer Spende unsere
unabhängige Berichterstattung.

Abonnieren Sie jetzt hier unseren Newsletter: Newsletter

Kommentare zum Artikel

Bitte beachten Sie beim Verfassen eines Kommentars die Regeln höflicher Kommunikation.

Gravatar: Gerhard G.

-Eben bei t-online gelesen:
nach Ansicht des Protestforschers Dieter Rucht in Deutschland bislang eine relativ kleine Gruppe. "Extinction Rebellion ist ein Stück weit aufgeblasen, mehr Schein als Sein"

Gravatar: Zyniker

Und da der Staat sein Gewaltmonopol aufgibt und seine (bisher) anständigen Bürger vor diesen Verbrechern nicht schützt muss man zur berechtigten Selbsthilfe greifen!

Mich sollte besser kein solcher selbsternannter Rebell blockieren... das ginge nicht gut für den Spacken aus!

Gravatar: FrankT.

Alleine das Wort "Aktivisten" lässt einem k....übel werden. Wann wird dieser Klimawahn endlich ein Ende haben. Wenn diese Verbrecher und asozialen Elemente arbeiten würden, hätten sie gar keine Zeit für solche Störungen der öffentlichen Ordnung. Die Polizei müsste sie mit Wasserwerfern von der Straße spülen und anschließend in Lager ohne Strom und alles sperren. Dann von mir aus von RTL überall Kameras installiert und jeder kann sehen, wie schön es sich in der Steinzeit lebt. Die Grüne Grete am besten gleich mit eingesperrt.

Schreiben Sie einen Kommentar


(erforderlich)

Zum Anfang