65.000 Unterstützer ziehen durch Bundeshauptstadt

Christopher Street Day 2021: Kaum Abstand und noch weniger Anstand

Mit einem Umzug feierte die LGBT-Gemeide in Berlin ihren 43. Christopher Street Day. Immer wieder stand die Veranstaltung vor dem Abbruch.

CSD 2019, Leonhard Lenz; , CC0
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Am Samstag feierte die LGBT-Gemeinde ihren 43. Christopher Street Day in der Bundeshauptstadt. Am frühen Nachmittag begann der Umzug in der Leipziger Straße und führte zunächst Richtung Potsdamer Platz. Von dort ging es zum Brandenburger Tor und anschließend an der Siegessäule entlang bis zur Urania in Schöneberg. Nachdem ab etwa 15.00 Uhr die Teilnehmer das Ziel der Demonstration erreicht hatten, verteilten sich sich die Minderheitenvertreter in die umliegenden Straßen.

Die Demonstranten brachten sich mit Techno-Marsch-Gedröhne in Stimmung; viele zuckten dazu. Aus den Lautsprechern ertönten allerdings auch politische Parolen, ebenso auf Plakaten. Unter den Teilnehmen war auch der Berliner Kultursenator Klaus Lederer, Ex-SED. Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, SPD, rief vor der Demonstration zur Solidarität mit wegen ihrer sexuellen Orientierung verfolgten Personen auf und bezeichnete Berlin als »Regenbogenhauptstadt Europas« – eine peinliche Reminiszenz an die Vergangenheit Berlins.

Der Demonstrationszug war immer wieder davor, aufgelöst zu werden. Viele Personen trugen keine Maske, die Abstandsregeln wurde fast durchgehend missachtet. Während das bei den Freiheits-Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen jedoch zum Einsatz von Wasserwerfern gegen Familien mit Kindern führte, beließ es die Polizei bei den Vertretern sexueller Minderheiten bei wiederholten Warnungen.

Hauptthemen auf den politischen Plakaten war die verschärfte wirtschaftliche Situation vieler sogenannter queerer Einrichtungen. Sie bekommen zu spüren, dass dem Staat das Geld ausgeht. Nun bangen sie um ihre Existenz. Weiter erklärten die Demonstranten ihre Solidarität mit Minderheiten in anderen Ländern, indem sie Sprüche wie »Allah loves Equality« zeigten.

Die üblichen grenzwertigen Bekleidungen fehlten auch in diesem Jahr nicht. Hier wurden nicht nur die Abstandsregeln verletzt. Auch der Anstand kam wieder einmal deutlich zu kurz. Männer zeigten sich öffentlich in peinlichen und bisweilen aufdringlichen Frauengewändern. Zusammen mit den bereits genannten sinnfreien Plakaten und dem Techno-Gedröhn drängt sich eine oft zitierte Bemerkung des Begründers der Psychoanalyse, Sigmund Freud, auf: »Schamlosigkeit ist das erste Zeichen von Schwachsinn.«

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Maria Schmitz

Der Christopher-street-day- Umzug wird von einigen Betrachtern als nicht weniger schwachsinnig eingeschätzt wie jede Militärparade.

Gravatar: Rita Kubier

@Sabine 27.07.2021 - 10:45

"Der Bürgermeister Müller setzt dem Ganzen noch die Krone auf, indem er Berlin zur Regenbogenhauptstadt Europas ausruft. Schlimmer geht es schon nicht mehr.."

Gravatar: Sabine

Der Bürgermeister Müller setzt dem Ganzen noch die Krone auf, indem er Berlin zur Regenbogenhauptstadt Europas ausruft. Schlimmer geht es schon nicht mehr..

Gravatar: Sülzmeyer

Grammatikalisch in Ordnung. Das ist schon eine Menge.
Inhalt ist mit logischen Mängeln behaftet.

Gravatar: Sparschwein

Anstand?
Im Fernseher gibt es doch auch keinen Anstand mehr.
Im TV tun sich die schamlosen Frauen hervor.
Kaum was an und obszöne Bewegungen.
Diese Frauen kennen keine Grenzen.

Deutschland ist moralisch ziemlich verkommen.
Und das Schlimme ist. Die meisten merken es noch nicht
einmal mehr.

Gravatar: maasmaennchen

Die Diversen feiern ihre Dummheit. Hab noch nie so einen
Riesenhaufen von geistig zurück gebliebenen Vollhonks gesehen. Man muss doch wenigstens ein bisschen Selbstachtung haben und Charakter. Wenn das die Zukunft ist sehe ich verdammt schwarz für die Menschheit.

Gravatar: Jürgen kurt wenzel

Es ist die Geschichte des Totalitarimus , der ewigen Alleswisser , der Verdorbenen in ALLEN Zeiten welche alleHochkukturen in den Untergang getrieben haben . Nun HEUTE gibt es halt ein paar Millionen mehr davon und der Rest der Menschheit lässt das zu !!!Da hilft kein gejammere , da hilft nur Gegenwehr !!!!!Es ist der verdorbene Westlinke und führt zum Schafot !!! ,, ,, Wenn zwei das Gleiche tun , ist das noch lange nicht dasselbe !!!! "' Es die Gewalt gegen die Vernunft und endet im Elend !!!!!

Gravatar: Hajo

Ein Tag der Schweinereien und Respektlosigkeiten und die nehmen da sogar noch ihre Kinder mit, was ja unter aller Kanone ist.

Im übrigen gibt es ja noch den Paragraphen des öffentlichen Ärgernisses und ser Anstiftung zu Unzucht kund Sittenwidrigkeit und das alles scheint für diese Spezies nicht zu gelten und derweil beklagen sie ihre Unfreiheiten und beschneiden durch ihr Auftreten die Freiheit der anderen, von diesem Müll nicht behelligt zu werden.

Das alles sind Zeichen der Endzeit und wer das zuläßt kann doch nicht normal sein, denn wie überall gibt es Grenzen, fehlt nur noch das öffentliche Kopulieren wie die Straßenhunde, dann wäre ja alles perfekt und die Gleichheit wäre hergestellt, nur zu welchem Preis, das ist dann die andere Frage.

Gravatar: Hack

Jeder zeigt eben, was er hat oder nicht hat ...

Gravatar: Theo

Beim Bremer AFD-Abgeordneten, der mit Ende 30 verstorben ist, sagte ein SPDler: "Einer weniger". Wie ist das mit Walz, Biolek etc. nach dessen Logik? Zwei weniger auf der Gegenseite?

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