Plünderungen und Randale

Chaos in Südafrika nach Verhaftung von Ex-Präsident Zuma

Bei gewalttätigen Ausschreitungen in Südafrika sind mindestens 26 Menschen gestorben, hunderte wurden verhaftet. Indische, farbige und weiße Bürgerwehren schützten ihre Gemeinden in der Nacht.

Die Unruhen begannen Freitag Nacht auf der N3 bei Pietermaritzburg
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Am Freitag brachen die Unruhen in der Provinz KwaZulu-Natal um die Hafenstadt Durban aus. Geschäfte und Fabriken wurden geplündert, Straßen gesperrt und LKWs in Brand gesetzt. Bürger organisierten sich, um ihre Gemeinden gegen den Mob zu verteidigen. Die Armee ist im Einsatz und schießt mit scharfer Munition.

Am Mittwoch hatte sich der ehemalige Präsident Jacob Zuma der Polizei ergeben, nachdem er wegen Korruption angeklagt warden sollte. Zuma hatte sich geweigert, vor Gericht zu erscheinen und war deshalb Ende Juni zu 15 Monaten Haft wegen Missachtung des Gerichts verurteilt worden. Daraufhin verschanzte er sich in seinem Villenareal Nkandla in KwaZulu-Natal, umgeben von seinen Anhängern. Sein Bruder und Sohn schworen, sich nicht lebend festnehmen zu lassen. Die Regierung von Präsident Cyril Ramaphosa entsandte Vermittler, am Mittwoch vergangener Woche ergab sich Zuma schließlich 40 Minuten vor Ablauf der Deadline um Mitternacht der Polizei. Zuvor hatte Zuma vor Ausschreitungen gewarnt, falls er festgenommen werde. Am Freitag gingen seine Anhänger auf die Straßen.

Zuma war der erste Zulu-Anführer des Landes und des African National Congress (ANC), der historisch von Mitgliedern des Volkes der Xhosa dominiert wurde. Unter dem Xhosa-Führer Nelson Mandela führte der ANC 1994 eine blutigen Bürgerkrieg gegen die Inkatha Freedom Party der Zulus, bei dem etwa 20,000 Menschen ums Leben kamen.

Die Unruhen brachen am Freitag in der Provinz KwaZulu-Natal um die Stadt Durban aus, und erreichten von dort aus Johannesburg in der Provinz Gauteng. Straßen wurden abgeschnitten und LKWs in Brand gesetzt. Tausende Plünderer stürmten Einkaufszentren und Lagerhallen und stahlen alles Wertvolle.

Die Reifenfabrik der Firma Dunlop bei Durban wurde von tausenden Plünderern gestürmt, die Lieferwägen vor der Fabrik anzündeten. Ein Video aus Durban zeigte angeblich Einheiten der Südafrikanischen Polizei (South African Police Service - SAPS), die sich an den Plünderungen beteiligten.

Am Montag mobilisierte Ramaphosa die Armee (South African National Defence Force - SANDF), die mit scharfer Munition auf die Randalierer schossen. Videos auf den sozialen Netzwerken zeigten Leichen am Straßenrand, und Plünderer die verhaftet wurden.

Präsident Cyril Ramaphosa sprach am Montag zur Nation und versprach »die Ordnung wiederherzustellen.« 166 Verdächtige seien in KwaZulu-Natal verhaftet worden und 323 in Gauteng, so Ramphosa. Einwohner von KwaZulu-Natal nannten die Ansprache des Präsidenten »enttäuschend«.

Der linkextreme, rassistische Anführer der »Economic Freedom Fighters« Julius Malema protestierte auf Twitter gegen den Einsatz der Armee: »Keine Soldaten auf unseren Straßen, sonst kämpfen wir mit! Alle Kämpfer sollen sich bereithalten. Die können uns nicht alle umbringen. Wir brauchen eine politische Lösung für ein politisches Problem, keine Soldaten.«

Lokale indische, farbige und Afrikaner Milizen bildeten sich um Durban, Pietermaritzburg und anderen Städten, um ihre Unternehmen und Gemeinden in der Nacht vom Montag zu beschützen. Hilferufe aus der Gegend um Durban erbaten Unterstützung und Nachschub mit Munition. Der Polizei ging laut Augenzeugen teilweise die Munition aus. Indische Bürgerwehren brannten in Durban eine Barackensiedlung von Schwarzen ab.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Dan Kühne

"Das Land geht unter üblicher afrikanischer Führung den üblichen afrikanischen Weg."

Die Macht wurde nach demokratischen Wahlen geordnet von den Weißen an die Schwarzen übergeben?

Gravatar: Ronald Schroeder

Die Zulu und Xhosa sind seit Jahrhunderten verfeindete Schwarzen-Stämme. Nur im Kampf gegen die Weißen war man sich einig. Schon bei der Verteilung deren Eigentums bevorzugte man dann den eigenen Stamm. Obwohl die Zulu der zahlenmäßig größte Stamm Südafrikas sind, gelang es den Xhosa alle einflußreichen Positionen zu besetzen. Der vom Westen als Friedensikone gerühmte Nelson Mandela übergab die Macht ganz selbstverständlich an einen Xhosa-Führer: Thabo Mbeki. Im Machtkampf unterlag Mbeki letztlich seinem Stellvertreter und Vertreter der Zulu, Jacob Zuma. Man warf sich gegenseitig Korruption vor, weil man jeweils bestrebt war, den Günstlingen des eigenen Stammes Vorteile zu verschaffen. Wer sich nicht von den geschönten Berichten der BRD-Qualitätsmedien über die
Regenbogennation Südafrika beeindrucken ließ, sondern Sachinformationen über die Lage in Südafrika zur Kenntnis nahm, konnte seit Jahren den Niedergang des Landes feststellen, der jetzt in Ansätzen eines Bürgerkrieges kumuliert, in dem sich vor allem die Economic Freedom Fighters des Zuma-Zöglings Julius Malema, der auch schon mal zur Ausrottung aller Weißen aufruft, durch besondere Gewalttätigkeit auffallen. Das Land geht unter üblicher afrikanischer Führung den üblichen afrikanischen Weg.

Gravatar: Müller

Es ist doch seltsam beim homo sapiens. Wenn es um Freiheitsrechte wie Ausgangssperren, Fratzenfummelpflicht und dergleichen geht trotten sie alle im Gleichschritt, aber beim Plündern von Einkaufszentren sind alle auf den Beinen, auch wenn es um die Verteidigung eines vermeintlich korrupten Ex-Staatschefs geht.

Gravatar: Jürg Rückert

Bunt und vielfältig gestaltet sich die Zukunft allerorten.
In der Krise sammeln sich die Stämme, Ideologien werden zweitrangig.
Seehofer warnt uns bereits vor uns, ein deutscher Visionär.

Gravatar: winfried

Warum Rassismus nicht aussterben kann - viele wünschen sich die Zweiklassengesellschaft von einst zurück, auch Schwarze!

Gravatar: Doppelgänger

Traurig aber wahr, es gibt auf der gesamten Welt kein einziger Staat der von „Schwarzen“ geführt wird, der nur ansatzweise funktioniert. Südafrika war immerhin das einzige Land in Afrika, dass einen gewissen Wohlstand hatte mit funktionierende Institutionen. Seit dem die „Schwarzen“ dort das Sagen haben, wurde nur von der Substanz gelebt, welche die „Weißen“ dort aufgebaut hatten und nun versinkt das Land nach und nach im Chaos. Ein anderes Beispiel ist Haiti, das einzige von „Schwarzen“ geführtes Land in der Karibik. Haiti ist das absolute Armenhaus in der Region. An der geographischen Lage kann es wohl nicht liegen, das sich Haiti mit der Dominikanischen Republik die Insel teilen. Die DomRep steht aber relativ gut da. Man muss zu der Erkenntnis kommen, dass die Blacks kulturbedingt nicht in der Lage einen Staat zu führen sondern alle Länder wo Schwarze das Sagen haben in Armut und Chaos versinken. Auch in den USA fühlen sich die Afro-Amerikaner immer nur diskreditiert, weil sie nicht an den Wohlstand anderer Kulturen rankommen. Ich frage mich warum aber schaffen das die Anderen.

Gravatar: Gerhard G.

Drehen wir das Rad der Geschchte zurück. In Nacht u. Nebelaktionen holte der ANC massenweise Menschen aus den Nachbarstaaten ins Land ....um die Wahlen zu gewinnen ...mit dem Versprechen (LÜGE) das alle die kommen Lohn,Brot und würdigeUnterkünfte bekämen.
Bis zum heutigen Tag ist nichts von den Versprechungen eingetreten...und die Menschen sind geblieben ... also wird es such keine Ruhe geben ...auch nach fast 30 Jahren Machtübernahme eines überaus korrupten ANC.

Gravatar: Dominic Braeuer

"Indische, farbige und weiße Bürgerwehren schützten ihre Gemeinden in der Nacht."

Gegen DIE geht die Polizei aber vor. Quelle: Telegram Video.

Gravatar: Peter Lüdin

Hätte China in Südafrika wirtschaftlich was zu sagen, würde man wieder die Menschenrechte zum Thema machen.
Das nun wiederum könnte man aber in den Berichten über die Proteste in Kuba machen.

Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

... „Lokale indische, farbige und Afrikaner Milizen bildeten sich um Durban, Pietermaritzburg und anderen Städten, um ihre Unternehmen und Gemeinden in der Nacht vom Montag zu beschützen. Hilferufe aus der Gegend um Durban erbaten Unterstützung und Nachschub mit Munition. Der Polizei ging laut Augenzeugen teilweise die Munition aus. Indische Bürgerwehren brannten in Durban eine Barackensiedlung von Schwarzen ab.“

Ja Himmel, Kreuz und beim Barte des Unrasierten:

Ist es möglich, dass die Göttin(?) und ihr Draghi schon deshalb ein neues Flüchtlingsabkommen wollen
https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/merkel-und-draghi-wollen-ein-neues-fluechtlingsabkommen-17401026.html,
weil dieser „Eklat“ in Südafrika vorhersehbar war und nun auch mit Millionen Flüchtlingen(?) von ´dort` zu rechnen ist, die ihr kurzfristig abrufbar auch bei der Umsetzung ihres Great Reset zumindest in Deutschland behilflich sein sollen/müssen???

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