Als Bundestagsabgeordneter braucht man sich um eine Steigerung seiner Bezüge keine Gedanken zu machen. Seit ein paar Jahren sind die Aufwandsentschädigungen an den vom Statistischen Bundesamt errechneten Nominallohn gekoppelt. Klingt etwas kryptisch, ist aber ganz einfach. Die Diät (offiziell Aufwandsentschädigung) eines Bundestagsabgeordneten steigt (oder fällt) im gleichen Maße wie der bundesdurchschnittliche Nominallohn. Jedes Jahr im Februar werden die vorhergehenden zwölf Monate mit den davor liegenden zwölf Monaten verglichen und die entsprechende Quote wird ab dem kommenden Juli auf die Diät angerechnet.
Die Steigerungsrate des Nominallohns liegt im aktuellen Berechnungszeitraum bei fast drei Prozent. Das bedeutet, dass die jetzigen Bezüge von fast 9.800 Euro auf deutlich über 10.000 Euro pro Monat steigen werden. Gleichzeitig steigt auch der Pensionsanspruch auf über 250 Euro pro absolviertem Mandatsjahr.
Seit 1991 stiegen die Diäten von damals knapp 4.000 Euro (umgerechnet) auf ab Juli über 10.000 Euro; das ist eine Steigerung von 250 Prozent. Lag damals der Durchschnittsbruttoverdienst mit rund 1.800 Euro noch bei 45 Prozent der Diäten, so liegt er jetzt mit rund 3.700 Euro bei einem deutlich geringeren Anteil.
Zwar sind die Diäten steuerpflichtig, Beiträge zur Renten- oder Arbeitslosenversicherung zahlen die Abgeordneten jedoch nicht. Außerdem erhalten Abgeordnete zusätzlich zu der Aufwandsentschädigung eine steuerfreie Pauschale von derzeit fast 4.350 Euro im Monat für »mandatsbedingte Aufwendungen«. Nachgewiesen werden müssen diese Aufwendungen allerdings nicht.
Hinzu kommen weitereknapp 21.000 Euro im Monat für die Beschäftigung von Mitarbeitern, eine kostenfreie Bahncard 1, Klasse für die Deutsche Bahn und die Nutzung des Fahrdienstes in Berlin.



Kommentare zum Artikel
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Parasiten, die sich am Steuerzahler laben wollen halt immer mehr. Der Spruch wer nicht arbeitet, der soll auch nicht essen trifft auf unsere Politiker nicht zu. Sie mästen sich und ihre Lobby Klientel und saugen das Volk aus. War es nicht schon so in CDU Merkels rotem Stasi Mörderstaat ? Dienst am Volk, welches in diesen kranken Politiker- Köppen nicht einmal gibt, kennen diese roten Blutsauger nicht.
Tja so ist das und die Renten des Normalbürgers die werden nochmal versteuert. Lohnsteuer, Mehrwertsteuer, demnächst wohl Steuer auf Bargeld.
https://www.antenne.de/experten-tipps/geld-und-recht/bargeld-soll-besteuert-werden-was-hinter-dem-iwf-vorschlag-steckt
Aber 87% wollen das so.
Ist es bei so viel unverdientem Geld denn verwunderlich, dass die Mitglieder des Deutschen Bundestags nicht in der Lage sind sich in die Sorgen, Nöte und Ängste eines "Normalbürgers" mit vielleicht 2.200 Euro brutto zu versetzen?
Also, Gesamteinkünfte auf 1/5 heruntersetzen und versteuern... Dann schreit kein Politiker mehr nach Migranten, und höheren Steuerabgaben der Bürger...!