Tatvorwurf: Versuch des Einschleusens von Ausländern

Bundespolizei ermittelt gegen sogenannte »Seenotretter«

Die Bundespolizei in Pirna ermittelt gegen den in Dresden ansässigen Verein »Mission Lifeline« wegen des Vorwurfs, gezielt Ausländer einzuschleusen. Die zuständige Dienststelle habe einen Ermittlungsauftrag der Staatsanwaltschaft Dresden erhalten.

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Die Vorwürfe gegen die diversen »Seenotrettungshelfer«, die Migranten aus diversen Herkunftsländern in Nord- und Zentralafrika sowie aus einigen asiatischen Ländern unmittelbar an der libyschen Küste aufnehmen, in italienische Häfen befördern und sich somit am Einschleusen von Ausländern beteiligten, ist nicht neu. Schon seit Monaten wurde und wird gefordert, dass dieses Vorgehen genauer untersucht wird. Neu ist, dass erstmalig eine entsprechende Strafanzeige gegen die Verantwortungsträger eines solchen »Rettungsvereins« verfolgt wird und Ermittlungen eingeleitet wurden.

Bei der Staatsanwaltschaft in Dresden, so berichtet der »Tagesspiegel«, sei Strafanzeige gegen zwei namentlich Beschuldigte des Vereins »Mission Lifeline« wegen des Versuchs des Einschleusens von Ausländern gestellt worden. Wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft Dresden, Lorenz Haase, sagte, sei die Behörde nun gezwungen, der Anzeige zu folgen und Ermittlungen zur Aufklärung des Sachverhaltes einzuleiten. Der Vereinsvorsitzende und sein Stellvertreter haben zu diesem Zweck Vorladungen erhalten und haben sich gegenüber der Bundespolizei zu den Vorwürfen zu äußern.

Unabhängige Kommissionen, Experten sowie die libysche Küstenwache haben in der jüngeren Vergangenheit ihre Vorwürfe gegen die diversen in der unmittelbaren Nähe zur libyschen Küste agierenden »Helfer« erneuert. Diese würden quasi Hand in Hand mit den kriminellen Schlepperbanden zusammen arbeiten. Laut Berichten aus Italien sollen Migranten sogar im Besitz der Kontaktdaten der sogenannten »Retter« sein und diese kurz nach Beginn der Überfahrt kontaktiert haben, um sich dann aus Seenot retten lassen zu können und sicher nach Italien zu gelangen.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Heinz

An sich eine gute Meldung.

Allerdings ist wahrscheinlich, daß die "Ermittlungen" im Sande verlaufen werden.

Gravatar: M. Trumpelman

Es gibt Leute, welche (juristisch!) behaupten, es handele sich um eine „Unterstützung der bezahlten Schlepper-Tätigkeit durch Sicherung des zugesagten Erfolges einer Anlandung”…

…wenn nicht NUR Passagiere eines bereits sinkenden Bootes vor dem Ertrinken gerettet werden.

Gravatar: Uwe Krammer

"Tatvorwurf: Versuch des Einschleusens von Ausländern"

.....das wurde jetzt auch mal Zeit, dort einzuschreiten...aber wer ermittelt endlich gegen die größte Schleuserin, Frau Merkel und die Bundesregierung ?

Gravatar: Old man

Es ist und bleibt Schleuserei. Jeder sogenannte Retter, der ein paar km vor den libyschen Küste Wirtschaftsmigranten aus "Seenot" rettet und 500 km nach Italien bringt, dient den Schleppern. Eine schnelle Rettung sollte eigentlich auf dem kürzesten Weg erfolgen, also zurück nach Libyen. Da Italien auch nicht an diesen Leuten interessiert ist, können die ja ungehindert weiterziehen. Natürlich geht's nach Deutschland. Dort wartet ja die dicke Grundversorgung.

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