Theresa May vor scheinbar unlösbarer Aufgabe

Brexit wird jetzt wohl verschoben werden

Das Unterhaus kann sich nicht auf einen Brexit-Modus einigen. Also soll der Brexit verschoben werden. Aber selbst das ist mit vielen Fragen behafftet. Großbritannien macht sich langsam vor der Welt lächerlich.

Foto: Pixabay
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Liegt es am System? An der Art, wie im Unterhaus Probleme angegangen werden? An den Anti-Brexit-NGOs? Oder an einzelnen sturköpfigen Parlamentariern, die ständig Beschlüsse blockieren?

Das Unterhaus konnte sich nicht auf einen Modus zum Brexit einigen. Also hat man sich nun entschieden, den Brexit zu verschieben, um Zeit zu gewinnen [siehe Berichte »t-online«, »Focus-Online«]. Doch selbst das ist ein Problem. Denn auch auf die Art und Weise, wie der Brexit verschoben werden soll, muss man sich erstmal einigen.

Jedenfalls haben die Abgeordneten sich wenigstens mit einem Stimmenverhältnis von 412 zu 202 darauf einigen können, die EU um eine Verschiebung des Brexit zu bitten.

Ob dem stattgegeben wird, entscheidet nicht Großbritannien allein. Alle anderen EU-Staaten müssen dem zustimmen. Aber warum sollte sich jemand dagegen aussprechen? Die Brexit-Befürworter wollen den Briten aus der Misere helfen und die Brexit-Gegner hoffen auf eine Umkehr des ganzen Prozesses.

Nach wie vor gibt es verschiedene Optionen: langfristig verschobener Austritt, kurzfristig verschobener Austritt, Austritt ohne Abkommen (No-Deal-Brexit), Austritt mit Abkommen, Austritt auf Raten, kein Austritt oder neues Referendum. Am Mittwoch, den 20. März, will das Unterhaus erneut über einen Deal abstimmen.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Hartwig

Das Ziel von May war die Verhinderung des Brexit. Sie wird vom intriganten Hinterzimmer sehr viel Lob erhalten. Nur das zählt, in unserer heutigen betrügerischen Welt.

Gegen das Volk regieren. Wahlen haben keine Bedeutung mehr. Diese werden auch gefälscht, falls es sich nicht anders hingieben lässt.

Gravatar: Hajo

Ist doch toll, nun haben sie das erreicht was sie wollten, der Wählerwille war ihnen schnuppe und es war offensichtlich daß man die ganze Sache bewußt erschweren wollte um den Austritt zu verhindern, wenn sich die Briten das gefallen lassen ist es um ihre Demokratie auch nicht mehr gut bestellt und so gleiten wir alle zusammen ab in eine zweite Sowjetunion und wer das verhindern will kann nur noch anders wählen oder auf die Barrikaden gehen, ansonsten sind wir als Kontinent in seiner Geschichte verloren, das ist das Ziel einer illegitimen Brüsseler Apparatschik-Pseudo-Regierung, die verschwinden müssen, bevor wir verschwinden, das ist unsere Pflicht, denn niemand kann gezwungen werden, seiner eigenen Abschaffung zuzustimmen.

Gravatar: Welt.Krank

Wieso lächerlich? Die Globalisten kämpfen gegen die Demokratie, so wie überall in der westlichen Welt. Und einzelne können wenig gegen diesen massiven Widerstand tun, siehe Trumps Mauer. Ich finde zB nicht, daß es lächerlich ist, daß er damit auch nicht weiterkommt, wenn der Feind in den eigenen Reihen sitzt. Bei May ist es sogar noch schlimmer, sie sabotiert ja selber.

Gravatar: lupo

Die Briten sind schon immer anders gewesen und einen Zacken bekloppter als in Merkelstan, egal wo man hinschaut in der Diktatur EU
wird nur gegen den Willen des Volkes entschieden. Man macht dadurch doch nur die EU Gegner stärker und wundert sich dann über
die Wut und den Hass bzw. Abneigung der Leute gegenüber der EU. Hoffentlich implodiert die EU so schnell wie möglich, so wie sie jetzt existiert wird sie nicht mehr lange bleiben und reformierbar ist dieser S...stall eh nicht mehr.
Sie sollte sich absolut nicht politisch betätigen sondern nur auf das wirtschaftliche konzentrieren, solange keine einheitlichen wirtschaftlichen bzw. ökonomischen steuerlichen Gesetzte existieren ist dieser Selbstbeweihräucherungsladen zum UNTERGANG verurteilt.

Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

„Theresa May vor scheinbar unlösbarer Aufgabe
Brexit wird jetzt wohl verschoben werden“ ...

Hätte das May mal auf Mr. Trump gehört!!!

... „US-Präsident Donald Trump hat massive Kritik am Brexit-Management von Großbritanniens Premierministerin Theresa May geübt. „Ich bin überrascht, wie schlecht es gelaufen ist“, sagte Trump, der die Entscheidung zum EU-Austritt Großbritanniens befürwortet, am Donnerstag zum Auftakt eines Besuches des irischen Premierministers Leo Varadkar in Washington.“ ...
https://www.welt.de/politik/ausland/article190299781/Brexit-Donald-Trump-Theresa-May-hat-nicht-auf-mich-gehoert.html

Gravatar: Müller

Schaut man sich die Ergebnisse der Abstimmungen im brit. Unterhaus an, kommt man unweigerlich zum Ergebnis, dass in diesem Parlament einige Abgeordnete nicht mehr ganz bei Trost sind.

Abstimmung über den ungeregelten Brexit: 312 Nein-Stimmen, 307 Ja-Stimmen; es fehlten also für den ungeregelten Brexit der die Briten endgültig aus dem EU-Diktat herausgeführt hätte, lediglich 5 Stimmen.

Aber dann Abstimmung über die Verschiebung des Brexits mit 407 Ja-Stimmen und 156 Nein-Stimmen. Was soll das denn? Zuerst stimmen etliche Abgeordnete für einen ungeregelten Brexit und dann stimmen dieselben wohl für eine Verschiebung des Brexits. Das verstehe wer will.

Diese "blöden" fehlenden 5 Abgeordneten machen mich wütend. Hätte das Unterhaus für einen ungeregelten Brexit gestimmt, wäre es kurzfristig zu wirtschaftlichen Turbulenzen gekommen, mittel- und langfristig hätte die deindustrialisierte brit. Wirtschaft massiv vom EU-Austritt profitiert, beispielsweise in Form des Wegfalls von etlichen bürokratischen Hindernissen (z. B. Plastikverbot).

Jetzt bin ich mir nicht mehr sicher, ob der Brexit überhaupt noch stattfindet. "Husch husch zurück ins Körbchen" hatte ein User hier einmal geschrieben. Leider!

Gravatar: Aufbruch

Es ist doch eigentlich klar, wer hinter diesen Brexit-Verhinderern steht. Die EU ist das Vehikel, mit dem Europa in einen Multikulturalismus-Kontinent verwandelt werden soll. Getreu der Devise Coudenhove-Kalergis, Europa mit Migranten zu fluten, um ein afroeurasisches Vökergemisch zu erzeugen, dass noch zur Sklavenarbeit taugt, aber nicht mehr zum Denken, agiert Soros mit seinen transatlantischen Strippenziehern. Jeder Ansatz, der dieses "Experiment" gefährden könnte, wird daher im Keim erstickt. Der Brexit passt den Strippenziehern in keiner Weise. Also muss er verhindert werden. Die lange Friedenszeit in Europa hat die These der Strippenzieher widerlegt, dass die Nationalstaaten Schuld an den Kriegen seien. Sie sahen ihre Felle davon schwimmen. Sie mussten Fakten schaffen und die Grenzen für Migranten öffnen. Nun sind sie halt mal da, wie Merkel, die Vollstreckerin der Strippenzieher, bemerkte. Es musste Unfrieden geschaffen werden. Die Destabilisierung von Ländern war schon immer eine Spazialität von Soros. In Großbritannien zelebriert er es vor aller Welt. Auch in der EU treibt er seine Keile zwischen die Länder und die Gesellschaften. Politiker wie Orban, die ihn durchschaut haben, lässt er von seinen EU-Vasallen attackieren. Je destabiler die Länder sind, um so leichter lassen sie sich umvolken. Wie schafft es dieser Schrlatan nur, einen ganzen Kontinent auf den Kopf zu stellen? Haben die Briten noch die Kraft, Soros zu widerstehen? Wenn nicht, fällt der ganze Kontinent.

Gravatar: Emma Klüger

Wenn Brüssel die Abschiebung über den Wahlen im Mai hinaus verschiebt, kann sie eine Klatsche bekommen, denn
dann werden die Stimmen aus England gegen Brüssel mehr in die Waage kommen, als sonst, anders herum wäre auch blöd ein Land wählen zu lassen, wenn sie herausgehen wollen, aber die Dummheit von Brüssel hat keine Grenzen, mal sehen.
Für mich ist schon klar, daß ich keinen Produkt von dort kaufe, weil ich uns stärken will, sie haben uns nämlich seit Jahrzehnten nur abgezockt und Brüssel machte alles mit....
Wir brauchen auch keine Zuwanderung mehr, viele Firmen streichen die Mitarbeiter, VW, Ford Audi....
Ansonsten wandere ich nach Neuseeland aus...

Gravatar: Wolfgang Brugger

Um den Brexit organisiert sich in UK der Populismus. Ich kann mir daher vorstellen, wie es weiter geht. Mays Deal fällt zum dritten mal durch und es gibt eine lange Verschiebung des Brexit. In dieser Zeit wird es zu Neuwahlen kommen, weil die Brexiteers May blockieren werden. Sobald der Termin feststeht, werden prominente Abtrünnige von Konservativen und Labour die Autonomy- oder BREXIT-PARTY gründen. Die Brexiteers hatten zwei Jahre Zeit, das vorzubereiten. Wenn +/- 50 % der Briten für den Brexit sind, hätte diese Partei infolge des Mehrheitswahlrechts gegen Labour und Tory die Chance, fast alle Parlamentssitze zu erobern. Selbst 38 % in Schottland würden für Mandate genügen! Das könnte das Ende dieser Parteien bedeuten. Alternativen: No deal oder Ende von UK durch May deal (was keiner riskiert).
Ständig wird monoton verbreitet, eine harte Grenze zwischen Irland und Nordirland spiele den nordirischen Separatisten in die Hände, die eine Vereinigung Irlands anstrebten. Dass die nordirische DUP und die Mehrheit der Briten nichts mehr fürchten, als eine EU Außengrenze quer durch UK, wird einfach ignoriert. Aus der dummdreisten Äußerung von Barnier, nur Nordirland müsse in der Zollunion bleiben, aber der Rest von UK könne austreten, geht klar hervor, dass die EU nichts geringeres anstrebt, als die Zerstörung des UK. Mit ihrer völkerrechtswidrigen Politik hat die EU schon Jugoslawien zerlegt und die Ukraine gespalten. Dass sie nun dasselbe mit einer für Europa konstitutiven Großmacht versucht, müsste eigentlich die Abgeordneten zur Abwehr dieses Angriffs zusammenschweißen. Aber längst sind die Staaten unterhöhlt von der Lobby der internationalen Konzerne und deren Medien. Diese verkalkulieren sich allerdings diesmal offensichtlich. Lassen wir uns überraschen!

Gravatar: francomacorisano

Ich hätte denn Briten zwar einen EU-Austritt gegönnt, aber wenn sie vorerst dabei bleiben, vieles blockieren und für ständigen Streit sorgen, dann bringt das noch mehr Unruhe und die Wahrscheinlichkeit, dass DIESE zentralistische EU zerbricht wird größer. Die EU wird entweder total reformiert oder muss scheitern!

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