Weitere Verlängerung nicht ausgeschlossen

Brexit bis zum 31. Oktober 2019 verschoben

Der ursprünglich für den 29. März vorgesehene und zunächst auf den 12. April verschobene Brexit, dem Ausstieg Großbritanniens aus der EU, ist erneut verschoben worden. Nun ist der 31. Oktober das avisierte Zieldatum, eine weitere Verlängerung ist laut EU-Ratschef Donald Tusk aber durchaus möglich.

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Der Brexit ist auf dem besten Wege, zur unendlichen Geschichte zu mutieren. Weil es der britischen Regierungschefin May trotz etlicher Anläufe bisher nicht gelungen ist, eine Mehrheit in ihrem Parlament für einen geordneten Brexit-Plan zu finden, haben die Regierungschefs der 27 EU-Länder in der vergangenen Nacht einer Verschiebung des Ausstiegs bis zum 31. Oktober 2019 zugestimmt. May kündigte zwar an, dass Großbritannien den Ausstieg bis zum 22. Mai realisieren werde, um an der Wahl zum Europäischen Parlam,ent nicht teilnehmen zu müssen. Allerdings fehlt ihr dafür bereits jetzt die erforderliche Mehrheit, sodass ihre  Einlassung eher in Zweifel gezogen worde.

So zeigte sich EU-Ratschef Donald Tusk erleichtert darüber, dass man Großbritannien noch einmal sechs Monate zeit eingeräumt habe, um einen geordneten Brexit zu verwirklichen. »In dieser Zeit wird der Ablauf komplett in den Händen des Vereinigten Königreichs liegen.« Selbst ein Rücktritt vom Austritt sei eine Option, so Tusk, wie auch eine weitere Verlängerung.

Merkel und einige andere Vertreter der EU-Staaten wollten sogar einen noch längeren Aufschub; von bis zu einem Jahr war die Rede. Dieser Ansatz aber scheiterte an dem Veto des in seiner Heimat schwer unter Beschuss stehendem franzöischen Ministerpräsidenten Macron. Nach langem Hin und Her einigte man sich daher auf den 31. Oktober 2019.

Das bedeutet, dass die Briten an der Wahl zum Europäischen Parlament im Mai teilzunehmen haben - ob sie wollen oder nicht. Doch genau das will May um fast jeden Preis verhindern; weiß sie doch, dass eine jetzt ausgetragene Wahl für sie ganz sicher ein desaströses Ergebnis bedeutet.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

... „Der Brexit ist auf dem besten Wege, zur unendlichen Geschichte zu mutieren.“ ...

War das nicht erst eben ein ausführliches Thema zwischen der Nebengöttin Resi und ihrer Chefin(?) mit einem Ergebnis, über welches sich Beide herzhaft etwa besonders darüber freuten https://www.merkur.de/politik/brexit-news-raetsel-um-lach-attacke-mit-merkel-und-may-geloest-zr-12147148.html,
die britischen Wähler schon wieder erfolgreich, straflos hintergehen zu dürfen, indem sie den Brexit erneut verschieben - um damit der EU ihren zweitgrößten Nettozahler auch weiterhin zu erhalten???

Wo aber sind die ´tatsächlichen` Probleme des Brexit zu suchen, wenn ´für die Briten` hernach - bis auf die monetäre Bombe, welche auch das UK treffen wird - alles völlig problemlos weiterläuft??? https://www.youtube.com/watch?v=vloZ0kSi_3E

Gravatar: Hajo

Dieser laufende Meterfünfundsechzig im Spreebogen scheint immer noch nicht begriffen zu haben, wie sich langsam aber sicher alles in Europa wieder hochschauckelt wie damals vor ca. 80 Jahren, da sind die Europäer auch angetreten zum Rapport in der Reichskanzlei und wie es ausgegangen ist wissen wir ja alle und heute leiden wir immer noch darunter eine eine ehemalige Stasitante trägt in ihrer grenzenlosen Naivität erneut dazu bei, das sich die Situation verhärtet und wer dann zum Schluß wieder zum Feindbild erkoren wird kann man ja erahnen und das hängt vielleicht auch mit der besagten Körpergröße zusammen, denn man weiß ja, wie solche Menschen unter Komplexen leiden und dann versuchen über sich hinaus zu wachsen, obe es der Gemeinschaft hilft ist eine andere Frage, ihr vielleicht ja oder auch nicht.

Gravatar: francomacorisano

Das Ganze ist ein großes Kasperletheater.
Je mehr EU-Chaos um so besser!
Dann sind die Politiker mit sich selber beschäftigt und haben keine Zeit für Grobheiten gegen das Volk. Hoffentlich fliegt die Brüssel-EU auseinander. Ich werde ihr keine Träne nachweinen!

Gravatar: Germany First

Da kann man jeden Betrag wetten, dass es überhaupt keinen Brexit gibt, weil dieser nich in Frau Merkels Europawahn passt. Es wird garantiert so lange verschoben, bis die Engländer Angst vor einer Pleite ihres Staates kriegen (Die sind seit Jahren schon auf den Weg in die Pleite, schauen sie sich ihre Währung an (gemäß Toni Blair: wie soll ich ein Land regieren, das von Donnerstag bis Sonntag völlig betrunken ist) Die brauchen wie die meisten der Euro-Süd-Staaten das Geld von Germany. Das bedeutet weiterhin eine Fortsetzung der Merkelschen Vernichtungspolitik von Deutschland. (So wie Churchill nur Eines interssierte, die wirtschaftliche Macht Deutschlands zu brechen.
Germany First

Gravatar: Anton

BK Kurz am 05.04.19: keine Verlängerung, am 12.04.19
BREXIT

Tusk: am 08.04.19: Verlängerung, vielleicht bis zu einem
Jahr!

BK Kurz am 10.04.19: Verlängerung bis 31.05.19!!!!!!!!!!!

Was sund es für verlogene Politiker, die sich drehen, wie
ein Windfahndel!!???

Sie könnten gleich sagen, wir wollen gar nicht, daß GB
vie BREXIT austritt!!!

Gravatar: Anton

De facto bis 31.10.2019 verschoben und wenn notwendig,
weitere Jahre!
Das nennt man Politik, natürlich ehrliche Politik!?

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