Islamistischer Anschlag in Mosambik

Breitet sich der IS jetzt im Süden Afrikas aus?

Der Islamische Staat rühmt sich mit dem jüngsten Angriff auf die Stadt Palma in Mosambik, bei dem laut IS-Sprachrohr AMAQ 55 »Christen und Ausländer« getötet wurden. Laut dem Sicherheitsexperten Joe van der Walt ist die IS-Darstellung aber reine Propaganda.

AMAQ veröffentlichte ein Foto aus 2020 - das Ortsschild "Mocimboa da Praia" verrät, dass es nicht aus Palma war
Veröffentlicht:
von

Am Mittwoch, den 25.3. griffen Kämpfer der Miliz Al Sunnah wa Jama’ah (ASWJ) den Ort Palma in der muslimisch dominierten Provinz Mosambiks Cabo Delgado an und töteten laut AMAQ über fünf Tage »dutzende mosambikanische Soldaten und Christen«. Einheimische sagen auch einfach Al Shabab dazu («Die Jugend«), die aber keine Verbindung zur somalischen Al Shabab haben.

Der Angriff wurde mit äußerster Brutalität durchgeführt, Menschen sollen geköpft worden sein und auf Kleinkinder geschossen.

Die Regierung spricht dagegen von sieben Toten. Mindestens zwei Ausländer sollen unter den Opfern sein. Die französische Total unterhält ein Erdgas-Werk bei Palma. Die meisten Einwohner sollen geflohen sein. Ausländer wurden von privaten Sicherheitsfirmen mit Booten und Hubschraubern aus dem Amarula Hotel evakuiert.

Der »Islamische Staat« wollte sich den Angriff auf die eigene Fahne schreiben. Beobachter fürchteten schon, eine neue Bastion der Islamisten entstehe in Mosambik. Die Zeitung »Carta de Mocambique« wies aber darauf hin, dass das Foto, das AMAQ veröffentlichte, ganz offenbar nicht aus Palma, sondern aus Mocimboa da Praia stammt, das vor einem Jahr von Milizen angegriffen wurde.

CEO Joe van der Walt von der südafrikanischen Sicherheitsfirma Focus Group sagte gegenüber Freie Welt, dass die Drohungen des  »Islamischen Staates« wenig mit der Wirklichkeit zu tun haben. Die Al-Shabab Kämpfer seien bereits wieder aus Palma verschwunden, nachdem sie Munition, 90 Tonnen Lebensmittel des Welternährungsprogramms und drei Banken geplündert hatten. »Die feiern jetzt irgendwo wahrscheinlich eine große Party.«

Die mosambikanische Regierung habe nun erklärt, Palma »zurückerobert« zu haben. Das liege aber daran, dass die Milizen die Stadt mit ihrer Beute freiwillig geräumt haben. »Die haben jetzt ein gutes Geschäftsmodell entdeckt. Die Regierung ist offenbar nicht in der Lage, sie aufzuhalten. Warum sollten sie dann aufhören?«

Das Vorgehen der Al-Shabab beim Angriff sei sehr koordiniert, mit Granatwerfern und Mörsern bewaffnet aus mehreren Richtungen gleichzeitig erfolgt. Aufständische hätten die Stadt vorher infiltriert, Waffen versteckt und sich als Zivilisten verkleidet. Andere Angreifer hätten Uniformen der mosambikanischen Armee getragen, um sich zu tarnen, berichtet die Focus Group.

 Der Angriff auf Palma ähnele aber eher traditionellen afrikanischen Stammesfehden und keinem wiedererstarkten »Islamischen Staat«, so van der Walt. Die Gefahr einer Ausbreitung des islamischen Terrors im südlichen Afrika sei dennoch nicht zu unterschätzen. »Der IS hat das jedenfalls auf dem Schirm. Wenn man nichts unternimmt, könnte das zum Problem werden. Es ist momentan ein Gegner ohne Kopf, man weiß nicht, wer dahintersteckt. Deshalb ist es schwer, sie zu bekämpfen. Das größte Problem sind jetzt die Flüchtlingslager südlich von Pemba. Dort könnten sich leicht Schläfer mit Verbindungen zu den Aufständischen verstecken.«

 Die Einheimischen seien zu Recht unzufrieden mit der Regierung, die ebenfalls brutal gegen die Bevölkerung vorgehe, so van der Walt. »Die Armut ist so groß, das Analphabetentum bei 80%. Die Ölriesen wie Total machen hier enorme Gewinne mit Erdgas, aber das Geld kommt nicht bei den Leuten an, sondern landet bei irgendwelchen korrupten Beamten. Da ist natürlich die Unzufriedenheit groß.«

Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte
unterstützen Sie mit einer Spende unsere
unabhängige Berichterstattung.

Abonnieren Sie jetzt hier unseren Newsletter: Newsletter

Kommentare zum Artikel

Bitte beachten Sie beim Verfassen eines Kommentars die Regeln höflicher Kommunikation.

Gravatar: Bert Karlone

Sie sollen auch wenigstens dort bleiben, denn wir haben gesehen gestern vor dem Kongress, was passierte.

Wenn unsere Regierenden das nicht einsehen, daß wir sie nicht in der EU haben wollen, gehen wir, wie in 1989 in Leipzig auf die ??????

Weitere Volksvermischung dulden wir nicht, basta..

Gravatar: Rita Kubier

Dieser ganze verbrecherische, gewalttätige, abartige Abschaum dieser Welt breitet sich immer mehr über die gesamte Welt aus. Nicht zuletzt und insbesondere wird sich dieser Dreck am Ende in Europa einfinden. Denn wenn diese Abartigen da, wo sie jetzt ihr Unwesen treiben, ihre Verbrechen begehen, damit fertig sind oder von dort vertrieben werden, finden die sich nach wie vor zu einem großen Teil auf dem europäischen Kontinent und davon natürlich insbesondere in Deutschland ein. Denn hier fragt keiner danach, woher die kommen, warum und was die zuvor so getrieben haben. Hier können die sich ganz bequem und unbehelligt niederlassen und auf unsere Volkskosten schmarotzen, sich bestens aushalten lassen und uns nebenbei als Dank dafür nach Lust und Laune tyrannisieren, terrorisieren, vergewaltigen und umbringen. HIER können und werden die - wie das bereits alles stattfindet - ihre Verbrechen, ihre mörderischen Taten weiterverüben und haben dafür kaum eine entsprechende Strafe zu befürchten. Maximal füllen wir unsere Gefängnisse mit denen, sodass wir, das Volk, deren bequemen Lebensunterhalt dann dort weiterzahlen müssen. Denn zu Abschiebungen sind die Deutschen ja keinesfalls bereit. Die sammeln lieber massenhaft diesen ganzen mörderischen Dreck dieser Welt und lassen sich AUCH NOCH von solchen mit wahrer Begeisterung ihr Land und Volk vernichten. Merkel und Konsorten kann's nur recht sein!

Gravatar: Peter Lüdin

Kampf gegen den islamischen Terror ist weitgehend eine globale Aufgabe. Es müssten daher auch globale Ressourcen bereit stehen, finanziell und personell. Und zwar aus purem Eigennutz.
Denn sobald Freiräume geschaffen werden, wird diese Pest sich wieder aufbauen. Und dann eben in alle Welt rüber schwappen. Dann wird es deutlich schlimmer und vor allem teurer werden.

Schreiben Sie einen Kommentar


(erforderlich)

Zum Anfang