70.000 Arbeitsplätze in Gefahr. Domino-Effekt könnte andere Branchen treffen

Branchenverband der Automobilindustrie: Es geht abwärts

Ist das nur der Beginn einer langen Talfahrt? Der Verband der Automobilindustrie (VDA) kündigt einen großen Abschwung an. Das wird an der Gesamtwirtschaft des Landes nicht spurlos vorbeigehen. Wird ein Domino-Effekt eintreten? Ein Kommentar.

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Wenn die Automobilindustrie mit ihrer Zuliefererindustrie das Rückgrat der deutschen Wirtschaft bilden, dann dürfen wir uns in der Bundesrepublik auf eine lange Talfahrt einstellen. Auto-Konzerne wie Audi oder Daimler, Zulieferer-Unternehmen wie Bosch oder Continental haben schon längst Stellenabbau angekündigt.

Der Autoindustrie geht es nicht gut. Das hat jetzt auch der Branchenverband der deutschen Automobilindustrie zugegeben. Dort hat man jetzt den großen Abschwung verkündet [siehe Bericht »Welt«]. Man blickt in der Branche in eine düstere Zukunft. »Wir müssen damit rechnen, dass die Zahl der Mitarbeiter in den Stammbelegschaften geringer wird«, erklärte der scheidende Verbandspräsident Bernhard Mattes die Umstände.

Man geht davon aus, dass allen im Bereich der Herstellung der Motoren und Getriebe für Diesel- und Benzinfahrzeuge rund 70.000 Stellen bis 2030 wegfallen werden. Dies sind Netto-Zahlen. Denn die Zunahme der Arbeitsplätze im Elektromotor-Bereich wurde bereits eingerechnet! Unterm Strich ist der Wechsel also schädlich für die Beschäftigungszahlen. Dass davon auch die Standorte beziehungsweise Städte, in den die Autos hergestellt werden, betroffen sind, muss nicht extra erwähnt werden.

Kommt bald der Domino-Effekt für die deutsche Wirtschaft?

Unter der Krise der Autobranche leiden auch die deutschen Maschinenbau-Unternehmen, denn die Autoindustrie ist ein wichtiger Abnehmer. Es wird eine Art Dominokette ausgelöst. Denn unterschiedlichste Branchen sind miteinander verzahnt und voneinander abhängig. Das betrifft auch zahlreiche hochspezialisierte mittelständische Unternehmen.

Viele Wirtschaftsstandorte in Deutschland sind von bestimmten Unternehmen abhängig, schon allein wegen der Größe. Wolfsburg hängt an Volkswagen, Ingolstadt an Audi, Stuttgart, Sindelfingen und Rastatt hängen am Erfolg von Daimler. Die Kette ließe sich endlos fortsetzen. Auch Maschinenbauer wie ThyssenKrupp, Autozulieferer wie Bosch und Continental sind wichtige Stützen ihrer jeweiligen Produktionsstandorte.

Fallen die Einkommen Tausender Arbeitnehmer weg, kommt auch der Einzelhandel in den betroffenen Regionen ins Schlingern. Eine Domino-Effekt stellt sich ein.

Negative und abschreckende Vorbilder sind Städte wie Detroit in den USA. Einst war die Autostadt ein blühender Standort. Heute ist Detroit von Massenarbeitslosigkeit, Armut und Kriminalität geprägt.

Es heißt immer, in Deutschland seien die kleinen mittelständischen Unternehmen die wirklichen Spitzenreiter in der Welt, wenn um es Technologien und Entwicklung geht. Doch auch diese kleinen mittelständischen Unternehmen wirken selbst als Zulieferer für die größeren Industrieunternehmen.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: freidenkende

Der Hausmeister Herr Robert Matuschewski zeigt auf diesem Video, wie lange die Warteschlangen an den Zapfsäulen für Elektroautos in Amerika sind- das ist IRRE, was auf uns zukommt. Seht es euch an:

Nie wieder Deutschland!!! / Riesen Nazi Weihnachtsmann am Kudamm!!!
https://www.youtube.com/watch?v=HLpAZ2jZ-Rw

Gravatar: Manni

Wasserstoffautos?Was ist das denn ?Teufelszeug?Zauberkram?Hexerei?Die Unfähigkeit in diesem Lande ist grenzenlos.Haubtsache Abwirtschaften da sind sich alle einig.E-Autos?Ein Modejux mit Konsequenzen.Unfassbar.

Gravatar: Zicky

Wie..... schon wieder Rechte unterwegs gewesen?
Es sind die selben "Rechten", die die antisemitischen Statistiken nach oben ausschlagen lassen.
Merkelclan, bitte genau hinschauen, wer die wahren Nazis sind und lernt daraus. Wie der Herr, so das Gescherr

Gravatar: germanix

Deutschlandfunk im Juni 2019, Zitat von Mattes:

"Zunächst einmal noch mal zurück. Ja, es ist vollkommen richtig: Wir sind entschlossen, unseren Beitrag zum Erreichen der Klimaschutzziele zu leisten, und wir wollen eine nachhaltige Mobilität."

BDI-Hauptgeschäftsführer Joachim Lang, Zitat:

"...Keinesfalls vernachlässigt werden dürfen die enormen industriepolitischen Herausforderungen in der Klima- und Energiepolitik...".

Alle diese Vorstände in der deutschen Wirtschaft, haben Merkel mit ihrer Klima-Agenda gewürdigt und "liebkost".

Küsschen links Küsschen rechts - diese deutschen Manager sind ihr Geld nicht Wert!

Sie haben die Deutsche Wirtschaft an den Festungen gelöst - ihre Taschen bleiben voll. die der Arbeiter leer oder der Job ist weg!

Nun - auch die Mitarbeiter sind der Klima-Lüge verfallen - daher haben sie einen recht großen Anteil an der Schuld, die über die BRD hereinbricht!

Und die Friday for future - People? Sie werden keinen Job bekommen - mitgegangen, mitgefangen!

Redaktion(an) Zitat:

"... Heute ist Detroit von Massenarbeitslosigkeit, Armut und Kriminalität geprägt...".

Und Berlin? Berlin ist heute schon in der Kriminalität führend, in der Armut vorne weg und im Schulniveau auf den hintersten Plätzen. Die Massenarbeitslosigkeit kommt - mit schnellen Schritten - Einszweidrei, im Sauseschritt Läuft die Zeit; wir laufen mit - a la Wilhelm Busch!

Diese Typen mit Manager-Gehältern, diese Typen Mitarbeiter/Mitläufer durch Indoktrination der Lethargie verfallen - diese Regierung Merkel DDR 4.0 MUSS der Prozess gemacht werden!

Gravatar: Gretchen

Abwarten. Es ist alles unausgegoren, insuffizient und somit vorerst untauglich, was die Energiewendler, die Klima-und Mutter Erde- Retter und ihre Grün-roten Sturmtruppen anbeten.
Solange die neuen E-Modelle nicht die gleichen Vorzüge auffweisen wie jedes x-beliebige Diesel oder Otto-Fahrzeug werden potentielle Käufer zurückhaltend reagieren. Das wiederum kann ausreichend sein, wesentlichen Teilen der Automobilindustrie das Genick zu brechen.Und dann sind da noch die Probleme des "schmutzigen " Stroms, der Batterieherstellung, der Rohstoffgewinnung dafür und und und.
Das ist jedem Automanager klar. Trotzdem hat keiner den Mut zu sagen "noch nicht! "Erst zu Ende entwickeln, dann Versorgungsstruktur und dann (!!) auf den Markt.
das Desaster werden wie üblich ,die kleinen Leute mit ihrem Arbeitsplatz bezahlen.
Andererseits: solange Leute Grün-Schwarz-Rot wählen, braucht sich wirklich niemand zu beschweren. Es wird genau das geliefert , was bestellt wurde!

Gravatar: Miesepeter

Der Bundesverband der Industrie nutzt die Gunst der Stunde wohl eher um eine Entlassungswelle zu rechtfertigen, die durch die fortschreitenden Vollautomatisation in der Autoindustrie verursacht wird und nicht durch den Umstieg auf E-Autos. Schau ich aus dem Fenster, sehe ich nur Autos, Autos, Autos. Fahre ich nach Berlin, gibt es von Jahr zu Jahr mehr Verkehr. Verkaufe ich mein altes Auto und setzte es ins Internet, rufen in den nächsten 30 Minuten mindestens 5 Polen und fünf Libanesen an. So schlimm kann es also nicht sein und die Aktie von VW ist übrigends schon länger wieder am steigen.

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