Ein Gastbeitrag von David Klein

Bibelverbrennung – Offener Israelhass in Bern

Es sind bedrohliche und hasserfüllte Szenen, die sich am 19. Mai 2022 im Rahmen einer polizeilich bewilligten Anti-Israel-Demo in Bern abspielen, auf deren Höhepunkt eine Bibel in arabischer Sprache öffentlich verbrannt wird.

Screenshot Facebook Video
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Zur «Platzkundgebung in Bern» hatte die «Palästina Gruppe Bern» gerufen, um auf dem Berner Bahnhofplatz zu «trauern und protestieren». Der Anlass zu Trauer und Protest war gemäss Veranstaltungs-Flyer die vermeintliche «Ermordung der palästinensischen Journalistin Shireen Abu Akleh durch israelische Besatzungstruppen», ein «weiteres israelisches Verbrechen». Vorverurteilungen und unbelegte Anschuldigungen, mit der die vorwiegend aus dem Libanon stammenden muslimischen Demonstranten ihre antiisraelische Marschrichtung zementieren.

Verbreitet wurde der Flyer von der BDS (Boykott, Desinvestition, Sanktionen gegen Israel)-Bewegung, die von führenden Antisemitismusexperten sowie dem Deutschen Bundestag als «klar antisemitisch» eingeordnet wird.

Einmal im Monat betreibt auch das pro-israelische «Israel Forum Bern» auf dem Berner Bahnhofsplatz einen Stand mit Datteln aus Israel und aufklärendem Lesestoff, so auch am Tag der palästinensischen Demo. «Wir haben uns zum Ziel gesetzt, Israel in der fairen Informationsvermittlung zu unterstützen und aktiv mitzuwirken», ist im Leitbild des Vereins zu lesen. «Mittels korrekter Öffentlichkeitsarbeit» wolle man der «tendenziösen Berichter­stattung über Israel in der Schweiz» sowie «antisemitischen Tendenzen» entgegenwirken.

«Wir gehen jeweils nicht aktiv auf Leute zu, sondern warten, und reden dann mit Personen, die sich für den Stand interessieren», schreibt Israel Forum Bern-Mitglied C. F. (Name der Redaktion bekannt), der auf Facebook die Aggressionen der BDS-portierten Demonstranten beschreibt, die auch auf Video festgehalten wurden.  

«Oft geht es um Vorurteile, die gegenüber Israel gehegt werden und im Gespräch bauen wir sie ab. Das gelingt meistens gut. Gestern jedoch nicht», so F.

«Ein grölender Mob mit Fahnen und antisemitische Hassparolen» habe den mit Israel-Fahnen geschmückten Stand, an dem sich hauptsächlich christliche Israelfreunde älteren Jahrgangs aufhielten, belagert. Einige hätten Hitlergrüsse gemacht, auf den Videos sind Hassparolen wie «Israel Terrorist» zu hören. Vor dem Stand wird auf den Boden gespuckt, die Stimmung wird zusehends aggressiver.

«Wir bekamen es mit der Angst zu tun, blieben aber ruhig», so F. weiter. «Zur Beruhigung» und als Geste der Friedfertigkeit habe man den aufgebrachten antiisraelischen Demonstranten eine Bibel in arabischer Sprache überreicht, was jene jedoch nicht beschwichtigt, sondern erst recht angestachelt habe.

Unter martialischem Gebrüll beginnen die Muslime die Bibel zu verbrennen. Man möchte sich nicht vorstellen, was passiert wäre, hätten Rechtsextreme vor einem muslimischen Info-Stand einen Koran verbrannt. Wenn aber öffentlich Bibeln verbrannt werden, reagieren weder die umstehenden Zuschauer, noch die Polizei.

Nun ist es beileibe nicht das erste Mal, dass sich muslimischer Judenhass auf Schweizer Strassen Bahn bricht. Auf Facebook-Seiten, die für die Zürcher Pro-Gaza Demo im Juli 2014 mobil ­machten, fanden sich Kommentare wie «nur ein toter Jude ist ein guter Jude», «die einzige ­Medizin gegen Juden war Adolf Hitler» oder «wir ­müssen die Juden ausrotten». Die von der Zürcher Stadtverwaltung genehmigte Marschroute sollte ins «Judenviertel» verlegt werden. Dort könne man den «Scheissjuden» und «Israelsympathisanten» «die Fresse polieren» und «jeden Zionisten im Judenviertel steinigen».

Dr. Jonathan Kreutner, Generalsekretär des Schweizerisch Israelitischen Gemeindebunds (SIG) in «Schweiz aktuell» vom 17. Juli 2014: «Alle diese Äusserungen stammen von Muslimen.»

Doch es gibt auch aktuelle Beispiele. In Basel verhinderte ein muslimischer Verkäufer von palästinensischem Olivenöl, der auf seiner Website offen für die BDS-Bewegung wirbt, dass der christliche Unternehmer René Sigg sein Olivenöl aus Israel auf dem «Olivenöl-Spezialmarkt» in der Basler Markthalle verkaufen konnte.

Die Zusage der Markthalle wurde nach Bezahlung der Standgebühr widerrufen, aufgrund der «problematischen Situation im Zusammenhang mit der Herkunft Ihrer Öle», wie Markthalle-Verwaltungsrat Christoph Schön per Mail schreibt. Bei dem muslimischen Händler ist derselbe Produktionsort allerdings kein Thema.

Auch dass der besagte Händler an seinem Stand eine Palästina-Flagge mit der Aufschrift «Jerusalem ist unser, wir kommen» hisst, ist für Schön und die Markthalle kein Problem.

In Basel ist es mittlerweile soweit, dass die Israelitische Gemeinde Basel (IGB) anlässlich geplanter antiisraelischer Kundgebungen ihre Gemeindemitglieder «aus Sicherheitsgründen» mahnt, «die Orte zu den genannten Zeitpunkten grossräumig zu meiden», wie die Basler Zeitung 2021 berichtete.

Besonders problematisch wird die antiisraelische Agitation, die nicht selten die Grenze zu offenem Antisemitismus sprengt, wenn sich Elemente der christlichen «Befreiungstheologie» mit muslimischer Judenfeindschaft und marxistisch-antiimperialistischem Israelhass zu einem hochtoxischen Gebräu vermischen und vermeintlich «antifaschistische» Bündnisse wie «Basel Nazifrei» plötzlich mit sozialistisch geballter Faust gegen Israel polemisieren und an Demonstrationen zum 1. Mai israelfeindliche Muslime mit Palästina-Flaggen im Migrantifa-Block mitmarschieren.

In Bern war nach der Bibelverbrennung der Furor der pro-palästinensischen Hisbollah-Sympathisanten verraucht und sie zogen vom Israel Forum Bern-Stand ab.

«Nach einer Weile tauchten zwei Polizisten auf, und es kam nachträglich zu Diskussionen über das Vorgefallene», schreibt F., «und die Polizei erklärte uns, dass Hitlergrüsse und Bücher verbrennen in der Schweiz nicht verboten seien».

Die Kantonspolizei Bern, bestätigte auf Nachfrage von Audiatur-Online «einen Einsatz beim Bahnhofplatz Bern am 19. Mai 2022, gegen 20.15 Uhr. Beim Eintreffen unserer Patrouille konnten jedoch keine akute Auseinandersetzung oder strafrechtlich Relevantes festgestellt werden.»

Fazit: In einem Land, in dem der Hitlergruss per Bundesgerichtsentscheid erlaubt ist, Juden gezwungen sind, mit ihren Steuergeldern eine Bevölkerungsgruppe mit hunderten Millionen zu alimentieren, die in ihren Verfassungen die Vernichtung Israels (Fatah/PLO) respektive aller Juden (Hamas) fordert und Parlamentarier sich obsessiv gegen Israel engagieren, birgt das öffentliche Einstehen für den jüdischen Staat erhebliche Gefahren.


Video: Anti-Israel-Demo in Bern - YouTube

 

Dieser Beitrag ist zuerst erschienen bei www.audiatur-online.ch

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Peter Lüdin

Israel ist ein Geschenk an die Gegend. Das einzige Land, wo Menschen frei und fortschrittlich leben können, abgesehen von Terroristen. Daran wird keine Propaganda von Islamisten etc. je was ändern können.

Gravatar: Wolfram

Keine Meldung darüber in unseren Medien !!! Wenn ein Koran verbrannt wird, dann gerät unsere gesamte Medien- und Politlandschaft völlig aus den Fugen - vor lauter Solidarität !!!

Da können die fanatischen Prophetenjünger aus der antisemitischen, antichristlichen Halbmondkultur in ihrem teuflischen Hass auf Juden und Christen noch so viele Bibeln verbrennen, sie werden ihr glühend heißes, finsteres "Paradies" so oder so nicht verfehlen - 2 Milliarden Menschen - Hui !!! Die Überraschung wird perfekt sein, wenn sie in der Ewigkeit aufwachen werden !!! Na dann auf ein gemeinsames, ewiges Grillen und Schwitzen untereinander !!!

Gravatar: Willi Winzig

Eine erbärmliche Aktion wie sie alle die vollführen, die mit sachlichen Argumenten scheitern und dann Gewalt anwenden. Das war schon immer so und wird auch bis zum Ende zu bleiben. Primitvismus der alleruntersten Schublade.

Gravatar: Gerhard G.

Und notgeile Handybesitzer filmen das Spektakel

Gravatar: Klaus Reichel

Was bei einer (nur angekündigten) Koran-Verbrennung passieren könnte/würde, hat man doch vor nicht langer Zeit in Schweden gesehen. Ob da dann auch viel später zwei Polizisten aufkreuzen würden? Vermutlich eher gar keine.

Gravatar: Fritz der Witz

Wer sich den Hass ins Land importiert, muss mit dem Hass leben.

Keine Wirkung, ohne Ursache,

Gravatar: Silvia

Aha, man verbrennt also wieder Bücher.
Heinrich Heine lässt grüßen.
wo der rationale Mensch abgelöst wird durch den Rudelmenschen, kann alles passieren.

Gravatar: Frank

Die Altparteien sind die Urheber, nicht das Deutsche Volk. Wenn man ein volles Weinfass permanent mit Wasser auffüllt, wird der Wein zu Wasser.

Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

... «Ein grölender Mob mit Fahnen und antisemitische Hassparolen» habe den mit Israel-Fahnen geschmückten Stand, an dem sich hauptsächlich christliche Israelfreunde älteren Jahrgangs aufhielten, belagert. Einige hätten Hitlergrüsse gemacht, auf den Videos sind Hassparolen wie «Israel Terrorist» zu hören. Vor dem Stand wird auf den Boden gespuckt, die Stimmung wird zusehends aggressiver.“ ...

Was unter der vor der Knesset göttlich(?) versprochenen deutschen Staatsräson kein Problem ist, da nun etwa auch das - seit dem göttlichen(?) Schlich(?) scheinbar von den Grünen diktierte - Ole die Palästinenser (wie vorher seine Allmächtige(?) - finanziell umfassend unterstützen lässt
https://www.rbb-online.de/kontraste/ueber_den_tag_hinaus/migration_integration/wie-die-palaestinensische-regierung-moerder-und-deren-familien-unterstuetzt.html
und mit selbst für ´mich` offensichtlich ´allen Mitteln` immer mehr Muslime nach Deutschland holen lässt, da ihr islamistisch geprägter Antisemitismus immer lauter wird???
https://www.welt.de/politik/deutschland/plus238673973/Politisch-motivierte-Kriminalitaet-Der-islamistisch-gepraegte-Antisemitismus-wird-immer-lauter.html

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