Veganes Essen - so grenzt sich die selbsternannte Elite ab

»Beyond Meat« trotz Rekordumsatz mit Aktieneinbruch

Die selbsternannte Elite hat eine neue Spielfläche gefunden, um sich vom »Normalo« abgrenzen zu können: veganes Essen. Wer glaubt, etwas auf sich halten zu müssen, der mümmelt Tofu, Patties aus Erbenspüree und ähnliche Speisen. Dabei ist der bewusste Fleischverzehr eine Binsenweisheit aus Großmutters Zeiten.

Foto: Pixabay
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Viele der nicht mehr ganz so jungen Jahrgänge kennen es noch: Fleisch kam nur am Sonntag auf den Tisch. Den Rest der Woche wurde sich weitgehend fleischlos ernährt. Viel Gemüse, gerne auch aus dem eigenen kleinen Garten, Eingekochtes, vor allem aber saisonal bedingte Produkte bestimmten meist den Speiseplan. Heute, in Zeiten der Globalisierung, ist das etwas anders. Da gibt es nahezu alles zu jeder Jahreszeit. Und vor allem gibt es relativ billiges Fleisch im Überfluss.

Die selbsternannte Elite hat nun einen neuen Weg gefunden, sich vom »Normalo«, dem gemeinen Carnivoren (Fleischfresser) abzugrenzen. Vegane Nahrung ist bei dieser Elite voll im Trend. Tofu, Erbsenpürre-Patties und ähnliche »Leckereien« stehen hoch im Kurs. Mit der ihnen ganz eigenen Überheblichkeit schauen die »Veggies« auf den fleischverzehrenden Menschen herab.

Dass sich mit diesem Trend auch, zumindest vorübergehend, richtig Geld machen lässt, hat die US-Firma »Beyond Meat« unter Beweis gestellt. 2009 gegründet nahm das Unternehmen mit jeder Menge finanzieller Unterstützung von unter anderem Bill Gates seinen Betrieb auf. Zunächst vertickte man Huhnersatzprodukte, bestehend aus einer Mischung von Wasser, Erbsenproteinen und verschiedenen pflanzlichen Ölen, über eine Supermarktkette in den USA. Im Mai 2019 ging man an die Börse, die Aktie schoss raketengleich nach oben. Doch wie das bei solchen Unternehmen üblich ist, holte die Realität auch »Beyond Meat« schnell ein. Aktuell crasht die Aktie gerade; innerhalb von vier Tagen verlor das Wertpapier rund 20 Prozent.

Das Unternehmen ist auch auf dem deutschen Markt aktiv. Hier werden die Produkte über die PHW-Gruppe vertrieben, einem Geflügelzüchter, zu dem auch die Marke »Wiesenhof« gehört und der immer wieder wegen schlechter Arbeitsbedingungen und niedriger Gehälter für die Mitarbeiter, dem Export von Schlachtabfällen und Tierschutzverletzungen im Fokus der Kritik steht.

Die vegane Elite bezieht ihre Produkte, zumindest die von Beyond Meat, über einen Tierquäler. Doppelmoral par excellence.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Gerhard G.

Ich hatte zum Mittagessen ,,mariniertes Putenschnitzel''
...war sehr lecker. Rindfleisch...sehr teuer geworden...habe Gulasch davon gekauft u. eingefrostet...kann ich 4x von essen. Frischfisch ist noch teurer....von wegen 1x Wo Fisch. Vegan...wie CO2 zur Religion hochgejubelt. Eigentlich ists egal was wir essen...am Ende stirbt jeder !

Gravatar: HL

Mich interessiert nicht was die Vegetarier/Veganer sagen, wie sie sich fühlen etc. weil ich esse was MIR schmeckt. Punkt. Die heutige Welt der "Meinungskriege" entlarvt sich schon selbst, um was es dabei geht "Gutmenschen"! Vegan wird ja nicht gesetzlich als Ernährungsform verordnet, was gekauft wird, wird auch produziert.
Also, warum die Aufregung?

Gravatar: Frank

Naja, ich würde bestimmte Ernährungsarten nicht als Abgrenzungsweg bezeichnen. Wer das möchte kann das tun aber es ist dumm.

Ernährung ist so persönlich wie Religion und Politik.

Und alles was als "Ersatz" für irgendetwas hergestellt wird enthält oft mehr schädliches als das Original.

Dennoch gibt es unwiderlegbare Massenstudien über den Zusammenhang von unserer "normalen" Ernährung und dem explosionsartigem Anwachsen der "Volkskrankheiten" denen man sich ruhig verweigern darf wenn man möchte.

Aber dann bitte in eine andere Krankenkasse als meine!
(Hach wenn das nur ginge... )

Solche Dinge wie Krebs sind nicht unheilbar und es braucht auch keine Medikamente wenn noch genügend vom Körper übrig ist das nicht zerstört wurde.

Dennoch ist eine andere Sache diesbezüglich viel interessanter. Das was ich als menschliche "Premiumnahrung" bezeichne ist teuer und nicht in genügendem Umfang und Qualität verfügbar. Selbst wenn wir alle gesund und lange leben wollten, sehe ich Schwierigkeiten bei der Durchführung.

Aber nun nochmal zur Sicherheit:

Vertrauen sie ihrem Arzt oder Apotheker!

Gravatar: Willi Winzig

Oha das ist ja Klasse, denn so bringen sich diese Vollpfosten selbst um. Zuerst werden sie richtig Mangelkrank wenn sie nur diesen Pflanzenfraß auf die Spitze treiben, und danach sind die Schäden irreparabel und es kommt zum Exitus. Diese Weltverbessernden Spinner, äh man könnte auch sagen Rindviecher tun einem ja richtig einen Gefallen mit ihrem vorzeitigen Ablebenswunsch. (Die müssten nur höhere Kassenbeiträge zahlen weil sie vorsätzlich ihre Gesundheit gefährden) Hoffentlich trifft es viele Windmühlen- und Solarfeldbetreiber und natürlich die völlig überbezahlten Politiker der Grün-Schwachmatischen Fakultät.
Aach da schmecken mir ja die Bratwürste, das Grillsteak, der bayerische Schweinsbrodn, das Zürcher Geschnetzelte mit Röschti und die diversen Bratfische noch mal so gut.
Jetzt weiß ich auch, warum ich immer nur sehr spärlich Grünzeug und Gemüse mochte, ich bin eben weder eine Schnecke noch ein Kuh. Allerdings erfreue ich mich bester Gesundheit und war noch niemals im Leben ernstlich krank und dabei bleibt es auch, so Gott will und ich lebe.
Bei uns in der Nähe steht der Verkaufswagen eines guten Fleischers. Der hat auf eine Seitenfront gepinselt: "Wenn ich die Klappe öffne, dann werden die Veganer neidisch!"

Gravatar: Jörg

Na dann kann man die Elite vielleicht bald an der blassen Haut und den tiefen Augenringen erkennen.

Gravatar: Hartwig

Zitat: "[...] Dabei ist der bewusste Fleischverzehr eine Binsenweisheit aus Großmutters Zeiten."

So ist es.

Ich reibe mir die Hände, ob der gigantischen Torheit dieser linken Linken. Der beste aller Spießer, ist immer noch der grüne Spießer. Er überragt alle anderen.

Während in China und Hong Kong Menschen ihrer Freiheit beraubt werden, haben, nicht alle, aber zu viele Kinder unserer verkommenen Mittel- und Oberschicht nur Müll und das feine Essen im Kopf. Widerlich.

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