Keine klaren Verhältnisse in der Knesset

Benjamin Netanyahu hat die Wahl in Israel gewonnen - und auch wieder nicht

Israel hat sein Parlament neu gewählt - wieder einmal. Es gibt in der Knesset keine klaren Verhältnisse - wieder einmal. Benjamin Netanyahu hat mit seiner Likud die Wahl gewonnen und trotzdem verloren. Experten unken bereits jetzt von Neuwahlen.

Screenshot Youtube
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In Israel wurde die Zusammensetzung der Knesset gewählt, zum vierten Mal in den vergangenen zwei Jahren. Als klar stärkste Partei ging die Likud von Benjamin Netanyahu aus der Wahl hervor. Sie bekam über 24 Prozent der Stimmen, was 30 Sitzen in dem Parlament mit insgesamt 120 Abgeordneten entspricht. Nach all dem Hin und Her um Netanyahu und seiner Partei ist das in der Tat ein gutes Ergebnis, nur bringt ihm das nichts. Der vorherige Kooperationspartner »Blue and White« von Benny Gantz ist schwer abgestraft worden und wird nur noch 8 Abgeordnete in die Knesset entsenden. Darüber hinaus ist das ohnehin zuvor schon angespannte Tischtuch zwischen Netanyahu und Gantz endgültig zerrisschen, eine erneute Kooperation wird es wohl kaum geben.

Mit seinen verbündeten Parteien (Schas, Vereinigtes Thorajudentum und der Partei des Religiösen Zionismus) kommt Netanyahu auf 52 der 120 Sitze im Parlament, für eine Regierungsbildung reicht das nicht, von einer Mehrheit ganz zu schweigen. Doch auch die Netanyahu-Gegner kommen in Summe maximal auf 57 Sitze, was ihrerseits für eine Regierungsbildung nicht ausreicht. Einmal ganz abgesehen davon, dass ihr einziger gemeinsamer Aspekt die Ablehnung Netanyahus ist. Für ein Regierungsprogramm ist das definitiv zu wenig.

Netanyahu hat angekündigt, Gespräche mit allen Parteien - bis auf die beiden von Islamisten unterstützten arabischen Parteien Joint List und Ra´am - führen zu wollen. Seine Hoffnung beruht insbesondere auf der Yamina von Naftali Bennett, die die Zahl ihrer Sitze in der Knesset von 4 auf 7 fast verdoppelt hat. Kann Netanyahu die Yamina von sich überzeugen, würde mutmaßlich auch deren Kooperationspartner New Hope (6 Sitze, plus 4 gegenüber der Vorwahl) dem Bündnis beitreten. Dann wäre eine Regierungsmehrheit erreicht.

Doch der »Wenns« und »Abers« gibt es so viele, dass Experten davon ausgehen, dass ein paar Wochen lang sondiert und gesprochen wird, es jedoch keine Regierungsmehrheit geben wird. Das Ende vom Lied wird dann sein, dass die Israelis wieder an die Wahlurne gerufen werden. Dann zum fünften Mal in zwei Jahren.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Bitta

@ Peter Lüdin

Da stimme ich Ihnen zu.
Niemand hier kann sich vorstellen, wie es ist von feind-
lichen Ländern umgeben zu sein. Und Raketen fallen.
Darum bin ich auch für "Bibi".

Gravatar: Frank

Das ist weltweit unser Problem. Die Menschen gehen monatelang auf die Strassen gegen die Politik, gegen miese Politiker. Demonstrationen überall auf der Welt. Und am Ende gewinnen die die Wahlen die niemand möchte. „Die Wenigen, die das System verstehen,
werden dermaßen an seinen Profiten interessiert oder so abhängig von
seinen Vorzügen sein, daß aus ihren Reihen niemals eine Opposition
hervorgehen wird. Die große Masse der Leute aber, geistig unfähig zu begreifen, wird seine Last ohne Murren tragen, vielleicht sogar ohne je Verdacht zu schöpfen, dass das System ihnen feindlich ist.”
- Gebrüder Rothschild, London 1863

Das heisst nichts anderes als dass die die das Böse für Geld wählen die wahren Schuldigen sind....

Gravatar: Ede Wachsam

Viele Menschen in Israel und auch hier fragen sich, was ist mit Binyamin Netanyahu passiert? Wieso hat er in letzter Zeit so merkwürdige Dinge getan und Entscheidungen getroffen die so ga nicht zu seinem früheren Bild passen. Vielleicht hat man ihn unter Druck gesetzt womit auch immer so wie es auch einigen seiner Vorgänger gechehen ist und sogar Schlimmeres.

Diese Foldenen Dinge habe ich aus einem meiner Dossiers in diesem Fall über die Historie Israels in der neueren Zeit kopiert:

Auszug:
Wer Israels Land abgibt, teilt oder entsprechende Teilungsverträge schließt, lebt gefährlich, auch wenn es Israels Könige sind!!

1) Menachem Begin - 1983 Teil Sinai abgegeben, Rücktritt nach plötzlicher Schwermut.
2) Jizchak Rabin - Oslovertrag 1993 (Gaza- Jericho Abk.) gab Jericho ab u. wollte Judäa, Samaria und Jerusalem abgeben, erschossen 1995. (Hiob 34:23-28) (Rabin soll vor den Osloverträgen in Amerika den Freimaurern beigetreten sein)
3) Shimon Peres - unterschrieb mit das Gaza/Jericho Abk. u. wollte Golan u. Jerusalem abgeben. Bei vorzeitigen Wahlen 1996 gegen B. Netanyahu gescheitert. Auch hat er danach gegen Moshe Katsav die Wahl um das Präsidentenamt verloren. Jetzt 2. Chance.
4) Binyamin Netanyahu - ( Wye Abkommen), gab Großteil von Hebron ab und verlor daraufhin die Wahl gegen Barak 1999. Jetzt 2. Chance
5) Ehud Barak - Clintonplan (Camp David) wollte 97% v. Judäa u. Samaria u. halb Jerusalem abgeben. Rücktritt 12/2000 u. verlor gegen Sharon die Wahl 2/2001.
6) Ariel Sharon - Rückzug aus Gaza und Nordsamaria. Er hatte vor 20 weitere Siedlungen und zuletzt bis zu 92 % des Westjordanlandes abzugeben. Seit 18.12. 2005 durch Schlaganfall nicht mehr im Amt. Er lag 8 Jahre im Koma. Ein jüdischer Rabbi hatte Sharon gewarnt und ihm dies vorausgesagt, als der Plan Sharons bekannt wurde, den Gaza Streifen in Gänze aufzugeben. Der Rabbi sagte, Gott würde Sharon dafür in einen langen Schlaf versetzen. Es traf kurz danach mit dem Koma am 14.1.2006 wörtlich ein, bis er am 11. Januar 2014 nach 8 Jahren verstarb. **
7) Ehud Olmert ist inzwischen ebenfalls gescheitert, denn auch er wollte Land im großen Stil abgeben. Der PA Chefunterhändler Saeb Erekat sagt kürzlich (April 2019) das Olmert ganz Judäa und Samaria und sogar noch 20 qkm mehr an die „Palästinenser“ abgeben wollte.
Stand April 2019

**Anmerkung zu Sharons Gazaevakuierung:

Eival Gilady war Brigadegeneral der IDF und wurde im März 2005 zum Chef und Berater für Koordination und Strategie im Büro von Ministerpräsident Ariel Sharon ernannt. Sein Spezialgebiet war Politik- und Militärempfehlungen im Kontext der Sicherheitsaspekte im sog.
„Friedensprozesses“ zu geben. Gilady war federführend verantwortlich für die Entwicklung des Loslösungsplanes von Israel aus dem Gaza Streifen.

Eival Gilady war auf dem Bilderbergtreffen vom 5.-8. Mai 2005 in Rottach Egern gewesen. (Auch Frau Merkel bekam dort 2005 ihre Weisungen und wurde danach Kanzlerin) Schon zuvor vom 3.-6. Juni 2004 hatte Elie Barnavie Professor für moderne westliche Geschichte an der Universität Tel Aviv ( 2000 bis Oktober 2002) an dem Bilderbergtreffen in Stresa/Norditalien teilgenommen. Barnavie war auch ehemaliger israelischer Botschafter in Frankreich.

Auch vom 08. – 11. Juni 2006 nahm Eival Gildady am Treffen der Bilderberger in Ottawa/Kanada teil. Im Gazastreifen (Gush Katif) wohnten 2005 über 8.000 Israelis, welche von ihrer eigenen Armee zwischen dem 15. August und 12.September 2005 vertrieben wurden, obwohl das Land durch Kauf rechtmäßig erworben war. Siehe auch hier (Hiob 34:23-28)

Anmerkung: Die Bilderberggruppe ist die einflussreichste international tätige Organisation der Welt, bezüglich Wirtschaft und Politik, welche mit anderen Organisationen das Ziel der sog. globalen Neuen Weltordnung also eine Weltdiktatur des sozialistischen Kapitalismus anstrebt. Diesem Ziel dient auch die EU und dabei werden nationale Widerstände, Bedenken und Souveränitätsrechte scheibchenweise vernichtet. Nur unter dieser Prämisse sind solche nachteiligen Maßnahmen gegen einzelne Völker und Nationen zu verstehen, wie z.B. auch die momentane sog. „Flüchtlingskrise“, welche ganz klar diesem Zweck dient. Wie soll man sonst verstehen, dass die UNO bereits 2001 verfügte, dass Deutschland vor allem aus politisch/wirtschaftlichen Gründen mit 11,4 Millionen Migranten aus Nahost und Afrika geflutet werden soll und die Bilderberger zuletzt 2012 in Chantilly/USA dies ebenfalls bekräftigten?
Auszug Ende

Jeder mache sich davon ein Bild wenn er kann.

Gravatar: Peter Lüdin

Der israelische Souverän hat nicht so gewählt, wie gut situierte Mitteleuropäer, die nicht jeden Tag mit einer Scud-Rakete auf ihr Haus rechnen müssen, von ihm erwartet.
Wer fast 70 Jahre die Erfahrung gemacht hat, ständig in seiner Existenz bedroht zu werden, der hat vielleicht nicht ganz so viel Lust auf linke Experimente.
B. Netanyahu hat aber das wichtigste Thema in Israel auf seiner Seite: Das Sicherheitsbedürfnis seiner Bürger.

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