Keine »Barmherzigkeit« für Papstkritik

Autor des Buches »Der Diktator Papst« vom Malteserritterorden ausgeschlossen

Autor des papstkritischen Buches „Der Diktator Papst“, Henry Sire, wurde vom Großmeister des Ordens, Fra‘ Giacomo Della Torre aus dem Malteserorden ausgeschlossen. Der englische Historiker Henry Sire protestiert: Der Ausschluss sei rechtswidrig.

Foto: Screenshot YouTube
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Autor des papstkritischen Buches „Der Diktator Papst“, Henry Sire, wurde vom Großmeister des Ordens, Fra‘ Giacomo Della Torre aus dem Malteserorden ausgeschlossen. Grund sei Autorschaft seines Buches, das „einschneidend unverschämt und respektlos gegen die Person des Heiligen Vaters“ sei. Autorschaft eines solchen Werkes sei „zutiefst unvereinbar mit der Mitgliedschaft im Orden“.

Der in Oxford ausgebildete englische Historiker Sire wurde bereits im März 2018 suspendiert, als der Orden eine Disziplinar-Kommission einberufen hatte, um sich mit seinem Fall auseinanderzusetzen. 

Das Buch löste unterschiedliche Reaktionen aus: Einige Kritiker preisten das Buch als akkurate Darstellung der Tatsachen an, andere sagten es sei unzureichend geforscht worden und es mache sich der fälschlichen Anklage gegen Franziskus schuldig.

Fra‘ Giacomo Della Torre hat nun den Schlussstrich gezogen: Sire wurde ausgeschlossen.

Trotzdem wehrte sich Sire gegen die Anklagen: Sein Buch sei notwendige Warnung für die Kirche, damit die Kardinäle im nächsten Konklave „nicht denselben Fehler noch einmal begehen“. Sire erklärte, er habe das Buch geschrieben „für das Wohl der Kirche, für die Verteidigung des Glaubens und in Gehorsamspflicht eines Christens, Zeuge der Wahrheit zu sein“, wie der Catholic Herald berichtet.

Sire verteidigt sich gegen den Ausschluss und seine angeblichen Versagen. „Mein Anwalt und ich sind ausgiebig auf die Anschuldigungen durch die Disziplinar-Kommission eingegangen und zwar immer zu den vorgegebenen Fristen. Es ist eine vollkommen falsche Anschuldigung, dass wir die Verpflichtungen, die durch die Anklage gegen mich gerichtet wurden, nicht vollständig eingehalten haben.“

Sire wird vorgeworfen, nicht zu einer persönlichen Stellungnahme nach Rom gereist zu sein. Sire sei auf diese Vorladung nicht eingegangen.

„Es war zu keiner Zeit Rede von einer rechtlichen Anhörung vor einem Gericht des Ordens, bei dem ich dabei sein sollte,“ verteidigt sich Sire.

Sire und sein Anwalt sind dazu entschlossen, die Entscheidung anzufechten, „in den Gerichten des Ordens und wenn nötig des Heiligen Stuhls“.

Sire hat in der Vergangenheit über die Geschichte des Malteserordens geforscht und publiziert – sein Werk gilt im Allgemeinen als das beste Werk über die Geschichte des Ordens. Sein Buch über den Verfall der Katholischen Kirche nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil ist Bestseller geworden.

Im „Diktator Papst“ rekonstruiert Sire die Wahl von Papst Franziskus und belegt, wie die „St. Gallen Mafia“ – eine Gruppe von eingeschworenen Kardinälen mit liberaler Agenda – im Hintergrund geplant und gewirkt hatte. Auch wird vom „Kreml Sankt Marta“ gesprochen, der Wohnung des Papstes, von der ein Klima der Angst und der autokratischen Regierung der Kirche ausgehe. Konkrete Beispiele der zerstörenden Politik des Papstes werden in verschiedenen Kapiteln dargestellt und belegt.

(jb)

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Gretchen

Katholisch sein ist heutzutage kaum noch möglich. Schwule, Pädophile, Freimaurer und Satanisten geben den Ton an. Zum Kotzen! Konvertieren? Wohin? Zu den links-grün dominierten Protestanten? Leider unmöglich. bleiben eigentlich nur die russisch- Orthodoxen. Aber die kommen bei uns fast nicht vor .Es sind wohl die letzten echten Christen Europas. Ihr Land wurde ja auch ausdrücklich auf Mariens Wunsch (Fatima!) ihrem heiligen Herzen geweiht .Die Dinge scheinen mehr Bedeutung zu haben , als es auf den ersten Blick scheint...

Gravatar: karlheinz gampe

Er soll froh sein nicht mehr Mitglied in diesem geschlossenem Geheimorden ala Freimaurer zu sein. Diese NGOs fordern die freie Gesellschaft und sind selbst geschlossen. Mitglieder solcher Organisationen wie Bilderberger , Freimaurer, Templer usw.sind juristisch zu durchleuchten. Es muss öffentlich einsehbar sein, auch bei Geheimorganisationen, wer dort Mitglied ist. Die hehren Ziele, welche solche Organisationen verkünden sind oft nur die Tarnkappe für kriminelles Tun. Im Dunkel ist gut Munkel !

Gravatar: Stephan Achner

Dieser Dr. Henry Sire sollte stolz darauf sein, aus dem Malteserorden ausgeschlossen worden zu sein. Jetzt kann er Bücher schreiben ohne falsche Rücksichtnahme auf (scheinbar) Mächtige.

Gravatar: Thomas Waibel

Bergoglio ist, wie sein Freund Castro, ein Diktator.

Hier muß man erkennen, daß der Verein, an dessen Spitze Bergoglio steht, nicht die katholische Kirche ist, sondern eine Imitation und sich von dieser trennen.

Gravatar: Klaus Bartholomay

Die ganze Kirchengeschichte hindurch sind bibeltreue Gläubige Christen ,die die Missstände durch antichristlichen Kirchenfürsten aufdeckten u. anprangerten, um den Auftrag der Kirche ( Verkündigung des Evangeliums von JESUS CHRISTUS u. biblische Mission) von GOTT zu erfüllen, verfolgt ,diskriminiert, ausgeschlossen worden.
Allein der Kampf der Reformatoren der Kath. Kirche ist Beweis genug,das dieses Papstum antibiblisch ist, u. damit antichristlich. Daher kam es zur Gründung der Evang. Kirche durch die Reformation.
Aber auch deren Kirchenoberhäupter haben sich zu antibiblischen Verführern entwickelt,
u. sind zu politischen Ideologen geworden, aus Kath.u. Evang. Kirche mit dem Islam eine
Weltherrschafts - Religionsgemeinschaft zu installieren, welche Andersgläubige u. Andersdenkende verfolgt, unterwirft, versklavt bis hin zur Vernichtung durch Dsihad.
Oder hat sich eine von beiden Kirchen, etwa schon einmal gegen die Bekämpfung des radikalen Islam od. linksfaschistischen Entwicklungen auf die Fahnen geschrieben ?
Auch darum ist Dr. Henry Sire aus biblisch-christlicher Glaubenstreue, statt politischer Gefolgschaft , ausgeschlossen worden.

Gravatar: Thomas Waibel

Gretchen 23.11.2018 - 08:17

Die "Orthodoxen" sind Schismatiker. Deswegen darf sich ihnen nicht anschließen.

Man muß sich von allen diesen "Kirchen" trennen und dem Glauben treue bleiben und damit in der katholischen Kirche, die nicht die "Kirche" von Bergoglio ist, bleiben.

Gravatar: gast

Konvertieren ist möglich: die Welt ist groß und die Adventisten sind auch eine Freikirche und nahe dran an den guten (!) Gesetzten Gottes.

Gravatar: Markus Estermeier

Glück gehabt!

Aus diesem Verein wird man nur ausgeschlossen. Bei einem anderen Verein hätte es tödlich enden können.

Gravatar: Karl Brenner

"...respektlos gegen die Person des Heiligen Vaters"

Der Papst benimmt sich doch tatsächlich würdelos. Weil er aufgegeben hat, die Röm-Kath Kirche zusammenzuhalten, und weil er sieht, dass jetzt andere das Sagen über den Vatikan haben.

Man hat sich verspekuliert und gehorcht nun, um seine eigene Bequemlichkeit nicht zu gefährden.

Gravatar: Thomas Waibel

gast 24.11.2018 - 16:30

Adventisten sind pseudo Christen. Von der Konzilssekte von Bergoglio zu den Adventisten überzuwechseln bedeutet vom Regen in die Traufe zu kommen.

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