Verwirrung und Unklarheit geht weiter

Auch in Italien: Kommunion für wiederverheiratete Geschiedene

Katholische Kirche weiter auf Reformkurs: Adventsbrief öffnet die Tür für die Zulassung wiederverheirateter Geschiedener zur Kommunion. Die Verwirrung, die Papst Franziskus mit seinem nachsynodalen Schreiben „Amoris Laetita“ ausgelöst hat, geht weiter.

Foto: Pixabay
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Die Verwirrung, die Papst Franziskus mit seinem nachsynodalen Schreiben „Amoris Laetita“ ausgelöst hat, geht weiter.

Im Advent hat ein italienischer Bischof geschiedene und wiederverheirate zur Kommunion eingeladen.

Bischof Gianmarco Busca der Diözese Mantua hat in einem Adventsbrief erklärt: „Gläubige, die [zivilrechtlich] geschieden oder wiederverheiratet sind, oder die in einer stabilen zweiten Beziehung leben, können sich auf einen kirchlichen Weg der Versöhnung hinzubewegen, die in einigen Fällen zum möglichen Zugang zum Sakrament der Beichte und der eucharistischen Kommunion führen kann.“

Der Bischof fügte hinzu: „dass die diözesanen Richtlinien für diesen Weg in einem kleinen Dokument zu finden sind, das bereits in allen Pfarreien bezogen werden kann.“

Damit werden Gläubige, die von ihren sakramental verheirateten Ehepartnern getrennt (geschieden) leben, zur Kommunion eingeladen, sich in einem Stand befindlich, der für die Kirche als „Ehebruch“ gilt.

Zahlreiche solcher Erlaubnisse wurden von Bischöfen erteilt, ohne Zurechtweisung auf sich zu ziehen.

Der Bischof bezog sich bei seinen Richtlinien auf das Dokument von Papst Franziskus „Amoris Laetitia“, das 2016 veröffentlich wurde und bis heute Fragen aufwirft, deren Klärung eine Antwort von Franziskus bedürfe – die er bisher noch nicht gegeben hat. Stattdessen herrscht Unklarheit und Chaos in der Anwendung des Dokuments.

In Übereinstimmung mit Amoris Laetitia teilt Bischof Busca den Gläubigen seiner Diözese mit, dass die neuen „Schlüsselkriterien“ der Richtlinien die „Unterscheidung und Barmherzigkeit“ sind.

Unterscheidung bedeute, die Erfahrungen von Menschen und Paaren „von Fall zu Fall“ zu betrachten.

„Es gibt keine unmittelbare und allgemeine Regel, die für jeden kulturellen Kontext gilt und auf jede Situation anwendbar ist, die uns von der Pflicht entbinden kann, unter der Führung des Heiligen Geistes eine umsichtige und personalisierte Unterscheidung anzuwenden“, fügte er hinzu.

Wie die katholische Kirche dann die einzig gültige Wahrheit – auch in moralischen Fragen – lehren kann, bleibt bei solchen Aussagen undeutlich.

(jb)

 

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Thomas Waibel

Mit seinem Schreiben „Amoris Laetitia“ hat Bergoglio das Spenden der "Kommunion" an Ehebrechern zugelassen und damit befürwortet.

Diese Tatsache hat Bergoglio mit einem scheinheiligen Gerede von "Barmherzigkeit" und "Prüfung des Einzelfalles" versucht zu vertuschen.

Das paßt sehr gut zu seiner "Reform" des Eherechts, das die Ehe-Annullierungen im Schnellverfahren ermöglicht. Ebenso seine unbewiesene Behauptung, die Hälfte aller Ehen, die in der "Kirche" geschlossenen werden, seien ungültig, was einer Anstiftung zur Überprüfung der Gültigkeit der Ehen durch die betroffenen Eheleute, gleichkommt.

Fazit: Bergoglio bemüht sich, wie sein Vorbild Luther, in der "Kirche" die Ehescheidung einzuführen, obwohl Christus sie ausdrücklich verboten hat ("Was Gott gebunden hat...").

Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

... „Bischof Gianmarco Busca der Diözese Mantua hat in einem Adventsbrieferklärt: „Gläubige, die [zivilrechtlich] geschieden oder wiederverheiratet sind, oder die in einer stabilen zweiten Beziehung leben, können sich auf einen kirchlichen Weg der Versöhnung hinzubewegen, die in einigen Fällen zum möglichen Zugang zum Sakrament der Beichte und der eucharistischen Kommunion führen kann.“

Als Versuch, doch noch einige zahlende Schäfchen in der kath. Kirche zu behalten?

Legt der Vatikan nicht auch deshalb regelmäßig(?) seine ausführlichen(?) Bilanzen vor
https://www.domradio.de/themen/vatikan/2017-03-05/der-vatikan-legt-seine-bilanzen-vor-viele-fragen-bleiben-offen
um zu belegen, dass mit „Blutgeld“ kein (Vatikan)Staat mehr zu machen ist?
http://www.freie-christen.com/reichtum_der_kirche_ist_blutgeld.html

Transgenderisierte Gott deshalb am Beispiel der Mykener zur Göttin(?)
https://www.grin.com/document/436837,
um seine christlichen Gotteshäuser auch ohne Beanstandung an den Islam verhökern zu können?
https://www.bild.de/news/2007/deutsche-kirchen-2625590.bild.html

Warum aber begrüßt er dann die neue orthodoxe Kirche in der Ukraine
https://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/katholische-bischofe-begruen-neue-orthodoxe-kirche-der-ukraine,
wenn er ohnehin an Mohamed verkauft?

Zahlen die Ukrainer unter Poroschenko etwa
´noch besser`???

Gravatar: Karl Biehler

Der ist nicht Christis Stellvertreter auf Erden. Der ist Satans Handlanger.

Gravatar: Hajo

Wenn die so weitermachen, dann müssen sie die 10 Gebote bald neu in Stein meißeln und im Gegensatz zum Koran müssen die nichts verändern, weil alles was da drin steht die Worte Gottes sind, bei uns kann man ja das eine oder andere ändern und somit wird der eigene Gott nicht nur verhöhnt sondern auch noch verleugnet und wer diesem Laden als Christ noch angehört, den kann man nur bedauern, in der Hölle sollen sie schmoren, diese selbsterannten Antichristen und Zerstörer einer der großen Weltreligionen.

Gravatar: Picard

Nach der These dieses Papstes-und derjenigen seit dem Vaticanum II.,aber vor allem nach dem neuen Dogma des Herrn Bergoglio , glauben ja alle Religionen an den selben "Gott" wie die katholische Kirche. Frei nach dem Motto.Wir kommen,alle alle in den Himmel,weil wir so brav sind.Aber warum der Papst jetzt so einen Zirkus betreffs der Kommunion für wiederverheiratete Geschieden,ist schlicht nicht nachvollziehbar und unbegreiflich..Vor allem wenn man ernsthaft die Tatsache in Betracht zieht,dass es kaum 8% der Kirchgänger sind,die Bedarf nach einer Kommunion haben.Vor allem seit die Rahner's Küng und Drewermann keine Notwendigkeit sehen,dass Jesu Gottes Sohn war.Also besteht auch keine Notwendigkeit Eucharistie zu feiern,es sei denn es handelt sich nur um eine Essen von Brot und drinken von Wein.Als " Erinnerung" an etwas dass im Abendmahl vor Jahrtausenden in einem orientalischen Kaff geschah.Nein,hier stellt sich die Frage: Wozu dann überhaupt noch Kirche? Die Frage kann jetzt laut dem. jüngsten Geschwurbel und Kauderwelsch des Bergoglio-Papstes in etwa so beantwortet werden: Was geb ich für mein dummes Geschwätz von Gestern!(Das was die Kirche seit bald 2000 Jahren lehrte)"Ich bin der Papst" und basta.Wer nicht pariert der fliegt".Das ist er ,der Papa Dictatore.Nun,es bleibt ein Trost. Die allermeisten und insbesondre die Jugend, wird sowieseo davonlaufen , dieser Kirche den Rücken kehren und den blöden Käse die dieser Papst und seine neue Kirche verzapft,mit Desinterresse und Gleichgültigkeit belegen.Schliesslich dreht sich die Welt auch ohne Kirche weiter.Notwendigerweise.Das wars dann.

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