Größte Oppositionspartei bleibt bei Talkshows Öffentlich-Rechtlicher ausgesperrt

ARD grenzt AfD aus mit: »Hätten dazu nichts Wesentliches beitragen können«

In den Talkshows zum jüngsten Unionsstreit blieben im Gegensatz zu Grüne und FDP Vertreter der AfD außen vor. ARD-Programmdirektor Möllmann verteidigte deren Ausgrenzung damit, diese »hätten dazu nichts Wesentliches beitragen können«.

Foto: Freie-Presse.net/ flickr.com/ CC BY 2.0
Veröffentlicht: | Kategorien: Nachrichten, Nachrichten - Politik, Nachrichten - Politik - Empfohlen, Startseite - Empfohlen | Schlagworte: AfD, ARD, Bernhard Möllmann, CDU, CSU, Leif-Erik Holm, Linke, Medien, Nordkurier, öffentlich-rechtlicher Rundfunk, Talkshows, Unionstreit, ZDF
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Der sogenannte »Unionsstreit« zwischen CDU und CSU um den Kurs in der Asylpolitik wurde ausgiebig in den öffentlich-rechtlichen Talkshows auf ARD und ZDF medial thematisiert, wobei  auffiel, dass dieses völlig unter Ausschluss von AfD und Linkspartei geschah, wie es auch die Tageszeitung »Nordkurier« bemerkte.

Robert Habeck und Katrin Göring-Eckhardt durften recht häufig in Talkshows für die Grünen auftreten, während die FDP mit Wolfgang Kubicki vertreten war. Hingegen gab es in den Sendungen niemand von der größten Oppositionspartei im Bundestag, der AfD, zu sehen.

Der im Osten Mecklenburg-Vorpommerns verbreitete »Nordkurier« hinterfragte daraufhin bei den doch von den Zwangsbeiträgen aller Bürger üppig finanzierten öffentlich-Rechtlichen Sendern, warum das so sei und bekam sogar eine Antwort.

ARD-Programmdirektor Bernhard Möllmann antwortete: »In den drei Talkshows der ARD ging es nicht primär um die Asylpolitik, sondern um den Streit der Unionsparteien. Ein Vertreter der AfD hätte dazu nichts Wesentliches beitragen können.«

Offen bleibt bei dieser Aussage Möllmanns um so mehr, warum dann doch Grüne wie auch FDP zum Asylstreit in den Talkshows präsent waren, wenn es primär nur um die Unionsparteien ging. Das ebenfalls vom »Nordkurier« angefragte ZDF zog es vor, lieber gar nicht zu antworten.

Unterdessen reagierte der stellvertretende AfD-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Leif-Erik Holm, auf die Antwort des ARD-Programmdirektors zur »Nordkurier«-Anfrage mit deutlicher Kritik an das Verhalten öffentlich-rechtlicher Medien.

»Die ARD hat mit dieser Begründung die Hosen heruntergelassen. Der öffentlich-rechtliche Sender gibt nun also offen zu, dass man die stärkste Oppositionsfraktion bewusst außen vor lässt. Gleichzeitig können die Grünen, die kleinste aller Bundestagsfraktionen, immer wieder ihren Senf dazugeben«, erklärte Holm.

Holm führte weiter aus: »Mit dieser Willkür beschädigt die ARD das Vertrauen in die öffentlich-rechtlichen Sender weiter. Es kann nicht sein, dass sich die Präsenz im teuren öffentlich-rechtlichen Rundfunk nach den Sympathien in den jeweiligen Redaktionsstuben richtet«.

Die ARD würde, so Holm, sich mit ihrer einseitigen Einladungspolitik anmaßen, der Türsteher zum öffentlichen Diskurs zu sein, doch das Motto: »Du kommst hier nicht rein« sei keine Basis, auf der ein mit Zwangsgebühren finanzierter Sender arbeiten dürfe. So, wie sich die vom Bürger finanzierten Medien verhalten, brauche sich niemand mehr über Staatsfunk-Vorwürfe zu wundern.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Hannes

Was erwarten Sie bitte von öffentlich rechtlichen propagandasendern... die agierenden Gestalten werden politisch besetzt, da wird doch keiner aus der Reihe tanzen...

Man versucht eben auszublenden was nicht sein soll...

Wie kleine Kinder beim Versteckspiel die sich die Augen zuhalten... „seh ich dich nicht, siehst du mich auch nicht“ ... richtige geistige Tiefflieger eben... lol

Gravatar: D.Eppendorfer

Nun ja, ich denke, der Name Möllemann verpflichtet geradezu zu suizidalen Systemprofiteurs-Höhenflügen.

Fehlt eigentlich nur der dazu gehörende Absturz.

Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

… „»In den drei Talkshows der ARD ging es nicht primär um die Asylpolitik, sondern um den Streit der Unionsparteien. Ein Vertreter der AfD hätte dazu nichts Wesentliches beitragen können.« …

Ich denke, dass die AfD sehr wohl dazu sehr Wesentliches hätte beitrage können!!!

Z. B., ob die Asylpolitik unserer(?) Göttin(?) der Hauptgrund für den durch viele EU-Staaten geschlossenen Anti-Merkel-Packt war! https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/der-anti-merkel-pakt

Wäre es nicht auch hochinteressant gewesen herauszufinden, ob ein Grund für die Aussage von US-Präsident Trump https://deutsch.rt.com/international/72764-us-prasident-trump-deutschland-gefangener-russland/
auch mit der göttlichen(?) Flüchtlingspolitik unserer Kanzlerin zu tun hatte?

Könnte dieser m. E. Skandal auch mit der göttlichen(?) Nähe und Unterstützung dieser Merkel & Co. mit Hitler-Nostalgikern zu tun haben? https://deutsch.rt.com/europa/72770-kiew-feiert-unabhaengigkeitserklaerung-von-1941/

Gravatar: Old Shatterhand

Zitat;
ARD-Programmdirektor Bernhard Möllmann antwortete: »In den drei Talkshows der ARD ging es nicht primär um die Asylpolitik, sondern um den Streit der Unionsparteien. Ein Vertreter der AfD hätte dazu nichts Wesentliches beitragen können.« Zitat Ende

Die Haltung dieser Arrogantlinge und Ignoranten gegenüber der AfD und ihren Wählern ist an Unverfrorenheit nicht mehr zu überbieten. Dieser Müllmann liefert aber gleichzeitig ein gutes Argument bei Gerichtsverhandlungen, wenn jemand diesen kriminellen Zwangsbeitrag für den Staatsfunk nicht mehr zahlen will. Begründung: Wenn man nicht ausgewogen und neutral informiert wird und die Oppostitionsführende Partei im DBT bewusst ausgegrenzt wird, da diese zu den politischen Themen angeblich nichts "Wesentliches" beizutragen hätte wozu sollte man dafür auch noch zahlen was man ohnehin noch nie bestellt hat? Diese Zensoren von eigenen Gnaden, maßen sich jetzt auch nach an "Propheten" zu sein, weil die schon im voraus wissen, dass die völlig unbedeutenden Grünen, natürlich Wesentlicheres beitragen können, die 3. Stärkste Kraft im Palament aber nicht? Wie war noch das alte Sprichwort? Dummheit und Stolz wächst auf dem selben Holz.

Gravatar: Heiko G.

Wesentlicher Auftrag von ARD/ZDF ist die Information!!!

Stattdessen nimmt das Ideologisieren einen immer größeren Stellenwert ein. Das macht sich u.a. dadurch bemerkbar macht, dass die stärkste Oppositionspartei im Prinzip ignoriert wird.

Muss man unter diesen Umständen eigentlich noch GEZ Gebühren zahlen? Vielleicht sollte die AfD mal eine Sammelklage dagegen auf die Beine bringen, ich wäre dabei!

Gravatar: Karin Weber

So eine Begründung kann sehr schnell zum Eigentor werden. Mit dem Argument könnte man den ganzen Sender schließen.

Gravatar: Klaus

A R D + Z D F = Merkel-TV, das weiss doch inzwischen jeder der es wissen will.

Gravatar: Karl Napp

So langsam wird das Verhalten von ARD/ZDF gegenüber der größten Oppositionspartei, der AfD, bei den Talk-Shows und bei anderen politischen Sendungen kriminell. Es grenzt schon an Unterschlagung von öffentlich-rechtlichen Abgaben, wenn die ARD/ZDF-Drahtzieher die größte Oppositionspartei von der Teilnahme an ihren politischen Sendungen, die aus allgemeinen öffentlich-rechtlichen Zwangsabgaben auch der Millionen AfD-Wähler bezahlt werden, ausschließt oder sie übergeht. Da könnte der ehrenwerte Herr Bundespräsident Steinmeier einmal zu Recht seine Stimme erheben um dem politischen Treiben der ARD/ZDF-Drahtzieher gegen die größte Oppositionspartei ein Ende zu setzten.

Gravatar: Rolf Fleckner

Mir ist schon lange aufgefallen, daß die Öffentlich Rechtlichen die größte Oppositionspartei AFD meistens
ignorieren wenn die Kommentare der Oppostion ausgestrahlt werden. Da gibt es dann immer nur Stellungnahmen der FDP, der Grünen und der Linken.
Man versucht also diese Partei einfach totzuschweigen
und so so zu tun als ob diese überhaupt nicht existiert.

Gravatar: Barbara

Ich darf mal an die Wendezeit 1989 erinnern. Ich war sehr krank und konnte deshalb nur 1 mal an einer Demo teilnehmen, aber mein Radio, mein Fernseher liefen den ganzen Tag. Und gerade im Radio hatte ich schon recht früh unsere DDR-Sender einstellen können, um die Foren der "DDR-Dissidenten" zu verfolgen. Damals haben die verantwortlichen Redakteure schnell den Zug der Zeit erkannt und das bereits bevor Gorbi seinen Spruch: "Wer zu spät kommt ..." äußerte. Ich kann mir vorstellen, dass auch jetzt in den Redaktionen noch welche aus der damaligen Zeit sitzen (die berliner Göttin hat doch überall ihre Lemminge installiert). Und deshalb frage ich mich, wieso es wieder möglich ist, dass diese Schreiberlinge und ÖR-Mitarbeiter sich wieder vor den Karren der o.G. spannen lassen und sich schuldig am Verderb Deutschland machen?

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