Von Böcken und Baerböckinnen

Annalena Baerbock fordert gendergerechte Gesetzestexte

Kommen die Grünen nach der Wahl an die Regierung, will die Partei deutsche Gesetzestexte gendern. – Ein Kommentar

Heinrich-Böll-Stiftung; CC BY-SA 2.0
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»Die Würde des Menschen und der Menschin ist unantastbar.« So lautete der Erste Artikel des Grundgesetzes, ginge es nach der Kanzlerkandidatin der Grünen, Annalena Baerbock. Denn Frau Baerbock will Gesetzestexte in Zukunft gendern. Der Grund: »Ich will Politik für alle Menschen machen und das bedeutet, auch alle mit anzusprechen – und nicht nur mitzumeinen.«

Diesen hohlen Gedanken zu Ende gedacht müsste das Grundgesetz allerdings wie folgt beginnen: »Die Würde von Otto Maier ist unantastbar.« – Und das 80 Millionen Mal oder zumindest für alle, die sich durch die klassische Form nicht mitgemeint fühlen. Da Baerbock das so sicher nicht meint, bleibt wohl nur die Vermutung, dass mit den bloß Mitgemeinten alle die mitgemeint sind, die Baerbock auf ihrer Lobbyistenliste mitgemeint haben. Und das sind vor allem Personen aus dem Umkreis der LGBT-Gemeinde und die Sprachklempner von den Grünen.

Für die könnte es aber auch heißen: »Die Würde des:r Menschen:in ist unantastbar.« oder »Die Würde des_r Menschen_in ist unantastbar.« Wer diesen sprachlichen Murks, der an diverse Computersprachen erinnert, für erstrebenswert hält, hält Windows wahrscheinlich für eine höhere Form von Intelligenz und Völkerrecht für eine Art Völkerball, bei der nur die rechte Hand eingesetzt werden darf. Dass etwa 80 Prozent der Deutschen die Wortungetüme nicht will, daran stößt sich Baerbock natürlich nicht und auch nicht daran, dass diese 80 Prozent sich nicht einmal mitgemeint fühlen sondern abgestoßen bis angewidert.

Geradezu abenteuerlich ist die Begründung der grünen Kanzlerkandidatin, wenn sie behauptet: »Sprache verändert sich – heute reden wir zum Beispiel eher von 'Ärztinnen und Ärzten' und nicht nur von 'Ärzten', weil sonst im Kopf nur das Bild eines Mannes auftaucht«. Bereits ein Blick auf den ersten Satz im Grundgesetz zeigt, welchen Unsinn die nach übereinstimmender Meinung vieler am meisten unterqualifizierte Kandidatin für das Kanzleramt redet: Zu keinem Zeitpunkt kam jemand auf die Idee, der Grundsatz: »Die Würde des Menschen ist unantastbar.« bezöge sich nur auf Männer. So wie auch niemand auf den schrägen Gedanken verfiele, von den Ermordeten und Ermordetinnen zu sprechen. Außer natürlich Annalena Baerbock. Die merkt ja auch nicht, dass ihr Beispiel ›von Ärztinnen und Ärzten‹ schon deshalb sprachlicher Unfug ist, weil es sich um den Plural handelt und der bereits mit Ärzte abgedeckt ist – Baerbock nennt die weiblichen Ärzte also doppelt.

Wenn Baerbock behauptet, die linguistischen Monster der Genderei wären ein Ausdruck von Respekt, kann man nur retournieren: Erstens: Respekt verdient man sich, der wird nicht einfach gezeigt. Zweitens: Verdienten Respekt zeigt man durch eine angemessene Wortwahl; und mit der ist Baerbock sichtlich überfordert. Wenn sie sagt, »Freiheit bedeutet, denken, sprechen und träumen zu können, wie man möchte«, kommt einem sofort der Terminus »einfache Sprache« in den Sinn – das Niveau, auf dem sich Frau Baerbock bewegt.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Tom aus+Sachsen

@Nordmann, bei leistungsgerechter Bezahlung wäre sie nach einer Woche nur noch ein Gerippe und nach zwei Wochen verhungert.

Gravatar: karlheinz gampe

Hätte man früher schon gegendert. Dann wären wie viele Wälder für den erhöhten Papierbedarf verschwunden?

Gendern ist natur- und umweltfeindlich.

Die Grünen und die Roten sind dumme ungebildete Idioten!

Gravatar: werner

Dieser grüne Schwachsinn ist Aufruf zum Bürgerkrieg. Ich bin davon überzeugt, dass es nicht mehr lange dauern wird bis es so weit ist.
Deutschland ist total aus den Fugen geraten. Immer noch mehr Asylanten werden nach Deutschland geholt und keiner wird abgeschoben. Die Mehrheit der Deutschen ist total verblödet und merkt immer noch nicht, dass sie vor dem Untergang stehen, für den sie selber schuld sind.

Gravatar: karlheinz gampe

Grüne von nix Ahnung. Gendern erhöht Papierverbrauch, Texte sind schwerer lesbar und schwieriger zu schreiben also verlorene Arbeitszeit, welche vom Bruttosozialprodukt abgeht!

Resultat Grüne sind Umweltschweine!

Rotgrüne Politik ist die Politik der Umweltschweine.

Zuwanderung führt zu Verstädterung und damit zu den ganzen Umweltschäden. Quasi eine Massenviehhaltung mit Menschen. Kommt bald nun wieder die Hungersnot, da Acherland rapide schwindet?

Gravatar: Karl Napp

Zu Baerbock: "Gegen Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens." Alte oberhessische Volksweisheit. Sie gilt auch für die politischen Meinungsmanipulatoren beim öffentlich-rechtlichen Staatsrundfunk.

Gravatar: Karl Napp

Ohne die vom BVerfG (sic!) geschützten öffentlich-rechtlichen, staatlichen Meinungsbildungsanstalten ARD/ZDF (wirkungsmäßig sozusagen Nachfolger des Dr. Goebbels'schen Reichssenders Adlershorst) würde über des Annalenachen keiner reden. Aber die halbgebildeten, grün-rot fixierten, de vero staatsangestellten, öffentlich-rechtlichen Meinungsbildner in ARD/ZDF tragen die kindlichen Ansichten des Annalenachen in jeden Haushalt der BRD. Denn das Wissens- und Geistesniveau des Annalenachen entspricht dem der öffentlich-rechtlichen Meinungsbildner von ARD/ZDF. "Gleich und gleich gesellt sich gern" - wußte schon meine Omma.

Gravatar: caesar

Das dürfte das geringste Problem einer grünen Regierung sein.Lesen Sie lieber das Wahlprogramm.Das heißt zurück in die Steinzeit,aber mit einer Bevölkerung von 80 Mio !
Klaus Schwab ganz ehrlich :"Sie werden nichts besitzen!"(Nicht mal ein Stück Brot)

Gravatar: Nordmann

Ich empfehle für Frau Baerbock und Konsorten ein angemessereres Betätigungsfeld:
Körperliche Arbeit an frischer Luft, bei leistungsgerechter Entlohnung.

Gravatar: Gerhard G.

Es stand kürzlich geschrieben das dreiviertel der Deutschen diesen Blödsinn ablehnen... wollen diese Grünen das nicht schnallen ???

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