Konsumschub nach dem Lockdown könnte Inflation noch weiter antreiben

Angst vor Inflation: Preise steigen an

Die Inflationsrate und die Verbraucherpreise steigen. Nach dem Ende des Lockdowns könnte es einen Konsumschub geben, der die Preise weiter ansteigen lässt.

Foto: Pixabay
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Wie »n-tv« berichtete, stiegen die Verbraucherpreise im Januar dieses Jahres um 0,8 Prozent. Die Inflationsrate lag im Vergleich zum Vormonat bei einem Plus von einem Prozent. Besonders stiegen die Preise für Energieprodukte. Im Vergleich zum Dezember 2020 stiegen die Preise für Kraftstoffe und Heizöl um jeweils zweistellige Prozentwerte.

Der Wirtschaftsweise Peter Bofinger erklärt: »Was wir jetzt erleben ist ein temporäres Anziehen der Inflationsrate«. Und Stefan Kooths, Direktor des Forschungszentrums Konjunktur und Wachstum am Institut für Weltwirtschaft (IfW), meint, der Anstieg der Inflation im Januar sei zu erwarten gewesen.

Ein Aspekt, der 2021 zu einem Anstieg der Inflation führen könnte, ist, dass die Bürger das im Lockdown angesparte Geld ausgeben und ihren Konsum nachholen werden. Dies würden viele gebeutelte Wirtschaftszweige nutzen, um die Preise hochzuschrauben, um somit die Verluste der Corona-Zeit, zumindest teilweise, wieder hereinzuholen.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Stanley Milgram

Es wird keine Inflation geben.

Sondern eine Hyperinflation. Die Geldmenge im EU-Raum ist in den letzten Jahren exorbitant gestiegen, was der Hauptgrund dafür ist. Dazu marode Banken mit faulen Assets, die nichtmal 10 % des Kaufpreises wert sind.

Dazu werden die Menschen das während des Lockdowns Ersparte nach der Öffnung ausgeben wollen, egal wie und wo.
Jedenfalls auch für einen Kopfsalat, der eine längere Haltbarkeit haben wird als der verfallende Euro.

Und ich bin ehrlich und gebe zu, eine gewisse Freude daran zu empfinden, wenn die geizigen und merkelhörigen Alten all ihr Erspartes auf dem Konto verlieren werden und dann blöd aus der Wäsche gucken.

Was danach kommt? Vermutlich Enteignungen. Und dannn freue ich mich nochmals, weil ich selbst als Frührentner nichts mehr besitze. Gar nichts mehr.

Sollen sie bald die Früchte ernten, die sie selbst gesät haben.

Ich habe schon lange fertig.

Gravatar: Wolfgang Schlichting

Bedingt durch die Corona Verordnungen stehen Betrieben mit Kundenkontakt nur noch ca. 50% der Verkaufs- oder Handlungsfläche (Boutiquen, Fitness- und Tattostudios, etc.) zur Verfügung und da die Personal- und Betriebskosten nicht um 50% reduziert werden, müssen die Preise massiv angehoben werden, damit der Betreiber keine Verluste erwirtschaftet, sondern zumindest die Betriebskosten aus den Einnahmen finanzieren kann.

Wenn der Betreiber seine Lebenshaltungskosten nicht aus Ersparnissen finanzieren kann, was nach einem Jahr Lockdown wohl nur ganz selten der Fall ist, geht die Vernichtung der Klein- und Mittelstandsbetriebe genau so weiter, wie zur Zeit des Lockdowns, der Unterschied ist lediglich, dass den Betreibern keine staatlichen Hilfen zustehen, weil sie ihre Geschäfte ja geöffnet haben.

Gravatar: Martin Adam

Die Ölpreise steigen und fallen auch ohne Lockdown.
Daß nach dem Lockdown temporär mehr konsumiert wird, ist nicht auszuschließen, wird aber nicht zu einer Steigerung der Inflation führen.
Die Angst der Bevölkerung vor Inflation führt zu einem steigenden Konsum und damit zu steigenden Preisen.
Inflation kann herbeigeredet werden.

Gravatar: Werner Hill

Die offiziellen Inflationsraten sind ebenso nichtssagend wie die Inzidenzzahlen.
Abgesehen davon, daß die Inflation der Sachwerte (DAX z.B. ca. +70%! seit März-Tief 2020), liegt die "gefühlte" Inflation bei mind. 5%.
So stieg z.B. der Heizölpreis i.d. letzten 12 Monaten um 28%. Und: von wegen "temporär": wenn der Preis auf heutigem Niveau bleibt (ca.0,67€/Ltr.), wird er im Sommer ca. 67%! über 2020 liegen.

Ob es um Inflation geht, um Corona, um Migration, um Atomenergie oder um den Sinn der horrenden Förderung der E-Mobilität, wir werden offen, versteckt oder durch das Verschweigen von Fakten belogen.

Dank an FW, AfD und die wenigen Anderen, die das anprangern!

Gravatar: Hajo

Und genau dieser Konsumschub nach Monaten der Enthaltsamkeit wird die Inflation noch weiter anheizen und die Rechnung wird dann zum Schluß allen präsentiert, indem das Geld nichts mehr wert ist und wer von den Älteren aufgepaßt hat und sich noch an die schrecklichen Tage unserer Vorvorderen in gleicher Sache erinnern kann, der weiß zumindest was uns noch blüht, die anderen werden es noch als Überraschungspaket erleben, mit sämtlichen Folgen des Niedergangs, der damit einher geht.

Hauptsächlich wird es dann die Schuldner und generell Unvermögenden treffen, denn die verlieren alles, während die Besitzenden von bezahlten Immobilien und anderen Wertanlagen noch glimpflich davon kommen und die Verarmung wird eben wie immer die Armen treffen und von der Sorte haben wir sehr viele, weil sie alle auf Pump leben und das ist kein Vermögen, sondern eine Belastung mit Folgen, die sie alle noch bereuen werden.

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