Drohnenangriff auf Saudi-Arabien

Angriff auf Öl-Pipeline in Saudi-Arabien

Öl-Pipelines sind die Adern der Weltenergieversorgung. Jetzt haben Drohnen Öl-Pipelines in Saudi-Arabien angegriffen. Verdächtigt werden die schiitischen Huthi-Rebellen im Jemen. Zuvor hat es Sabotageakte gegen verschiedene Öltanker gegeben. Das ist Öl im Feuer des schwelenden USA-Iran-Konfliktes.

Foto: Omar Chatriwala / Al Jazeera English / flickr.com / CC BY-SA 2.0
Veröffentlicht:
von

Zwei Öl-Pumpstationen an saudischen Öl-Pipelines sind von bewaffneten Drohnen angegriffen und beschädigt worden [siehe »Focus-Online«, »Al Jazeera«]. An einer Station war ein Feuer ausgebrochen. Der saudische Öl-Konzern Aramco hat aus Sicherheitsgründen den Betrieb der Pipeline, die vom Golf ans Rote Meer führt, eingestellt. Genau dies schien vermutlich auch die Absicht der Angreifer gewesen zu sein, nämlich den Ölfluss durch das Land zu sabotieren. In jemenitischen Zeitungsquellen war von insgesamt sieben bewaffneten Drohnen die Rede, welche die Angriffe geflogen haben. Die besagten Zeitungen gehören den Huthi-Rebellen, was darauf hinweist, dass sie besonders informiert waren. Der Angriff wird als Vergeltung für saudische Drohnenangriffe gewertet.


Die schiitischen Huithi-Rebellen sind Verbündete des schiitischen Iran und werden aus Teheran finanziell und militärisch unterstützt. Das wirft Licht auf weitere aktuelle Ereignisse in der Region. Denn diese Woche gab es auch Sabotage-Akte auf vier Handelsschiffe beziehungsweise Öltanker im Golf vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate [siehe Berichte »Bild-Zeitung«, »Al Jazeera«]. Am Sonntagmorgen war zudem ein unter norwegischer Flagge fahrender Öltanker »auf mysteriöse Weise« von einem unbekannten Objekt getroffen und schwer beschädigt worden [siehe Bericht »Focus-Online«].


Die USA verstärken unterdessen ihre Flottenpräsenz im Indischen Ozean und Persischen Golf [siehe Bericht »Handelsblatt«]. Angesichts der wachsenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran hat Spanien ein Kriegsschiff aus einem US-Flugzeugträgerverband im Golf abgezogen [siehe Bericht »Welt-Online«]. Die USA prüfen derzeit die Entsendung von rund 120.000 Soldaten in die Golf-Region [siehe Bericht »n-tv«]. Der britische Außenminister warnt, dass womöglich ein Krieg ausbrechen könnte [»n-tv«].


Der Nahe Osten ist nicht nur durch die einzelnen Kriegsschauplätze, sondern auch durch bestimmte Konstellationen gespalten, die an den Kalten Krieg erinnern. Auf der einen Seite stehen die USA, Israel, Saudi-Arabien und die kleinen Golfstaaten, auf der anderen Seite der Iran, Syrien (Assad-Regierung), die Hisbollah im Libanon und die Huthi-Rebellen im Jemen sowie im Hintergrund Russland und China.

 

 

Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte
unterstützen Sie mit einer Spende unsere
unabhängige Berichterstattung.

Abonnieren Sie jetzt hier unseren Newsletter: Newsletter

Kommentare zum Artikel

Bitte beachten Sie beim Verfassen eines Kommentars die Regeln höflicher Kommunikation.

Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

... „Die schiitischen Huithi-Rebellen sind Verbündete des schiitischen Iran und werden aus Teheran finanziell und militärisch unterstützt. Das wirft Licht auf weitere aktuelle Ereignisse in der Region. Denn diese Woche gab es auch Sabotage-Akte auf vier Handelsschiffe beziehungsweise Öltanker im Golf vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate. Am Sonntagmorgen war zudem ein unter norwegischer Flagge fahrender Öltanker »auf mysteriöse Weise« von einem unbekannten Objekt getroffen und schwer beschädigt worden.“ ...

Klar! Auch US-False Flag-Kriegvorbereitungen sind so alt wie Mord und Totschlag!
https://www.expresszeitung.com/macht-politik/das-false-flag-attentat-so-alt-wie-mord-und-totschlag

Genehmigten die USA nicht auch deshalb ´zunächst` einen Milliarden-Rüstungsdeal mit Saudi-Arabien https://www.spiegel.de/politik/ausland/usa-genehmigen-milliarden-ruestungsdeal-mit-saudi-arabien-a-1201529.html
und planen ´nun` 120.000 Soldaten in den Nahen Osten zu entsenden???

Gravatar: Hans von Atzigen

Ein Hochrisikospiel das hier gespielt wird.
Sollte ein Luftschlag der US Luftwaffe scheitern
oder nicht den erwünschten Ervolg bringen?
Dann droht eine Ausweitung des Konfliktes auf
die ganze Region.
a.) 120 000 Mann mit Ausrüstung und Nachschub
müssen erst einam in die Region verbracht werden.
b.) Die sicher gut ausgerüstete Saudische
Armee ist eine Söldnerarmee, die nur bedingt
für einen harten Kampf taugt.
Da hätten ,,phanatiserte,, oder einfach entsprechend
,,motivierte,, Iraner die besseren ,,Karten,,.
Wozu die fähig sind hat der 1. Golfkrieg
gezeigt, Verluste haben die ohne viel
aufhebens akzeptiert wohlverstanden das
waren Jugendliche faktisch Kinder.

Schreiben Sie einen Kommentar


(erforderlich)

Zum Anfang