SPD bleibt bei radikal feministischer Politik

Andrea Nahles besteht weiterhin auf Überwindung der Männer

Frauen sollten mehr Spitzenpositionen in der Partei einnehmen und weiter daran arbeiten, das Männliche zu überwinden. Neue Äußerungen von Andrea Nahles offenbaren wie armselig und zurückgeblieben die Programmatik der SPD ist.

Screenshot youtube
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Der Vorwärts veröffentlichte neue programmatische Äußerungen, die Andrea Nahles im Rahmen eines Debattencamps vorgetragen hat. »Die SPD wird nur dann erfolgreich sein, wenn sie es Frauen leichter macht, Spitzenpositionen in der Partei einzunehmen«, erklärte Nahles. Wie kommt sie darauf?

»Nicht weil ich glaube, dass Frauen alles besser machen oder die bessere Menschen seien«, schreibt sie. »Sondern weil ich überzeugt bin, dass Frauen eine wertvolle Perspektive und einen eigenen Zugang zu Themen haben, von denen die gesamte Partei profitiert. Unsere Vielfalt ist unsere Stärke! Denn nicht umsonst heißt es in unserem Grundsatzprogramm: "Wer die menschliche Gesellschaft will, muss die männliche überwinden."«

In diesem Satz ist jedoch die Botschaft enthalten, dass Frauen die besseren Menschen sind - schlimmer noch: dass Männern das Menschliche fehlt. Der Satz ist gleich in dreierlei Hinsicht falsch.

Erstens: Es gibt keine »männliche Gesellschaft«. Das ist ein falscher Begriff, eine unzulässige Verallgemeinerung. In einem Grundsatzprogramm darf so etwas nicht vorkommen. Es gibt Gesellschaften, in der männliche Lebensentwürfe enthalten sind und eine bedeutende Rolle spielen, aber keinesfalls kann das, was hier unscharf als »männlich« gemeint ist, eine Gesellschaft allumfassend prägen. Damit würde auch der Anteil der Frauen an der Gestaltung der Gesellschaft auf Null gerechnet. Nur eine vereinfachende, totalitäre Denkweise – und die feministische Denkweise ist eben genau so eine Denkweise – kann so einen Satz hervorbringen.

Zweitens: Die Gegenüberstellung »männlich« und »menschlich« besticht zwar durch Alliteration, sie spricht jedoch den Männern die Menschlichkeit ab. Der Satz ist ein Musterbeispiel für gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit. Die Gruppe (die in diesem Fall nicht einmal eine echte Gruppe ist, sondern nur ein klischeehaftes Feindbild) besteht aus »Männern«, denen keine Menschlichkeit zugestanden wird.

Das steht da so. Es ist kein Versehen. In feministischer Rhetorik finden sich sogar noch mehr Beispiele so einer misandrischen Grundhaltung. Dass so etwas ins Grundlagenprogramm der SPD gelangt, nimmt der Partei das menschliche Antlitz.

Drittens: Das »Überwinden« ist bedrohlich. Wenn es denn so sein sollte (wie der Satz unterstellt), dass wir in unserer Gesellschaft eine Großgruppe haben, die ihre menschlichen Qualitäten nicht voll zur Geltung bringen kann – warum hilft man den Mitgliedern dieser Gruppe nicht? Warum versucht man nicht, sie zu integrieren? Warum werden sie überwunden? Das kann nur bedeuten, dass man Männer als nicht fähig zur Entwicklung menschlicher Eigenschaften ansieht. Denn dann würde man sie fördern und nicht etwa überwinden. Überwunden werden Feinde, mit denen kein friedliches Zusammenleben möglich ist.

Der Spruch steht tatsächlich nicht »umsonst« im Grundsatzprogramm der SPD. Die SPD hat einen hohen Preis dafür gezahlt. Sie haben etwa die Hälfte ihrer Mitglieder verloren und die Hälfte ihrer Wählerstimmen. Es sind dramatische Verluste von historischem Ausmaß. Ihre Frauenquote können sie nur deshalb mit viel Ach und noch mehr Krach einigermaßen erfüllen, weil viel mehr Männer als Frauen ausgetreten sind. 

Der Verfall der SPD ist tatsächlich bei so einem Grundsatzprogramm wohlverdient.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: gisela glatz

Wenn ich die ÄTSCHI,BÄTSCHI-Dame schon sehe, kommt mir das Frühstück vom Vortag hoch. Erst will sie der CDU/CSU auf die Fresse hauen und dann kuschelt sie mit ihnen, um regieren zu können. Regieren, gibt es dass noch in Deutschland? Bisher haben sich die Parteien nur mit sich selbst beschäftigt bzw. mit anderen gezofft. An Regieren nicht zu denken. Also weg mit dieser Regierung, die uns nur in den Ruin treibt !!!

Gravatar: Anne R.

"Die Frauen haben heute sicher mehr Rechte. Aber mehr Macht hatten sie früher."

Charles Aznavour

Gravatar: mah

@ Dirk S

Da haben Sie natürlich Recht. Es gibt Gründe in der SPD zu sein. Auch wenn sie mit sozialdemokratischen Haltungen oder Ansichten wenig oder nichts zu tun haben.

Ich muß wohl meine Frage etwas präziser formulieren.
2. Anlauf:
Was veranlaßt die 67,5% der männlichen Mitglieder der SPD, sich Forderungen/Formulierungen ins Programm zu schreiben, die eben diese satte Mehrheit erniedrigt, zu Schädlingen erklärt, als unnütz abtut...usw?

Diese Mehrheit hätte doch die Aufnahme solcher Forderungen leicht ablehnen können.

Durch die Annahme dieser Forderungen erniedrigen sich die männlichen SPD-Mitglieder nicht nur sich selbst, sondern erklären auch noch vor aller Welt laut und deutlich einen erheblichen Mangel an Tassen im Schrank.
Letzteres betrifft dann uns alle. Nämlich wenn ein SPD-Mann ein öffentliches Amt bekleidet.

Wer Handball spielen will oder muß, geht in den entsprechenden Verein.
Kein Verein würde in seine Statuten schreiben: 2/3 unserer Vereinsmitglieder sind Idioten.

Aber die SPD tut so etwas. Und die 2/3 stimmen auch noch zu.

Wie gesagt, die Beweggründe sind mir unbegreiflich.
Aber das ist nicht das einzige Unbegreifliche an dem Haufen.

Gravatar: Unmensch

Alle sollen Männer sein. Alle sollen Arbeiter sein. Alle sollen Deutsche sein. Alle sollen Frauen sein. Alle sollen Moslems sein. Alle sollen Migranten sein.

Alle sollen eins sein. Alle sollen gleich sein. Das *ist* so gemeint, das haben sie schon oft genug und ohne Rücksicht auf Verluste gezeigt.

Es ist gewissen Menschen anscheinend nicht möglich, Unterschiede als etwas Positives zu erkennen. Aus welchen Gründen auch immer. Wenn die so eingeschränkten Menschen an der Macht sind, wird es zur Gefahr.

Gravatar: kulleraugen

und hinten Rum Rauben die uns aus

Gravatar: Kameradinnenschaft Aachener Land

Die Frage muss erlaubt sein, ob die Forderung im politischen Grundsatzprogramm der SPD, dieser Partei der deutschen und stolzen 'in die Fresse' - Mobilisierungsexpertinnen und Mobilisierungsexperten...

http://www.spiegel.de/forum/lebenundlernen/jugend-und-politik-engagement-ja-partei-nein-thread-465284-1.html#postbit_44205862

https://www.youtube.com/watch?v=Ze4v4i4decM#t=9m23s ,

.... so, wie im Großen und Ganzen auch in den deutschen Mainstreammedien, nicht einfach nur sexualrassistisch, Denunziation, Volksverhetzung Verleumdung und Beleidigung eigentlich ganz im Stile der Nazis ist, verfassungsfeindlich und kriminell.

'Wer die menschliche Gesellschaft will, muss die männliche überwinden.'

http://menschundrecht.de/Reichsgesetzblatt.pdf

Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda, sehr beeindruckend, toll, aber Feminazis sind eben auch nur Nazis.

http://menschundrecht.de/blog%20rot%20forum%20rot%20memory%20rot%20truth%20rot.pdf#page=3

Gravatar: Winneschuh

Ich frage mich, wo die weiblichen Mitglieder unserer Gesellschaft wären, würde es keine Männer geben.
Ich meine, sie wären noch immer in der Steinzeit und würden in Höhlen leben.
Denn dann wäre kein Mann da, der die Frauen ernährt hätte durch Jagen.
Und die vielen kleinen Annehmlichkeiten und Erfindungen, die es in der Jetzt-Zeit gibt?
Frauen haben wahrlich nicht viel dazu beigetragen.
Sie nutzen und erfreuen sich an den Erfindungen ihrer Männer, nutzen dies aus.
Diese Frauen sollten sich in Grund und Boden schämen, das männliche Geschlecht dermaßen zu diffamieren, herabzuwürdigen und schlecht zu machen.
Derzeit kursiert ein hashtag im Netz: Männer sind Müll.
Da wird mir als Mann übel vor solchen Frauen.
Da hilft auch keine Diskussion mehr....diese weiblichen Wesen sind so verhasst, dass sie keine Männer mehr sehen können. So interpretiere ich das.
Und die SPD ist mein ganzes Leben lang keine Partei für mich. Da bin ich mir sicher und es wäre wünschenswert, wenn Männer, die noch ein bischen Mumm haben, diese Partei verlassen.

Gravatar: moritz

@ Werner,

kann man leicht herausbekommen.

20 Semester Germanistik, sogenannte Alleinerziehende, was in Ihrem Fall natürlich nur begrifflich stimmen dürfte, da eine menge andere Menschen sich um ihr Kind kümmern.

Gravatar: Walter

Ohne meinen Kommentar hier als frauenfeindlich erscheinen zulassen, muss ich feststellen, dass in den letzten Jahren die politischen Leistungen von Frauen in den Spitzenämtern des Staates nicht den Beweis erbracht haben, dass sie kompetenter sind als ihre männlichen Kollegen.
Allein die letzten Jahre haben doch gezeigt, dass sie sich durch fehlende Kompetenz auszeichnen konnten.

Wenn ich an all die Fehlleistungen denke, mache ich mir große Sorgen um die Zukunft dieses Landes.

Damit will ich nicht sagen, dass es keine Frauen im politischen Geschehen gibt, die es nicht genau so gut und möglicherweise sogar besser als Männer machen können.

Aber die bekommen keine Chance diesen Beweis zu erbringen.

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