Nachfrage groß, Mittel viel zu gering bemessen

Altmaiers Beratungs-Förderungs-Programm ein einziges Desaster

Bundeswirtschaftsminister Altmaier wollte wieder einmal ganz besonders schlau erscheinen und legte für mittelständische Unternehmen ein Förderprogramm auf, damit sie in der aktuellen Zeit die Dienste von professionellen Beratern in Anspruch nehmen können. Aber mit den Finanzen knauserte Altmaier - oder musste knausern.

Foto: Olaf Kosinsky/ Wikimedia Commons/ CC BY-SA 3.0
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Gut meinen und gut machen sind zwei grundverschiedene Dinge. Das musste einmal mehr Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) erfahren. Die Idee, den mittelständischen Unternehmen in der aktuellen Zeit die Möglichkeit einer Expertenberatung zukommen zu lassen und dafür die Kosten zu übernehmen, ist grundsätzlich gar nicht verkehrt. Denn gerade der Mittelstand ist durch die von der Merkel-Regierung angeordenten Maßnahmen, die bis zum fast vollständigen Stillstand der deutschen Wirtschaft geführt haben, massiv betroffen. Da ist die Expertenberatung oftmals ein geeignetes Mittel, um eine drohende Insolvenz abzuwenden.

Weil - wegen Merkel - so viele Unternehmen vor dem Ende ihrer Existenz stehen, ist die Nachfrage entsprechend groß. Viel größer, als Altmaier sein Programm finanziell ausstatten ließ. Er hatte so ordentlich die Werbetrommel dafür gerührt, wollte sich offensichtlich so furchtbar gerne im Glanz der Öffentlichkeit als Retter der deutschen Wirtschaft feiern lassen und jetzt das.

Mit armseligen 15 Millionen Euro (in Vergleich zu den M&M-Fonds oder den Uschi-Anleyen) war der Altmaier-Fonds ausgestattet, jedes Unternehmen sollte 4.000 Euro an Unterstützung für die Beraterkosten erhalten. Selbst für mathematisch gering Vorgebildete sollte klar sein, dass bei etwa 80.000 mittelständischen Unternehmen in Deutschland der Bedarf deutlich über der veranschlagten Summe sein wird. Schätzungen zu folge wird jedes fünfte mittelständische Unternehmen in Deutschland in die Insolvenz gehen. Das wären rund 16.000! Multipliziert man allein diese Zahl mit 4.000 Euro kommt man bereits auf 64 Millionen Euro.

Insgesamt haben mehr als 33.000 Unternehmen um diese Förderung nachgesucht, doch man lässt sie seitens Altmaier an der langen Leine verhungern. Weil der Herr Wirtschaftsminister nicht genügend Geld zur Verfügung stellen will, darf oder kann, hängen diese Unternehmen jetzt in der Luft. Viel wichtiger ist für die Merkel-Regierung natürlich die Finanzierung der M&M-Fonds, wovon Unternehmen in Frankreich, Spanien oder Griechenland profitieren. Das Überleben deutscher Unternehmen ist für die Merkel-Regierung, wie sich wieder einmal zeigt, irrelevant.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Einzelk@mpfer

Wer auch gar keine Fähigkeiten an sich entdecken kann, an viel Geld kommen will und in der Kindheit kein Schamgefühl ausgebildet hat, der kann immer noch in der deutschen Politik seine Schäfchen ins Trockene bringen.

Gravatar: asisi1

In meiner vierzigjährigen Selbstständigkeit wollte ich nichts vom Staat und den Zwangseinrichtungen!
Aber dann kamen Alle diese Parasiten, ob Steuer, Gewerkschaften, Rentenversicherungen, Berufsgenossenschaften, Krankenkassen und all die
anderen Parasiten, die nichts können außer Bevormunden!
Dieses Gesindel lebt nur von den Schaffenden und die wollen sie Bevormunde3n! Was für ein Witz!

Gravatar: Hans Friedrich

Ein Blödmann.

Er hat sich auch die Flut von Kassen-Bons einfallen lassen

und die Abholzung des Tesla-Walds.

Gravatar: Karl Napp

Was wollen Sie von einem Mann erwarten, der nicht einmal seine Nahrungsmittelaufnahme kontrollieren kann!!

Gravatar: Gerd Müller

Mir fällt immer wieder die Schlagzeile der BILD, vor einigen Monaten zum USA Besuch dieses Herren ein, die da lautete:"Altmaier googlet nach Intelligenz" :-)

Gravatar: Sabine

In der Anne Will - Runde am 24.5. war auch der Präsident des deutschen Steuerzahlerbundes anwesend.
Dieser kritisierte u.a., dass der Bundestag pro Jahr eine Milliarde kostet.
Minister Scholz reagierte daraufhin ausgesprochen pikiert, das hat ihm nicht gepasst.
Durch die Presse wurde dieser Fakt nicht erwähnt.

Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

... „Altmaiers Beratungs-Förderungs-Programm ein einziges Desaster“ ...

Darf man dabei vermuten, dass es sich bei diesem Altmeier um ´das` inkarnierte Desaster handelt?

Das Corona-Desaster
https://www.tagesschau.de/investigativ/ndr-wdr/corona-hilfen-berater-103.html,
das Strompreis-Desaster
https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/industriestrategie-2030-zu-viel-versprochen-altmaier-steckt-in-der-strompreisfalle-/24284160.html?ticket=ST-4634815-gFK3MIeo1cUffQsYDQ2M-ap4,
das Windkraft-Desaster, etc. pp.!
https://www.wwf.de/2019/november/todesstoss-fuer-die-windkraft/

Steht der Name Altmeier nicht längst schon für den Begriff ´Desaster`???

Gravatar: Hajo

Ein einziger Chaotenverein und dazu ein Flickenteppich seit 15 Jahren und wäre ja auch nicht so tragisch, würde es sie selbst betreffen, aber es wird ein ganzes Land und seine Bürger in dümmlichster und zugleich dreister Art in die Zange genommen, daß es höchste Zeit wird sich dagegen aufzulehnen, denn die sind einfach unzumutbar und, weil sie es nicht können und deshalb ihren Schlingerkurs fahren, mit der Absicht die eigene Route zu bestimmen und dabei nicht aus der Kurve zu fliegen, was man keinesfalls zulassen sollte.

Gravatar: Andreas Schulz

Falsche Überschrift.
Richtig. Altmaier ist ein einziges Desaster.
Mathematik 5 , Appetit gut,setzen.

Gravatar: die Vernunft

Es gibt eine ganz einfache Lösung! Den Zwang für alle staatlichen Corona- Maßnahmen sofort aufheben, da sich die Epidemie als für die allermeisten Menschen als ungefährlich herausgestellt hat. Die Firmen manchen ihren bisherigen Gewinnausfall bei der Regierung geltend, diese entscheidet die Mittelvergabe nach Risiko und Nutzen für die Gesellschaft.

Der Markt muß seine gesunden Kräfte wirken lassen, jeder falsche Geldregen der Regierung läßt die Erfolglosen langsamer sterben und schwächt unsere Wirtschaft als Ganzes! Das bremst die Innovation und führt zum Sozialismus, in dem alle gleich ärmlich leben.

Das einzige, dessen Aufbau sofort umgesetzt werden sollte, ist ein besseres System, das die Firmen für den Müll, den ihre Produkte, und deren Verpackung, bei der Entsorgung verursachen, auf ihre Produktpreise aufschlagen müssen.
Damit bekommen sie ein Interesse an umwelt- und reparaturfreundlichen Produkten, und der Grundfehler des ganzen Entsorgungssystems wird abgestellt. Die Bewohner/ Verbraucher bezahlen keine Müllgebühr mehr, die Flut von Papierreklame wird ab sofort nicht mehr steuerlich gefördert.

(Es muß nach einer Übergangszeit von bis zu 2 Jahren doch möglich sein, die Müllgebühren vollständig auf die Erzeuger/ Produkte beim Kauf umzulegen. Das heißt, Produkte werden schon bei der Konstruktion/ Herstellung auf den Preis ihrer künftigen Entsorgung bewertet, und dieser Preis wird beim Kauf an die Entsorger weitergeleitet.

Wer also Getränke in Glasflaschen kauft, muß preislich belohnt werden. Wer ein wenig haltbares Produkt kauft, muß bald ein neues kaufen, und wird damit gezwungen, schon schon den neuen Preis für dessen Entsorgung zu bezahlen. Natürlich müsste eine unabhängige Stelle für die Festsetzung der Preise für die Entsorgung (Aufspaltung/ Wiederverwendung der Rohstoffe) auf wissenschaftlicher Basis geschaffen werden. Nicht verrottbare Glanz und Glimmer- Verpackung wird sehr selten.

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