Vorstandsbezüge im Konzern stiegen auf über 50 Millionen Euro

8,5 Millionen Euro für VW-Chef Diess

Die Dieselaffäre ist an den Geldbeuteln der Vorstandsbosse im VW-Konzern nahezu ohne Auswirkungen vorbei gegangen. Insgesamt überschritten die Vorstandsbezüge im Vorjahr die 50 Millionen-Euro-Grenze. Allein 8,5 Millionen Euro gingen an VW-Chef Herbert Diess.

Von Rudolf Simon/CC BY-SA 3.0/Wikimedia
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Die Dieselaffäre hat den Volkswagenkonzern arg gebeutelt. Schadenersatzklagen in den USA sind dabei nur ein Kapitel in diesem unrühmlichen Skandal. Der Schaden durch das arg in Mitleidenschaft gezogene Renommee ist gegenwärtig noch nicht in Zahlen zu beziffern. Derzeit geht man bei VW davon aus, dass in den beiden wichtigsten außereuopäischen Märkten (USA und China) der Wettbewerb für das laufende Jahr deutlich schwieriger als bisher wird.

Als eine Konsequenz aus der durch die Affäre verschärften Lage wird der Konzern an einzelnen Standorten in Deutschland die Mitarbeiterzahl verringern. In den VW-Werken Emden und Hannover sollen 7.000 Stellen abgebaut werden, insgesamt stehen konzernweit rund 23.000 Stellen in Deutschland auf der Strichliste. Viele Mitarbeiter gerade in infrastrutkurell schwachen Regionen wie zum Beispiel Emden verlieren ihre Existenzgrundlage, Alternativen finden sich nicht.

Die Geldbeutel der Vorstandsbosse ficht das aber nicht an. Sie streichen für 2018 insgesamt über 50 Millionen Euro ein. VW-Vorstandschef Herbert Diess allein durfte sich 2018 über ein garantiertes Einkommen von 8,5 Millionen Euro freuen. Mit der einen oder anderen »Erfolgsprämie«, die erst nach Abschluss des Geschäftsjahres berechnet wird, könnten sich seine Einkünfte auf bis zu knapp 14 Millionen Euro erhöhen.

Zum Vergleich: ein Montagemitarbeiter im Dreischichtbetrieb bei VW erhält inklusive Schichtzulagen, Prämein und sonstiger Boni etwa 50.000 Euro pro Jahr. Das ist, verglichen mit vielen anderen Berufen und Arbeitsverhältnissen, ein mehr als nur ordentliches Einkommen. Doch der VW-Boss erhält das 170-fache davon - trotz Affäre, Stellenabbau und den anderen negativen »Nebengeräuschen«.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Thilo Rummel

Auf Vorstand hat der Herr Dr. Thiss aber nicht studiert, sonst würde es von ihm nur noch Schwarz-Weiß-Bilder geben.

Gravatar: Hans-Peter Klein

Immerhin vermeiden Sie es, den Stellenabbau der Elektromobilität und insgesamt der Energiewende in die Schuhe zu schieben.

Ein kleiner, dennoch wahrnehmbarer, Fortschritt in Richtung objektiver(er) Berichterstattung.
MfG, HPK

Gravatar: Rita Kubier

Dass die Vorstandsbosse - egal wo - NIE für ihre Betrügereien und selbst geschaffenen Miseren in ihren Unternehmen zur Verantwortung gezogen, sondern dafür noch immens belohnt werden, ist nichts Neues in Deutschland. Herhalten muss der kleine Bürger und der Arbeiter bzw. Angestellte in den Konzernen. Da werden dann die Produkte einfach noch teurer verkauft und Arbeitsplätze abgeschafft bzw. Standorte geschlossen. Und schon macht das die Bosse noch reicher.
Nicht nur die Regierenden und Politiker beuten das Volk mit ihren Steuererlassen und sonstigen geforderten Abgaben aus. Auch die Konzerne mit ihren Bossen, Aufsichtsräten usw. Das geht alles sehr gut Hand in Hand zwischen Politik und Wirtschaft. In der Ausbeutung des Volkes und der immensen Selbstbereicherung sind sich beide Seiten immer schon einig gewesen. Und die Gier dabei wird immer größer, immer unermesslicher und grenzenloser. Da hackt eine Krähe der anderen kein Auge aus. Das Hacken und Piesaken findet gemeinsam nur am Volke statt.

Gravatar: Heinz Becker

Herr Klein, Sie werden es NIEMALS verstehen - hoffnungslos. Sie müssen als Foren-Troll in verschiedenen Foren über sehr viel Zeit verfügen, vermutlich sind Sie Rentner - oder bezahlter Influencer.

Dass ein erwachsener Deutscher so viel Unsinn von sich geben kann, ist interessant und von einem gewissen Standpunkt aus betrachtet erhellend.

Die Deutschen werden den grünen Betrug nur durch Niedergang der Industrie begreifen. Ich hoffe, es geht nun immer schneller, damit die Leute es immer schneller am eigenen Leib spüren. Einen anderen Weg sehe ich nach 30 Jahren Gehirnwäsche leider nicht mehr.

Gravatar: Heinz Becker

@Rita Kubier 15.04.2019 - 13:28

Gut erkannt. Sie können die weitgehend verlogene "Wissenschaft" in Ihre Ausführungen mit aufnehmen. Schwachbegabte Scharlatane machen den großen Reibach und sind die gefeierten Stars der Weltrettung, grundanständige Wissenschaftler/innen kehren die Scherben zusammen. VW ist für mich eine der widerlichsten Firmen in diesem Lande. Je eher die mitsamt Audi und Konsorten untergehen, desto besser.

Gravatar: karlheinz gampe

Manager sind meist Nieten im Nadelstreifen. Überbezahlt und dümmer geht immer.

Winterkorn soll nun angeklagt werden? Wird das ein 2.ter Victory Ackermann ? Konzernbosse sind oft kriminell und bestraft werden die in der roten Systemjustiz fast nie. Bsp. Plasma Select und Familie Riggers. Ein Riggers ist da Vorstand und die Kasse ist wohl gefüllt. Ein 2.ter Riggers gründet ein Start up (praktisch eine Garagenfirma) und sein Bruder der CEO von Plasma Select kauft ihm die mit den vielen Millionen aus der Firmenkasse ab. Fazit das Geld der Plasma Select AG landet bei der Familie Riggers und Plasma Select geht pleite. Anklage ? Aber doch nicht in Deutschland. Hier gehen nur alte Omis in den Knast die eine Kleinigkeit aus Not im Laden klauten.

Gravatar: blubby

Es gibt ja noch genug Deppen, die weiter da kaufen!
Nach dem Beschiß sagen die auch noch danke.

Gravatar: Frost

Sehr viel weniger VWs kaufen, dann springen die Aktionäre ab und die Unersättlichen gelangen wieder in Bodennähe. Und die von den Konzernen gekauften Politiker wählt man einfach nicht mehr. Das Volk ist der Souverän (noch), und es kann sie fertig machen. Dieses Deuschland ist ein Klüngel - Land geworden. Pfui !!! Das Traurige aber ist, dass die, die jetzt darüber schimpfen, wenn sie dran sind auch nicht besser sind. Geld stinkt bekanntlich nicht - nur der stinkt, der es annimmt.

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