Erstmals mehr Rückführungen von Migranten gescheitert als erfolgreich

2018 scheiterten 54 Prozent der Abschiebungen

Die Zahl gescheiterter Abschiebungen abgelehnter Asylsuchender war 2018 zum ersten Mal größer als die der gelungenen. 30.921 kamen nicht zustande, weil die Betroffenen plötzlich verschwunden waren, keine Dokumente hatten oder massiv Widerstand leisteten.

Foto: Pixabay
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Mehr als die Hälfte der Abschiebungen aus Deutschland sind im vergangenen Jahr aus vielfältigen Gründen gescheitert. Von 57.035 vorgesehenen Rückführungen kamen nach Angaben des Bundesinnenministeriums 30.921 nicht zustande, was enem Anteil von gut 54 Prozent entscheidet. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) nannte die Quote nicht akzeptabel und kündigte Gegenmaßnahmen an.

Das vergangene Jahr war dabei das erste, in dem die Zahl der gescheiterten Abschiebungen die der gelungenen überstieg. Im Vorjahr 2017 wurden 25.673 Abschiebungen durchgeführt während 22.802 Rückführungsversuche scheiterten. 2018 erwies sich als Problem, dass  mehr als 27.000 zur Abschiebung vorgesehene Ausländer von den Bundesländern nicht wie geplant an die Bundespolizei übergeben, sagte Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU).

Die Bundespolizei führt Abschiebungen durch. Laut Seehofer waren Gründe für abgesagte Übergaben, dass die Betroffenen »nicht auffindbar« waren oder »nicht über die erforderlichen Reisedokumente verfügten«. Daneben gebe es Menschen, »die ihre Rückführung am Flughafen verhindern«. Im vergangenen Jahr wurden 3.220 Rückführungen nach Übergabe an die Bundespolizei aufgrund Widerstands Abzuschiebender abgebrochen.

Seehofer bezeichnet die Quote als nicht akzeptabel. Er habe mit Bundeskanzlerin Angela Merkel bereits darüber gesprochen, »dass wir das zügig abstellen müssen«. Er legte nun einen Gesetzesentwurf vor, der Abschiebungen in bestimmten Fällen erleichtern soll. Dabei ginge es um geduldete Ausreisepflichtigen. Wenn Menschen aus dieser Gruppe beispielsweise nicht an der Beschaffung von Passpapieren mitwirken oder vor einer Rückführung untertauchen, sollen sie aus der Duldung herausfallen.

Die Zahl Ausreisepflichtiger in Deutschland lag laut Bundesinnenministerium zum Jahreswechsel bei knapp 236.000. Eine große Mehrheit von gut 180.000 sind darunter geduldet. In etwa 75.000 Fällen war der Grund für die Duldung, dass die nötigen Reisedokumente fehlten. Weitere gut 70.000 Fälle werden in der Statistik als »Duldung aus sonstigen Gründen« ausgewiesen.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Stefan B.

Ich war in Brandenburg in einem Übergangswohnheim für Flüchtlinge tätig. Viele Migranten bekamen Post von der BAMF, dass ihr Antrag auf Asyl abgelehnt wurde und dass sie Deutschland und den Schengenraum binnen sieben Tagen verlassen sollten. Die haben sich jedoch ganz ruhig wieder schlafen gelegt, da sich herumgesprochen hatte, dass nichts passiert. Lediglich ihre Sozialleistungen wurden nicht mehr auf ihr Konto überwiesen, sondern sie durften sich vom Sozialamt einen Scheck abholen. Mehr Auswirkungen gab es nicht.

Gravatar: karlheinz gampe

Das rote kriminelle CDU Stasi Weib bekommt nix mehr gebacken. Nur Irre wählen noch CDU + SPD ! Nach dem Motto Irre wählen Irre oder Deutschland wird von Idioten regiert !

Gravatar: Werner

Nicht auffindbar, keine Reisedokumente, ich lach mich tot über soviel Blödheit. Wer ist verantwortlich, dass die nicht auffindbar sind, wie im Kindergarten. Die müssen sofort hinter Gitter. Reisedokumente für illegale Verbrecher, was soll den dieser Scheiss. wie bei den Deppen. Die fahren doch nicht in den Urlaub. Raus mit denen und Schluss. Wenn keiner diese Illegalen aufnehmen will, irgendwo in Neuguinea oder dem Amazonas absetzen.

Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

... „Weitere gut 70.000 Fälle werden in der Statistik als »Duldung aus sonstigen Gründen« ausgewiesen“.

... „Laut der "Bild am Sonntag" gibt es allerdings Zweifel an der Richtigkeit der Duldungsgründe. In einem Papier des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (Bamf) aus dem März 2017 heißt es demnach, die Duldung aus sonstigen Gründen werde oftmals "ohne validen Grund ausgestellt".
https://www.arte.tv/de/afp/neuigkeiten/mehr-als-jede-zweite-abschiebung-2018-gescheitert

Gravatar: Jomenk

Das Problem beginnt doch schon damit, das jeder ohne die erforderlichen Dokumente in dieses Land einreisen darf. Es ist mir leider nicht bekannt, ob dies so ohne weiteres auch in anderen Ländern möglich ist. Nun mag es schon sein, das der eine oder andere Flüchtling seine Papiere verloren hat, weil er Hals über Kopf die Flucht antreten musste. Aber mittlerweile ist dies bei 70 bis 80% der Asylsuchenden der Fall. Wie das möglich sein kann, brauche ich wohl niemandem hier erklären.

In diesem Zusammengang muss ich immer an die Erzählungen meiner Oma denken. Die rote Armee war noch ca. 30 Km von ihrer Heimatstadt in Ostpreussen entfernt. Das erste, was sie getan hat, war alle ihre Papiere und die ihrer 4 Kinder, in einer alten Keksdose zu verwahren. Und das bevor sie irgend ein Kleidungsstück oder andere Habseligkeiten in die Koffer gepackt hat. Diese Papiere hat sie während der langen Fluch nie aus den Augen gelassen. Sicherlich hätte man sie in Deutschland nicht wieder zurückgeschickt. Aber unter zivilisierten Menschen ist es eben üblich, alle diese wichtigen Dokumente vorlegen zu können. Wer in einem anderen Land leben möchte, hat für mich die Pflicht, so gut wie möglich sein Leben zu dokumentieren. Das hat auch was mit gutem Willen und Respekt zu tun.

Doch was jetzt in unser Land strömt, hat weder guten Willen noch Respekt. Es ist ein reines Anspruchsdenken ohne jede Bereitschaft, seinen Teil dafür zu tun. Welches Bild hat derjenige von uns und unserem Land, wenn er es noch nicht einmal für nötig hält, sich anständig auszuweisen. Er hat uns schlicht und einfach für nützliche Idioten.

Und was soll ich sagen? Er hat völlig recht.

Gravatar: sigmund westerwick

Was die Statistik wirklich sagt

Die Abschiebungen werden immer weniger erfolgreich, das liegt sicherlich daran, dass das Frühwarnsystem der abzuschiebenden ausgebaut wird, und dann sind sie eben nicht auffindbar.

Was mich allerdings noch mehr ärgert ist die Feststellung, dass über 3000 Abschiebungen nicht erfolgreich sind "wegen fehlender Reisedokumente".
Hier stellt sich der Staat ein Armutszeugenis aus, es ist mir einfach nicht erklärlich, wie jemand einreisen kann ( ohne Dokumente ) und dann nicht ausreisen kann ( mit Dokumenten ).
Es kann ja sein, dass jemand auf der Abschiebelise steht, und im letzten Moment irgendein Stempel fehlt, bei über 3000 Fällen schein hier aber ein systematischen Problem vorzuliegen, dass die Regierung auch im vierten jahr der EInwandeung nicht gelöst hat.

Gravatar: Karl

sowas gibts nur in Deutschland, unfähig eine Ordnung herzustellen,,, ja ja der Drehhofer,, wiedermal mit grossen Maul vorran..

Gravatar: famd

Für eine Durchsetzung der Abschiebepflicht und einer gesunden Migrations-Politik ist Seehofer de falsche Ansprechpartner. Er sollte lieber im Karneval seine lustigen Büttenreden kolportieren - man lacht sowieso über ihn.

Schon allein die Tatsache, das die meisten Abschiebungen daran scheiterten, weil 24h vorher aus den entsprechenden Ministerien und Polizeidienststellen unerlaubt die Termine an die Linken und Grünen geschickt (verraten) wurden und diese genug Zeit hatten ihre Sturmbrigaden (Antifa) und Studenten örtlicher Unis vor Wohnhäusern und Flughäfen zu positionieren.
Da wurden in Hunderten Fällen Vorlesungen abgebrochen, wurden Linksradikale aus anderen BL ran gekarrt und aus örtlichen Stadtverwaltungen und Parteibüros Linke/Grüne Durchgeknallte hinderten die Vollstreckung.
Dann die Frage der Kontrollen: Wenn die Bundespolizei nur Stichproben an ehem. Grenzübergängen machen dürfen (weil Linke sich schreiend auf den Boden werfen), die wenigen Abgeschobenen aber über andere Länder und über die grüne Wiese wieder einreisen oder eine gefälschte Identität besitzen, dann kann man eigentlich nur sagen: Dieses Land wird von Dummköpfen und Faschisten regiert. Und einer von diesen Dummköpfen ist ja immer noch da. Warum geht Seehofer nicht in den Ruhestand und verbringt seine letzten Jahre nicht Chile oder ähnlichen Ländern und lässt uns mit seinem verlogenen Geschwätz in Ruhe?

Gravatar: Verschwörungstheoretiker

Damit nicht genug. Wie dieser Tag vom Innenministerium verlautbar, ist die Annahme als realistisch zu bewerten, das ein Drittel bis die Hälfte der Ausgewiesenen innerhalb kurzer Zeit wieder zurückkommen. Drehtüreffekt, nennt man wohl sowas. Man kann diese Zustände weder begreifen und schon garnicht in Worte fassen.

Gravatar: Wolfram

Wer lässt sich als Eroberer, der mit Lug und Trug illegal eingewandert ist, schon freiwillig aus einem finanziellen Paradies wieder vertreiben.

Da werden alle Register gezogen - und eine "Anti-Abschiebe-Industrie" (ein Minister-Wort) von korrupten Anwälten, links-anarchistischen Deutschlandfeinden in den Sozialverbänden, Kirchen usw. und im rot-grünen Parteiensumpf hilft kräftig mit.

Und bei so vielen Verbündeten mit den illegalen Eroberern wirken all diese gesellschafts-feindlichen / - zerstörenden Aktivitäten wie ein Magnet für weitere illegale Migration, Sozialbetrug und Ausplünderung unseres ehemals jüdisch-christlich geprägten Landes !!!

Das Feindbild wird schon in den fanatisch gesteuerten Götzentempeln des heidnischen Ursprung-Landes geprägt !!!

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